Allgemeine Berichte | 17.10.2018

Prozess nach Misshandlungen in der Kita Antweiler beendet

Freispruch für ehemalige Kita-Leiterin

In den Jahren 2012/2013 soll es zu Misshandlungen von Kindern in der Kita „Regenbogen“ in Antweiler gekommen sein. Foto: Archiv/CF

Koblenz/Antweiler. Der Prozess gegen die ehemalige Leiterin der Kita Regenbogen in Antweiler vor dem Landgericht Koblenz wurde am Montag, 15. Oktober, beendet. Das Verfahren gegen die Beschuldigte Gisela N. wurde Anfang September nach einem Hilfsbeweisantrag (wir berichteten) abgetrennt. Diese stand zuletzt wegen unterlassener Hilfeleistung an Kindern vor Gericht. Gisela N. war nach Auffassung des Gerichts dabei, als ihre damalige Mitarbeiterin einen Jungen zum Essen gezwungen hatte. Dennoch wurde die noch verbliebene Angeklagte von dem ihr zu Last gelegten Vorwurf freigesprochen, weil ein Sachverständigengutachten zu dem Ergebnis kam, dass nicht auszuschließen ist, dass Gisela N. aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage war, ihre Umwelt und damit auch den betreffenden Vorfall in der Kita wahrzunehmen. Das psychiatrische Gutachten attestierte, dass die ehemalige Leiterin der Kindertagesstätte in Antweiler zum Tatzeitpunkt unter schweren Depressionen litt. Aufgrund ihrer seelischen Krankheit sei diese daher nicht schuldfähig. Das Ergebnis des eingeholten Sachverständigengutachtens hatte zufolge, dass nicht nur die Verteidigung, sondern auch die Staatsanwaltschaft Freispruch beantragt hatten. -CF-

In den Jahren 2012/2013 soll es zu Misshandlungen von Kindern in der Kita „Regenbogen“ in Antweiler gekommen sein. Foto: Archiv/CF

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