Allgemeine Berichte | 14.11.2017

Bahnhof „Utopia“ Ein Projekt der Kunst, Kultur und Begegnung

Fremde wurden vertrauter

Flüchtlinge und Einheimische aller Altersgruppen nahmen an dem Projekt teil. CAM

Bad Ems. „...wenn zum Beispiel ein Fremder einen Bekannten hat, so muss ihm dieser Bekannte zuerst fremd gewesen sein, aber durch das gegenseitige Bekanntwerden sind sich die beiden nicht mehr fremd. (Karl Valentin)

Ein schönes Zitat und gleichzeitig das Motto eines gelungenen Projektes in Bad Ems. Ein Projekt der Kunst, Kultur und Begegnung. Über mehrere Wochen probierten sich Flüchtlinge und Einheimische aller Altersgruppen in verschiedenen Workshops aus. Im Kunstkurs wurden bunte Plakate gestaltet, die in ganz Bad Ems zu sehen waren. Nebenbei ist eine Big Band im Musikkurs entstanden, bei denen sich Instrumente aller Art wiederfanden. Das unter der Leitung von Sebastian Wittig. Von Bläsern wie Posaune oder Trompete.

Astrid Sacher erklärt beim Theaterkurs, was und wie man sich mit dieser Form von Kunst ausdrücken kann. „Man kann Geschichten erzählen oder Fragen stellen, die Mitmenschen zum Nachdenken oder Lachen bringt.“

Auf der Homepage von „Bahnhof Utopia“ sind Fotos des Projektes zu sehen. Der Höhepunkt des Projektes fand jedoch am 21. und 22. Oktober statt, in der alten Zentrale in Ems. Diese wurde für das Projekt in einen Bahnhof verwandelt. Mit Gleis und Wartebänken. Für die zahlreichen Besucher gab es Einblicke in das, was in den Workshops entstanden ist. Außerdem trat der „Zirkus der Nation“ mit Christoph Heiner auf. Eine Gruppe von Kindern, die Kunststücke einstudiert hatten. Am Samstagabend gab es dazu noch ein Popkonzert, mit einem Auftritt von der Band „Tonspuren“ und mit „Prompt-Die Kultband!“

Der Namen des Projektes ist auch bewusst gewählt. „Bahnhof“ steht für einen Ort der Begegnung und „Utopia“ vom Wort „Utopie“. Das bedeutet: „Eine Idee, die so wirklichkeitsfern oder fantastisch ist, dass man sie nicht verwirklichen kann“ ist. Das hat das Projekt jedoch geschafft! An diesem Wochenende wurden Fremde vertrauter und willkommen geheißen. Das Projekt ist aber noch nicht vorbei. Die Workshops werden gehen weiter und weitere Veranstaltungen der nächsten Jahre sind in Planung.

Am Ende des Projekts zeigten die Teilnehmer den Besuchern, was sie gelernt hatten.

Am Ende des Projekts zeigten die Teilnehmer den Besuchern, was sie gelernt hatten.

Musik verband alle Teilnehmer.

Musik verband alle Teilnehmer.

Flüchtlinge und Einheimische aller Altersgruppen nahmen an dem Projekt teil. Fotos: CAM

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