Zentrale Fronleichnamsprozession der Pfarreiengemeinschaft Kaisersesch
Fronleichnam in Martental
Leienkaul. Ein knappes halbes Jahr ist Pfarrer Michael Wilhelm jetzt der leitende Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Kaisersesch, und er setzt bereits eigene Akzente. Die Idee der zentralen Fronleichnamsprozession in Maria Martental fand dabei die breite Zustimmung der Gläubigen. Viele machten sich 60 Tage nach Ostern auf den Weg zur Klosterkirche und Pater Krupa strahlte. „Autoschlangen in Maria Martental deuten auf einen erfolgreichen Festtag Fronleichnam hin.“ Was wird überhaupt an diesem Fronleichnamsfest in der Eifel gefeiert? Die Katholiken verehren die heilige Eucharistie, also die Umwandlung von Brot und Wein in der Messfeier in Leib und Blut Christi. Das Fest erinnert an das letzte Abendmahl, das letzte Gemeinschaftsmahl Jesu mit seinen Jüngern am Abend vor seinem Tode. Zunächst feierten Pfarrer Wilhelm und Pater Krupa in der Wallfahrtskirche einen sehr festlichen Gottesdienst mit vielen Kindern des Kommunionjahrgangs 2022. Musikalisch wurde das Hochamt von der Singgruppe Leienkaul unter der Leitung von Trudi Klinkner und dem Musikverein Nachtsheim begleitet. Begeistert machten die Kinder und Erwachsenen mit Gestik und Mimik bei den Liedbeiträgen mit. „Ein richtiges, tolles Fest“, resümierte Diakon Michael Przesang. In seiner Predigt ging Pater Krupa auf die lange Tradition dieses Fronleichnamsfestes ein und zeigte den Kindern und anderen Gläubigen Orte auf, in denen Fronleichnam auf unterschiedliche Art und Weise gefeiert wird. Er beschrieb Erinnerungen an seine Studentenzeit in Ost-Polen und erzählte von den paar tausend Menschen, die Fronleichnam in der Hauptstadt Berlin feiern werden. Zum Schluss seiner Predigt sprach er dann zu den Gottesdienstbesuchern: „Egal ob wir in einem kleinen Dorf in Ost-Polen oder in Berlin oder hier in der Eifel Fronleichnam feiern, uns Katholiken ist bewusst, dass dieses Fest eine der wichtigsten und zentralsten Wahrheiten unseres Glaubens herausstellt. Gott ist für uns da.“ Nach der Eucharistie war dann der große Moment für den kleinen Jannis gekommen. Er durfte im Beisein der anderen Kommunionkinder die erste heilige Kommunion von Pfarrer Wilhelm empfangen. Nach dem Gottesdienst fand die Prozession um die Klosterkirche herum statt. Pfarrer Wilhelm trug als sichtbares Zeichen eine Monstranz mit einer geweihten Hostie. Die Prozession machte Station an geschmückten Altären, wo aus den Evangelien vorgelesen, Fürbitte gehalten und mit dem eucharistischen Brot der Segen erteilt wurde. Nach dem feierlichen Umzug konnten sich die vielen Kinder und Prozessionsteilnehmer mit kühlen Getränken und Schnitzelbrötchen, die Gemeindereferent Markus Alt mit den Firmlingen zum Verzehr anbot, stärken. Nach der Pandemie war dies noch einmal ein schöner Auftakt für das Zusammenwachsen der Pfarrgemeinden in der Pfarreiengemeinschaft Kaisersesch.
