Evangelische Kirche Mendig
Frauenpower für globale Gerechtigkeit
Weltgebetstag - Frauen aller Konfessionen feiern gemeinsam
Mendig. Am 3. März laden Frauen weltweit zu ökumenischen Gottesdienstfeiern ein. Allein in Deutschland werden hunderttausende Besucherinnen und Besucher erwartet. Seit Ende des 19. Jahrhunderts hat sich der Weltgebetstag zur größten ökumenischen Frauenbewegung weltweit entwickelt. Jedes Jahr laden christliche Frauen eines anderen Landes am ersten Freitag im März zum Weltgebetstag. In allen Weltregionen werden diese Gottesdienste vorbereitet von Frauen unterschiedlichen Alters, Herkunft und Konfessionen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für ökumenisches Miteinander und mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche. Der Weltgebetstag führt auf die Philippinen, in ein katholisch geprägtes Land mit 7.107 Inseln. Auf dem Archipel im Pazifischen Ozean finden sich neben Naturschönheiten und Weltkulturerbe auch zerstörerische Naturgewalten, interne Konflikte und von Menschen verantwortete Umweltkatastrophen. Trotz Ressourcenreichtums herrscht eine krasse Ungleichheit, die bis in die spanische Kolonialzeit zurückgeht. Wohlstand, Macht und Einfluss konzentrieren sich auf wenige Familienclans. Große Teile der Bevölkerung leben in Armut. Wer sich für Menschenrechte, Umweltschutz, Landreformen oder die indigene Bevölkerung engagiert, lebt oft gefährlich – und das schon lange vor Amtsantritt des umstrittenen Präsidenten Duterte im vergangenen Jahr. In Mendig wird der Weltgebetstag traditionsgemäß im Wechsel in den verschiedenen Kirchengemeinden gefeiert. Gemeinsam haben katholische und evangelische Frauen den Gottesdienst, nach den Ideen von Frauen der Philippinen unter dem Motto „Was ist denn fair?“, vorbereitet. Zu diesem Gottesdienst sind alle Frauen am Freitag, 7. März um 18 Uhr in die evangelische Kirche in Mendig eingeladen. Ein gemeinsames Beisammensein im evangelischen Gemeindehaus bietet im Anschluss Raum und Zeit zum Austausch und zum Kennenlernen.
