Klimaschutzpreis für Lehmer Razejunge
Förderung der Artenvielfalt
Lehmen. Drei Projekte aus der Verbandsgemeinde Rhein-Mosel wurden im Konferenzsaal der Verbandsgemeinde in Kobern-Gondorf mit dem Klimaschutzpreis von „innogy“ ausgezeichnet. Gemeinsam mit Landrat Dr. Alexander Saftig und Verbandsbürgermeister Bruno Seibeld überreichte Kommunalbetreuer Michael Dötsch, bei innogy Leiter der Region Rauschermühle, die Urkunden. Jeder der Gewinner erhielt ein Preisgeld von 500 Euro.
Landrat Dr. Alexander Saftig betonte, welche wesentliche Bedeutung der Klimaschutz hat. Er zeigte sich stolz und erfreut über die vielfältigen Projekte in unserem Landkreis. Er betonte die Vorbildfunktion der Preisträger, die gleichzeitig auch andere anspornen sollten, sich aktiv am Klimaschutz in unserer Region zu beteiligen.
Die Lehmer Razejunge erhielten die Auszeichnung für ihr Projekt „Förderung der Artenvielfalt in der Lehmener Würzlay“.
Schwerpunkte setzen sie besonders auf Freistellungsmaßnahmen von historischen Trockenmauern, somit werden wesentliche Lebensräume für wärmeliebende Pflanzen und Reptilien erhalten und gefördert.
Gleichzeitig wurden regionaltypische Weinbergblumen und -pflanzen in speziellen Saatbeeten aufgezogen und Interessenten zur Verfügung gestellt, um Randstreifen und Zwischenzeilen in den Weinbergen zu begrünen. Es soll somit dem Insektensterben entgegengewirkt werden. Vor allem Hummeln, Bienen und Schmetterlingen wird durch ein großes Blütenangebot eine ausreichende Ernährungsgrundlage geboten.
Für den Erhalt der historischen Weinbaulandschaft
„Die Lehmer Razejunge setzen sich für den Erhalt der historischen Weinbaulandschaft der Lehmener Würzlay ein, unter anderem wurden nicht mehr bewirtschaftetet Weinbergflächen gerodet und freibestellt, Kleinbiotope erhalten und gefördert, Lebensbereiche für gefährdete Schmetterlingspopulationen geschaffen, Totholzbereiche für Reptilien, Insekten und Wildbienen angelegt und Nisthilfen aufgestellt.
Durch diese Maßnahmen werden die Umweltbedingungen, die Lebens- und Erholungsbereiche sowie die Lebensqualität verbessert“, führte Michael Dötsch von „innogy“ aus.
Der Klimaschutzpreis der „innogy“ wird jährlich für Leistungen verliehen, die in besonderem Maße zur Erhaltung natürlicher oder zur Verbesserung ungünstiger Umweltbedingungen beitragen. Städte und Gemeinden sind aufgerufen, besondere Projekte zur Prämierung vorzuschlagen. Über die Vergabe entscheidet eine Jury.
Die Razejunge freuen sich über diese Auszeichnung und sind stolz auf den Klimaschutzpreis. Es zeigt ihnen, dass ihre vielfältigen Aktivitäten zum Erhalt der Kulturlandschaft und ihre Maßnahmen zum Umwelt- und Naturschutz anerkannt werden.
