Gräbersegnung an Allerheiligen in Koblenz
„Freut euch und jubelt: denn euer Lohn wird groß sein im Himmel“
Koblenz. Allerheiligen ist ein sehr alter katholischer Feiertag. Er geht auf einen Gedenktag zu ehren aller heiligen Martyrer im vierten Jahrhundert zurück. Ein alter Brauch ist es, anlässlich von Allerheiligen die Gräber der Verstorbenen aufzusuchen. Denn Christen wissen sich mit den Verstorben verbunden, von denen und für die sie hoffen, dass sie durch Christus erlöst sind und ihr Leben bei Gott führen.
Aus diesem Grund finden am Nachmittag des Allerheiligentages die Gräbersegnungen statt. So auch in Koblenz, wo die Pfarreiengemeinschaft Innenstadt-Dreifaltigkeit die Gläubigen vor die Trauerhalle des Koblenzer Hauptfriedhofs in der Beatusstraße zu einer Andacht mit Gräbersegung eingeladen hatte. Dieser Einladung sind ca. 100 Gläubige gefolgt, um mit Pater Xavier Manikathan den Allerheiligentag wie all die Jahre zuvor mit einer Andacht und der Segnung der Gräber zu begehen.
Die Gläubigen erfuhren bei der Andacht, das Allerheiligen meist als ein trauriger Tag im Gedenken an die Toten angesehen wird, obwohl es doch bei diesem Fest, um die Hoffnung über den Tod hinaus geht, die an diesem Tag aufstrahlt.
„Wenn wir die Gräber auf dem Friedhof segnen, dann ist das ein sinnfälliger Ausdruck unseres Glaubens: Wir beten, dass unsere Verstorbenen Gott von Angesicht zu Angesicht schauen, und wir glauben, dass sie im Tod von Gottes Nähe umfangen sind.“
Die Kerzen auf den Gräbern sind ein Symbol für die Gegenwart Gottes und sollen gleichzeitig an den geliebten Menschen, auf dessen Grab es leuchtet erinnern.
