Allgemeine Berichte | 18.08.2020

Kultur- und Heimatverein Niederzissen e.V.

Förderkreis Alte Synagoge Epe zu Gast in Niederzissen

Informationsbesuch in ehemaliger Synagoge

Rudolf Nacke (li.) und Norbert Lüttman (re.) vom Förderkreis Alte Synagoge Epe mit Richard Keuler vor der Thoranische der ehemaligen Synagoge Niederzissen. Foto: privat

Niederzissen. Vertreter des Förderkreises Alte Synagoge Epe e.V. weilten jetzt zu einem Informationsbesuch und zum Gedankenaustausch in Niederzissen. Der Verein wurde 2017 im Stadtteil Epe der Stadt Gronau, Kreis Borken, gegründet und hat das Ziel, das Gebäude der dortigen Alten Synagoge zu erhalten und zur Förderung von Kultur, Denkmalpflege und Heimatkunde nutzbar zu machen. Zudem soll das Gebäude der restaurierten Synagoge zu einem Zentrum der Erinnerung und des Gedenkens an jüdisches Leben in Epe, Gronau und im Kreis Borken werden.

Da lag es nahe, sich in der ehemaligen Synagoge Niederzissen Informationen einzuholen und zu hören, wie diese Aufgabe gemeistert werden kann. Gerne war Richard Keuler als Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins bereit, den beiden Vertretern des Förderkreises, Rudolf Nacke und Norbert Lüttmann, die Situation bei der Rettung des Gebäudes, der Renovierung und des seit 2012 laufenden Betriebes als Erinnerungs- und Begegnungsstätte, Haus der Kultur mit Konzerten, Ausstellungen und Lesungen und einem Jüdischem Museum zu erläutern. In Epe wird die alte Synagoge saniert und um einen Erweiterungsbau ergänzt werden. Diese Planungen wurden im Frühjahr vorgestellt, sind hinreichend konkret und werden wohl zur Ausführung kommen.

Die beiden Besucher nahmen nicht nur Anregungen und Erfahrungen mit nach Hause, sondern waren auch begeistert von den zum Teil über 300 Jahre alten Fundstücken, die, vom Dachboden geborgen, im Mittelpunkt der Ausstellung des jüdischen Museums stehen und von der langen bis ins Mittelalter reichenden Geschichte der einstigen großen jüdischen Gemeinde zeugen.

Die beiden Besucher waren sich mit Richard Keuler einig, dass sowohl in Epe mit dem Freundeskreis, als auch in Niederzissen mit dem Kultur- und Heimatverein und dem unterstützenden Förderverein, immer wieder die ehrenamtlich Engagierten die Triebfedern sind, das jüdische Erbe zu bewahren und am authentischen Lernort für Geschichte, der ehem. Synagoge, zur Verständigung zwischen Kulturen und Religionen beizutragen sowie Toleranz und Menschlichkeit zu fördern. In diesem Sinne wird es sicherlich zu weiteren Begegnungen kommen, war das abschließende gegenseitige Versprechen.

Rudolf Nacke (li.) und Norbert Lüttman (re.) vom Förderkreis Alte Synagoge Epe mit Richard Keuler vor der Thoranische der ehemaligen Synagoge Niederzissen. Foto: privat

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