Gut besucht: Frauenfrühstück zum Internationalen Frauentag
Frauen gemeinsam für Gleichberechtigung
Wachtberg-Berkum. Ein Sitzungssaal voller Frauen - dieses Bild war sicherlich neu für Bürgermeister Jörg Schmidt. Begeistert hieß er die weibliche Gästeschar herzlich willkommen. Die Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Wachtberg, Tamara Schneider, hatte zum Internationalen Frauentag zu einem Frauenfrühstück ins Rathaus eingeladen.
Es war das erste Mal, dass dieser international für Frauen besondere Tag in Wachtberg derart feierlich gewürdigt wurde. Ein Versuch, wie Schneider und die Wachtberger Ehrenamtskoordinatorin Katja Ackermann sagten. Zusammen hatten die beiden das Frauenfrühstück initiiert. Und das war sichtlich gelungen angesichts der über 30 erschienenen Frauen. Jung und Alt, Wachtbergerinnen deutscher Nationalität, aber auch Neu-Wachtbergerinnen mit ukrainischen, syrischen und afghanischen Wurzeln saßen solidarisch zusammen. Alleine der Sprach- und Integrationskurs für aus der Ukraine Geflüchtete war mit 14 Frauen komplett vertreten. Für diese ist in ihrer Heimat der 8. März sogar ein offizieller Feiertag, sie brachten diesbezüglich also reichlich Erfahrung mit. Und nicht nur das. Da alle Teilnehmerinnen auch aufgerufen waren, etwas Landestypisches zum Frühstück mitzubringen, füllte sich das Buffet schnell mit allerlei bekannten und neu zu entdeckenden Leckereien.
Bürgermeister Schmidt verwies in seiner Begrüßungsrede auf die lange Tradition des Internationalen Frauentages. In Deutschland fand der Tag erstmals 1911 statt, zentrales Anliegen damals war das Wahlrecht für Frauen. 1918 wurde es schließlich Gesetz. „Aber“, so Schmidt, „trotz aller Erfolge… gilt es auch heute noch, die völlige Gleichstellung von Mann und Frau … zu realisieren.“ Besonderen Dank richtete er an die 14-jährige Ira Denisenko, Schülerin der Hans-Dietrich-Genscher-Schule. Die Jugendliche, die für diese Veranstaltung extra vom Unterricht freigestellt worden war, hatte für die Gemeinde Wachtberg ein Logo zum Internationalen Frauentag entworfen.
Tamara Schneider erläuterte ihre Arbeit als Gleichstellungsbeauftragte. Auch sie sagte, dass in punkto Gleichberechtigung schon einiges erreicht sei, aber einiges eben auch noch nicht. Bettina Hoffmann vom Ökumenischen Arbeitskreis stellte ihre Arbeit vor wie auch Elly Tull-Zander. Die Villiprotterin ist Präsidentin vom „Verein aktiv-unabhängiger Frauen“, einer Vereinigung, die vor 40 Jahren von namhaften Gewerkschafterinnen zur Unterstützung alleinerziehender Frauen gegründet wurde. Bundesweit aktiv ist der Verein Mitglied im Deutschen Frauenrat und setzt sich unter anderem für Rentenpunkte für Ehrenamts-, Sorge- und Pflegearbeit ein.
Resümee dieses ersten Frauenfrühstücks in Wachtberg anlässlich des Internationalen Frauentages: Bitte nächstes Jahr wieder!
Pressemitteilung
Gemeinde Wachtberg
