Cochem feierte Heimat- und Weinfest
Fröhliches Stelldichein mit bestem Moselwein
Großer Festumzug und hervorragende Musikunterhaltung lockten
Cochem. Es waren auch beim diesjährigen Heimat- und Weinfest der Kreismetropole wieder mehrere Tausend Besucher, die sich trotz umständehalber abgesagtem Großfeuerwerk auf der trefflich eingerichteten Weinmeile drängten. Dafür sorgten neben optimalen Wetterbedingungen und einem hervorragenden Unterhaltungsangebot überdies die leckeren Weine der Gastgeber, die in ihrer ganzen Vielfalt überzeugen konnten. Demzufolge war die Nachfrage nach den moselländischen Kellererzeugnissen auch erwartungsgemäß wieder hoch, was den Gastgebern und Helfern, trotz fünftägigem Volleinsatz, doch immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zauberte.
Bereits am Donnerstag war an den Weinständen auf dem Marktplatz hoher Arbeitseinsatz gefragt, denn schon vor der offiziellen Eröffnung am darauffolgenden Tag konnte man hier zur Musik von „Crossbeat“ die ersten Korken knallen lassen. Nach dem offiziellen Startschuss durch Stadtbürgermeister Walter Schmitz am Freitag nahm die Festveranstaltung dann richtig Schwung auf. Zu diesem Zeitpunkt herrschte auf dem Marktplatz wie im Bereich der Moselpromenade großer Besucherandrang, der kaum noch einen Steh-, geschweige denn einen Sitzplatz bot. Während die Kultband „Top Four“ die Moselpromenade rockte, gab es „Oldies but Goldies“ vom MV Cochem auf der Rathausbühne. Mit der traditionellen Orgelmatinee in der Pfarrkirche St. Martin läutete man den Festsamstag ein, bei dem abends zu toller Unterhaltungsmusik von den „Rusty Bones“, „Celebration“, „Micado“ und „Zündstoff“ das Moselstädtchen fast aus allen Nähten platzte.
Festumzug lockte die Gäste in Scharen
Der Sonntag sah zunächst ein Festhochamt unter Beteiligung der Bürgerwehr und der Weinmajestäten vor, bevor am frühen Nachmittag der große Weinfestumzug anstand. Dabei zogen zahlreiche Fußgruppen, Motiv- und Festwagen aus nah und fern in einem zwei Kilometer langen farbenfrohen Lindwurm durch die Stadt und wurden dabei von Fanfarenkorps, Spielmannszügen und Musikvereinen musikalisch und dem Applaus von unzähligen Schaulustigen begleitet. Die lockt jenes bunte Umzugsspektakel schon seit vielen Jahren nach Cochem, und sie zeigten sich auch von dem diesjährigen auf Nachfrage wieder überaus angetan. War der Festumzug am Conder Moselufer gestartet, so endete er rund eine Stunde später nach dem Überqueren der alten Moselbrücke und des Endertplatzes vor der Rathausbühne, wo sich die Teilnehmer dann einmal mehr unter das weinfröhliche Besuchervolk mischten. Zur tollen Musikunterhaltung traten in der Folge die „Hunsrückmusikanten“ aus Lieg, die „Swingin‘ Brass Band“, „Sing OK“, die „Winzerkapelle“ Pommern, „Crossbeat“ sowie „SugarBeat“ auf.
Der Montag stand ganz im Zeichen der Musik
Auch der Montag bot als letzter Festtag noch einmal das volle Programm in Sachen Weinverkostung und Musikunterhaltung. Die „Top Four“ rockten diesmal bei der alljährlichen „After-Work-Party“ den Marktplatz, nachdem zuvor die „Vlierländer Musikanten“ zum Tanz aufgespielt hatten. Im Bereich der Moselpromenade setzen „Micado“ und „Mama said“ noch einmal musikalische Akzente, bevor ein traumhaftes Weinfest in den späten Abendstunden ausklang. TE
Schottische Klänge zum Weinfest. Die „Moselkrampen Lowland Pipers“ sind aus Ediger-Eller.
Auch die Brauchtumspflege in bunten Kostümen mit Tanzeinlagen war ein echter Hingucker.
Einen freundlichen Biedermeier-Gruß entbot dieses schicke Paar aus dem 19. Jahrhundert.
