Jüdischer Friedhof in Siegburg
Führung
Siegburg. Am Freitag, 12. April von 14 bis 15 Uhr, findet wieder die gerne nachgefragte Führung über den jüdischen Friedhof in Siegburg statt. Wie schriftliche Zeugnisse beweisen, existierte in Siegburg unter dem Schutz der Abtei bereits Ende des 12. Jahrhunderts eine jüdische Gemeinde. Nach mehreren Jahrhunderten der Abwesenheit siedelte sie sich zum Ende des 17. Jahrhunderts in der Holzgasse wieder an, wo sich unter anderem die Synagoge und das Ritualbad (Mikwe) befanden. Vor allem der alte jüdische Friedhof an der Heinrichstraße stellt mit seinen circa 350 Grabstellen ein noch heute sichtbares Zeichen für die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Siegburg dar. Obwohl er vermutlich schon im Mittelalter an dieser Stelle bestand, wird der älteste Grabstein auf das Jahr 1696 datiert, die Belegungszeit erstreckt sich bis ins 20. Jahrhundert.
Bei dem Rundgang sollen sowohl die Geschichte der jüdischen Gemeinde als auch einige besondere Grabstätten sowie jüdische Bestattungsriten im Allgemeinen vorgestellt werden.
Treffpunkt zu der Führung ist vor dem Eingangstor an der Heinrichstraße, 53721 Siegburg. Die männlichen Teilnehmer werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen. Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Eine verbindliche Voranmeldung beim Kreisarchiv, über Tel. (0 22 41) 13 -29 28 oder per E-Mail gedenkstaette@rhein-sieg-kreis.de ist erforderlich. Die maximale Anzahl der Teilnehmenden sind 25 Personen. BA
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