Allgemeine Berichte | 06.03.2018

Weltgebetstag lockte mehr als 2000 Menschen in Kirchen und Gemeindehäuser

Frauen nahmen Surinam in den Focus

Dekanin stolz auf ehrenamtliche Bewegung

Bunt geschmückte Kirchen und Gemeindehäuser, landestypische Kleidung und leckeres, meist scharf gewürztes Essen nach südamerikanischen Rezepten brachten am Wochenende beim Weltgebetstag das Leben von Frauen aus Surinam den Gottesdienstbesuchern im Rhein-Lahn-Kreis näher.privat

Rhein-Lahn-Kreis. Ganz im Zeichen des südamerikanischen Staates Surinam standen am Wochenende Kirchen und Gemeindehäuser im Rhein-Lahn-Kreis. Frauen aus dem kleinen Land an der Nordostküste Südamerikas hatten die Liturgie zum diesjährigen Weltgebetstag verfasst, der in diesem Jahr wieder mehr als 2000 Frauen und einige wenige Männer zu den ökumenischen Feiern lockte.

„Gottes Schöpfung ist sehr gut!“, war diesmal das Motto des Weltgebetstages. Wie diese in Surinam nicht zuletzt auch durch das Verhalten in Industrienationen in Gefahr gerät, wurde unter anderem thematisiert. Menschenunwürdige Produktionsbedingungen, die Abholzung des Regenwaldes, zu viel Müll und die Quecksilbervergiftung von Böden und Wasser durch den Abbau von Gold wurden in den Texten und Gebeten aufgegriffen.

„Mich macht die Weltgebetstags-Bewegung stolz“, sagte Dekanin Renate Weigel, die in der katholischen Kirche von Pohl an der Feier teilnahm und die Teilnehmenden zum Abschluss segnete. „Frauen organisieren sich international, überkonfessionell und solidarisch“, so die evangelische Theologin. Für das gemeinsame Gebet würden Grenzen überschritten und fremde Länder entdeckt. „Mit Singen und Tanzen und Essen wird deutlich, dass gemeinsame Wege mehr brauchen als den Kopf und Nachdenken. Mit Leib und Seele geht es manchmal leichter“, so Weigel, die besonders freute, dass dies nicht von Leitungspersonen und Amtsinhaberinnen zustande gebracht wird, sondern von Frauen aus den Gemeinden weltweit. „Da bin ich mit Schwestern groß und stolz und freue mich, dass auch Brüder dabei waren.“

Die politische Perspektive kommt dabei nicht zu kurz. „Lasst uns gemeinsam in unserem Alltag konkrete Wege gehen, um die Schöpfung zu bewahren“, hieß es da und : „Lasst uns unsere Regierungen, Kirchen und Familien in die Pflicht nehmen, die Erde für zukünftige Generationen zu schützen.“ Neben den Bitten und Texten bildete die Musik einen Schwerpunkt der Veranstaltungen. Die meist flotten Lieder wurden vom Band eingespielt oder auch mit Orgel, Klavier, Gitarre und Flöte begleitet. Außerdem wartete in vielen Gemeinden ein leckeres nach südamerikanischen Rezepten zubereitetes Essen auf die Gäste des Weltgebetstages.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde er in den USA und Kanada als Ausdruck internationaler Frauensolidarität von christlichen Frauen gegründet. Aus ihrem konfessions-übergreifenden Gebet ist die größte ökumenische Bewegung weltweit entstanden. Die Liturgien werden immer noch von Frauen der jeweiligen Gastgeberländer zusammen gestellt. In der Mehrzahl wird er auch im Dekanat Nassauer Land vom weiblichen Geschlecht vorbereitet; allerdings nahmen am Wochenende auch einige Herren an den Gebetstreffen teil. Pressemitteilung

Dekanat Nassauer Land

Bunt geschmückte Kirchen und Gemeindehäuser, landestypische Kleidung und leckeres, meist scharf gewürztes Essen nach südamerikanischen Rezepten brachten am Wochenende beim Weltgebetstag das Leben von Frauen aus Surinam den Gottesdienstbesuchern im Rhein-Lahn-Kreis näher.Foto: privat

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