Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler
Für Notfallpatienten steht rund um die Uhr ein CT bereit
Krankenhaus Maria Hilf hat einen zweiten Computertomographen angeschafft
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Krankenhaus Maria Hilf wurde kürzlich ein zweiter Computertomograph (CT) installiert. „Wir brauchen diesen zusätzlichen CT, weil wir zunehmend CT-geführte Operationen und Eingriffe vornehmen, bei denen ein Patient für längere Zeit im Computertomographen liegt“, berichtet Dr. Felix Schoth. "Mit dem zweiten CT steht jetzt rund um die Uhr ein Gerät zur Diagnostik von Notfallpatienten zur Verfügung", so der Chefarzt der Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie. Davon profitieren zum Beispiel Patienten, die mit Verdacht auf einen Schlaganfall in das Krankenhaus eingeliefert und schnellstmöglich im CT untersucht werden müssen. Denn für den günstigen Verlauf eines Schlaganfalls ist die schnelle und kompetente Diagnose und Therapie entscheidend. Aber auch für Opfer schwerer Unfälle ist es wichtig, zeitnah im CT untersucht zu werden. Und das ist jetzt möglich, während das andere Gerät genutzt wird, um Operationen und Eingriffe durchzuführen.
Dr. Felix Schoth bietet solche CT-gestützten Interventionen zum Beispiel für Biopsien, Abszessdränagen oder für die Radiofrequenzablation an. So entnimmt er unter CT-Kontrolle aus tief im Körper liegenden Geweben mit einer Biopsienadel Proben. „Das erspart den Patienten häufig eine Operation unter Vollnarkose. Bei dem Eingriff im CT reicht oftmals eine örtliche Betäubung, damit sie keine Schmerzen erleiden“, so Dr. Felix Schoth. Die Patienten bleiben nach einer solchen Biopsie in der Regel eine Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus. Dr. Felix Schoth behandelt auch Patienten, bei denen sich ein Abszess im Körper gebildet hat. Dank der Bildgebung im CT kann er die Eiteransammlung punktgenau ansteuern und über eine Dränage ableiten. „Das unterstützt den Heilungsprozess“, so Dr. Felix Schoth.
Mit einer speziellen Hitzebehandlung, der Radiofrequenzablation, die Dr. Felix Schoth ebenfalls durchführt während der Patient im CT liegt, zerstört er gezielt Tumore. Diese werden millimetergenau angestochen und dann mit speziellen Sonden erhitzt. Für welche Patienten diese schonende Behandlung geeignet ist, wird in der regelmäßig tagenden interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen. Die Computertomographie wird auch im Rahmen des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) für ambulante Patienten genutzt. Dafür können diese sich wie auch für alle anderen radiologischen Untersuchungen wie Röntgen, Knochenszintigramm, Mammographie oder Magnetresonanztomographie (MRT) von ihrem niedergelassenen Arzt überweisen lassen. Einen Termin können Interessierte unter Tel. (0 26 41) 83 55 60 im Sekretariat der Radiologie vereinbaren.
