Allgemeine Berichte | 18.02.2020, 16:54 Uhr

Dritte Auflage von „Kultur im Backes – närrisch“ in Westum

Frohsinn, Bloot- woosch und rote Rosen

Katholische Erwachsenenbildung St. Peter und die Hellenbacher Jonge e.V. präsentierten Karneval nach alter Art

Hans-Hubert Decker berichtete von seinen Erfahrungen mit Computer und Internet. Fotos: privat
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Westum. Tuchfühlung war angesagt bei der dritten Auflage von „Kultur im Backes – närrisch“, zu der die Katholische Erwachsenenbildung St. Peter Westum und die Hellenbacher Jonge e.V. eingeladen hatten, um miteinander zu singen und witzige Vorträge zu hören. Sogar auf den Treppenstufen wurde Platz genommen.

Eine gute Stimmung herrschte von Anfang an, auch wenn es am Beginn für ein paar Minuten gedämpfter zuging. Georg Alfter, Leiter der KEB St. Peter Westum, bat um ein stilles Gedenken an den kürzlich verstorbenen Organisten und musikalischen Leiter der Hellenbacher Jonge, Rainer Schumacher, und den erkrankten Vorsitzenden Ignaz Gemein. Mit dem Lied „Minsche wie mir don kriesche un laache“ wurde der Übergang zum Programm geschaffen, das wie in den letzten Jahren vom Publikum mitgestaltet wurde. Das Singen bekannter Karnevalslieder wurde einige Male unterbrochen durch Vorträge, denen aufmerksam gelauscht wurde. „Backes und Bayreuth haben viel Gemeinsames – nicht nur das B, sondern auch beengtes Sitzen und Lohengrin“. Glücklicherweise dauerte die kölsche Variante (vorgetragen von Georg Alfter) keine vier Stunden, denn es warteten noch weitere Höhepunkte auf das Publikum.

Dorothee Surges erzählte als „Außerirdische“ von ihrem ersten Besuch auf unserem Planeten und ihrer Begegnung mit einem faszinierenden Wesen, das Westumern und Löhndorfern sehr bekannt vorkam. Viel zu lernen hatte auch Hans-Hubert Decker, der erfahren musste, dass sein Enkel die viel größere Kapazität am PC ist als er. Manches kam einem richtig bekannt vor. Groß war die Freude, als der Westumer Karnevalsprinz Rudi I. als Gast erschien und bis zum Schluss bei seinen gut gelaunten Untertanen blieb. Mit dem Lied „Blootwoosch, Kölsch un e lecker Mädche“ wurde in die Pause gestartet, und es wurden kleine Häppchen mit Blutwurst verteilt, die offensichtlich allen mundeten. Und weiter ging es danach mit einem „Pantoffelhelden“, dargestellt von Winfried Kraatz. Sein Bericht aus dem Eheleben sorgte für große Heiterkeit, bevor danach wieder kräftig gesungen und geschunkelt wurde. Hans-Hubert Decker machte sich anschließend daran, dem Publikum die Einzelheiten des Fußballspiels auf eine besondere Art und Weise zu erklären. Ganz anders waren die Erlebnisse von Ursula Alfter als junger Hausfrau ohne Ahnung vom Kochen und Backen. Trotz fortgeschrittener Zeit konnten sich alle Vortragenden über große Aufmerksamkeit freuen, sogar als es als Zugabe noch etwas über den verpatzten Wohnwagenurlaub (Hans-Hubert Decker) oder die Weinflasche als „Wanderpokal“ (Ewald Sonntag) zu hören gab. Ein besonderer Clou der Hellenbacher Jonge war das Überreichen einer roten Rose zum Valentinstag an alle anwesenden „Mädche“. Ganz spontan wurde „Rut sin de Ruse“ angestimmt und für diese nette Geste herzlich gedankt. Das war „Fastelovend wie früher“ – fröhlich, harmonisch, fast familiär. Georg Alfter bedankte sich bei den Hellenbacher Jonge für die musikalische Führung, allen Anwesenden fürs Mitmachen und wünschte einen guten Heimweg nach diesem vergnüglichen Abend sowie weiterhin frohe Karnevalstage.

Auch Prinz Rudi I. kam gern vorbei.

Auch Prinz Rudi I. kam gern vorbei.

Hans-Hubert Decker berichtete von seinen Erfahrungen mit Computer und Internet. Fotos: privat

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