Humorvolle Lesung anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Monts.Tabor-Gymnasiums
Frau Freitag: Überleben unter Schülern
Um als Lehrerin den beruflichen und privaten Alltag zu bestreiten, bedarf es einer gehörigen Portion Humor
Montabaur. Unter dem Titel des bekannten Ratgebers für (verzweifelte) Lehrer „Für mich ist auch die sechste Stunde – Überleben unter Schülern“ hatte das Mons-Tabor-Gymnasium im Rahmen seines Festprogramms zum 150-jährigen Jubiläum zu einer Lesung der Autorin, Bloggerin und Lehrerin Frau Freitag eingeladen.
Angelehnt an Erfahrungen aus ihrem Alltag als Lehrerin an einer Berliner Brennpunktschule gewährte die Autorin Einblick in ihre zum Teil absurd-skurrilen Erlebnisse im Miteinander mit Schülern, Kollegen sowie Eltern oder dem System Schule an sich. Gleichsam machte sie mit einer guten Portion Humor vor allem jungen Lehrern Mut, sich den Herausforderungen der beruflichen Praxis zu stellen.
Das große Publikum, welches sich am Freitagabend in der Aula des Mons-Tabor-Gymnasiums einfand, um den kurzweiligen, amüsanten, aber auch zum Nachdenken anregenden Anekdoten und Erzählungen der Autorin zu folgen, wurde bestens unterhalten. Spontaner Zwischenapplaus zeigte deutlich, dass manchen Zuhörern bei den Anekdoten ähnliche Situationen oder Personen einfielen.
Durchaus kritische Töne fand Frau Freitag für die Situation der Lehrerausbildung in Berlin, ebenso wie die Ausstattung der Schulen dort. So konnte sie sich einen kleinen neidvollen Seitenhieb auf das Mons-Tabor-Gymnasium nicht verkneifen. Sie bewunderte die modernen Möbel im Lehrerzimmer und stellte dazu fest: „Will man aus den Stühlen überhaupt noch aufstehen? Ich nehme mir so einen mit.“
An diesem vergnüglichen Abend gelang es Frau Freitag in humoristischer Art und Weise, die Akzente des Alltags in einer Schule hervorzuheben. Augenzwinkernd regte sie schließlich auch dazu an, die eigene Rolle nicht immer zu ernst zu nehmen, damit das „Überleben unter Schülern“ gelingt. Pressemitteilung
Mons-Tabor-Gymnasium
