Volkesfelder Chor „Taktvoll“ verwandelte das Dorfgemeinschaftshaus in ein „Bistro mit Chorgesang“
Frühstück im Takt
Volkesfeld. Dass die pfiffige Idee des Volkesfelder Chores „Taktvoll“, am Sonntagmorgen zu einem Frühstückskonzert ins Dorfgemeinschaftshaus einzuladen, zahlreiche Besucher anlockte, verwunderte wohl niemanden. Und dass dieses außergewöhnliche Konzert bereits nach wenigen Tagen ausverkauft war, ist ebenso gut nachvollziehbar, denn schließlich handelt es sich bei dem Chor um einen hochkarätigen Klangkörper, der sich unter dem Dirigat seines Chorleiters Markus Schlaf mit seinem ebenso erfrischenden wie abwechslungsreichen Repertoire weit über die Region hinaus einen hervorragenden Namen gemacht hat.
„Willkommen zum ersten musikalischen Frühstück in der Geschichte von Volkesfeld“, mit diesen Worten brachte die höchst engagierte Sängerin und coole Moderatorin Katrin Schumacher höchstwahrscheinlich eine Idee ins Rollen, die noch viele Nachahmer finden dürfte. Wer jedoch dieses Event toppen will, muss sich wahnsinnig anstrengen, zumal die Sängerinnen und Sänger nicht nur mit einem höchst anspruchsvollen Programm aufwarteten, sondern sich auch als perfekte Gastgeber erwiesen, die für ihre „Fans“ ein Frühstücksbüffet gezaubert hatten, bei dem so mancher professionelle Caterer vor Neid hätte erblassen können. Übrigens hatten die Sänger die dargebotenen Lieder selbst ausgesucht und damit ihren Chorleiter offensichtlich ein wenig ins Schwitzen gebracht. „Deshalb gilt unser Dank und unser Respekt Markus Schlaf, der den Mut und die Zuversicht aufbrachte, die mitunter recht schwierigen Stücke in relativ kurzer Zeit mit uns zu proben“, so Katrin Schumacher.
Bevor der Chor das musikalische Frühstück mit Leonhard Cohens „Hallelujah“ mehrstimmig und in englischer Sprache eröffnete, gratulierten alle Sänger/-innen gemeinsam mit dem Publikum den beiden Chormitgliedern Claudia Schlich und Helga Sonderkamp mit einem gemeinsam intonierten „Happy birthday!“. Den nachfolgenden Song „Send my Love“ der englischen Sängerin Adele „würzte“ eine beeindruckende Gitarre- und Cajon-Begleitung und auch die atemberaubende Interpretation von „Nothing else matters“ der Hardrock-Band Metallica“ trug die ganz persönliche Handschrift von Markus Schlaf und seinen Sängern. Nothing else matters“ ist wohl der persönlichste Song, den der Rhythmusgitarrist und Sänger James Hetfield wahrscheinlich je geschrieben hat. Eigentlich wollte er das Stück gar nicht veröffentlichen, doch schließlich wurde die Ballade zum erfolgreichsten Metallica Song überhaupt. Nach diesen musikalischen Leckerbissen eröffneten die Gastgeber ein von ihnen zubereitetes und appetitanregendes Frühstücksbüffet, das ebenfalls keine Wünsche offenließ! Frisch gestärkt ging es in die zweite Runde, die von „Taktvoll“ mit seiner nicht zu toppenden Gesangsfreude scheinbar spielend dargeboten wurde und Lieder wie „Fields of gold“ von dem britischen Musiker und Sänger Sting zu einem ebenso musikalischen Hochgenuss machten, wie das in schwedischer Sprache besonders einfühlsam dargebotene Lied „Gabriellas Sang“ aus dem Kinofilm „Wie im Himmel“. Auch das äußerst schwierige, in afrikanischer Sprache performte Stück „Baba yetu“, bei dem Lars Scharrenbrach als Solist brillierte, meisterte die eingeschworene Gesangsgruppe bravourös. Baba Yetu ist ein musikalisches Werk des Komponisten Christopher Tin. Er komponierte es im Jahr 2005, als der Computerspiel-Designer Soren Johnson ihn darum bat, einen Titelsong für das Computerspiel Sid Meier’s Civilization IV zu schreiben.
Weiter ging es mit den kräftigen und äußerst melodischen Männerstimmen von Willi Scharrenbach und Sohn Lars, die mit der Originalversion von „Candle in the Wind (Elton John) ebenso begeisterten, wie mit „Hück steiht de Welt still“, einem eher nachdenklich stimmenden Lied der Kölner Mundartband Cat Ballou.
Selbstverständlich darf bei einem Taktvoll-Konzert der „Ohrwurm“ „Mona Muh“ von der A-capella-Gruppe „Maybebop“ nicht fehlen und nachdem die letzten Töne von Peter Maffey´s „Hallelujah“ verklungen waren, riss es die Zuschauer spontan von den Stühlen und während sie sich mit nicht enden wollenden Standing Ovations für die großartige Leistung des Chores bedankten, revanchierte dieser sich gleich mit drei Zugaben!
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Willi Scharrenbach (Gitarre) und Sohn Lars (Klavier) überzeugten mit ihren kräftigen und ausdrucksstarken Stimmen.
Für die beiden Sängerinnen Claudia Schlich und Helga Sonderkamp gab es zum Geburtstag Blumen und ein Ständchen.
Die Sängerin und Moderatorin bedankte sich bei Chorleiter Markus Schlaf mit einem „süßen“ Präsentkorb.
