-Anzeige- Fast 1750 Teilnehmer beim 15. Griesson-de-Beukelaer-Stadtlauf in Polch
Für Judith Wirth geht es bald nach Hawaii
Polch. Als sich Judith Wirth am Sonntag mit dem Auto über die A48 auf den Weg in Richtung Polch machte, traute sie ihren Augen nicht, als sie ihrem Ziel näher und näher kam. Durch den für das Maifeld so typische Bodennebel ließ sich die Stadt aus der Ferne nur erahnen - und das eine Stunde vor dem Start des 15. Griesson-de-Beukelaer-Stadtlaufs. Nicht nur Judith Wirth, sondern auch die anderen fast 1750 Teilnehmer fühlten sich wie in einen Edgar-Wallace-Film zurückversetzt.
„Ich dachte mir im Vorfeld nur, hoffentlich stolperst du nicht und wirst zum Gespött der Leute“, erklärte die 32-jährige Triathletin, die für SRL Triathlon Koblenz startet und den Lauf als willkommene Vorbereitungseinheit angesehen hatte. Den „Champions Run“ bei den Frauen über zehn Kilometer, an dem nur die schnelleren Läuferinnen teilnehmen durften, entschied sie in 41:35 Minuten überlegen vor Jenny Zerwas (44:36) und Lokalmatadorin Anna Klara Klöckner von der ausrichtenden LG Maifeld Pellenz (46:12) für sich.
Im Ziel wirkte Judith Wirth, Lehrerin an der Realschule in Daun (kurioserweise nicht für Sport, sondern für Biologie und Chemie), ziemlich entspannt, obwohl stressige Wochen hinter ihr lagen und gerade im Oktober noch vor ihr liegen. Am Samstag, 9. September, hat sie geheiratet, nicht ohne morgens zu trainieren und dann noch schnell zum Friseur zu gehen. In Polch war ihre bessere Hälfte, Marco Kather, sozusagen als Trainer, Betreuer und Ehemann in Personalunion mit dabei. Ihre Flitterwochen verbringen die beiden frisch Verheirateten auf Hawaii, schließlich hat sich Judith Wirth Anfang August im niederländischen Maastricht für den legendären Ironman in ihrer Altersklasse W30 qualifizieren können.
„Ja, es ist für mich wie ein Traum, vor allem deshalb, weil ich erst vor zweieinhalb Jahren mit dem Triathlon angefangen habe“, gab sie einen kurzen Einblick in ihr Seelenleben.
Am Montag, 2. Oktober, dem ersten Tag der Herbstferien in Rheinland-Pfalz, hebt der Flieger ab. Knapp zwei Wochen später, am Samstag, 14. Oktober, steht Judith Wirth auf Hawaii am Start, um 3,8 Kilometer zu schwimmen, 180 Kilometer mit dem Rad zu fahren und 42,195 Kilometer zu laufen - bei brütender Hitze und starken Winden, allerdings ohne Bodennebel. Mit Hitze kennt sich auch Ahferom Teame aus, der beim „Champions Run“ der Männer über zehn Kilometer (sechs Runden durch die Stadt mit jeweils 1,6 Kilometern) nach 34:40 Minuten als erster Läufer die Ziellinie überquerte.
Auf den Plätzen zwei und drei folgten Oliver Ewen (PST Trier) in 34:45 und Axel Gürntke vom TuS Wallmerod in 35:14 Minuten. Der 18-jährige Teame stammt aus Eritrea, lebt erst seit einem halben Jahr in Deutschland und startet für den SSV Almersbach. Er zeigte sich mit seiner Zeit sehr zufrieden. In Buchholz hatte er ebenfalls den ersten Platz belegt, beim Lauf „Rund um den Laacher See“ reichte es zum zweiten Platz.
Einen „Champions Run“ gab es auch über fünf Kilometer (drei Runden durch die Stadt á jeweils 1,6 Kilometer). Bei den Frauen nutzte Jana Krämer von der LG Maifeld ihren Heimvorteil (19:59), bei den Herren war Jannik Weiß aus Lahnstein, der für die LG Rhein-Wied startet, nicht zu schlagen.
„Das war mein erster Lauf nach einer dreiwöchigen Pause. Von daher bin ich auch ohne große Erwartungen an den Start gegangen und nur nach Gefühl gelaufen“, erklärte der junge Mann, der sich von der Atmosphäre in Polch (wieder einmal) begeistert zeigte. „Es ist echt cool hier, nur geil“, wählte er die Worte, die Menschen in diesem Alter nun mal in den Mund nehmen. „Es zieht mich nach Polch. Wenn du die Wahl hast zwischen einem Stadtlauf und einem Stadtlauf mit Keksen, dann ist für mich klar, wofür ich mich entscheide.“ Im Mittelpunkt stand dennoch der Breitensport, bei den Voranmeldungen waren immerhin 700 Kinder und Jugendliche dabei, die sich vor oder nach ihrem Lauf auf der Hüpfburg oder am Kletterwürfel austoben konnten. „Mit der Resonanz beim Nachwuchs sind wir wirklich sehr zufrieden“, freute sich Claudia Flick vom veranstaltenden Münz-Team. Es gab auch einen Sonderwettbewerb für Schulen. Bei den Grundschulen stellte die Grundschule St. Georg in Polch mit 56 Kindern die meisten Teilnehmer, bei den weiterführenden Schulen die in Polch beheimatete IGS Maifeld (86 Starter). Da machte sich der Heimvorteil wohl bemerkbar. Nachdem sich der Nebel am frühen Nachmittag verzogen hatte, legte auch Judith Wirth noch eine Extraschicht ein und startete beim Jedermannlauf. Schließlich will sie sich nicht nachsagen lassen, für ihren ersten Start beim Ironman auf Hawaii in der intensiven Vorbereitungsphase nicht alles getan zu haben.
In diesem Moment lag Jannik Weiß, der Sieger beim „Champions Run“ über fünf Kilometer, noch an zweiter Stelle.
Judith Wirth hat sich Anfang August im niederländischen Maastricht für den legendären Ironman in ihrer Altersklasse W30 qualifizieren können und geht im Oktober in Hawaii an den Start.
Es ist vollbracht: Ahferom Teame aus Eritrea erreicht beim „Champions Run“ über zehn Kilometer das Zielband.l
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