Musikverein Löf veranstaltete „Musik-Wein-Kultur-pur“
Für ein Wochenende lag Paris an der Mosel
Löf. Er hätte bei dem internationalen Musikwettbewerb „Eurovision song contest“ die volle Punktzahl „douze points“ (zwölf Punkte) verdient. Auch in diesem Jahr ging das Konzept des Musikvereins Löf bei der Veranstaltung „Musik-Wein-Kultur-pur“ voll auf und ihre Erfolgsgeschichte weiter. Unter dem Titel „Moulin rouge“ luden die Orchestermusiker und ihr Dirigent Reinhard Lisecki zu einem Konzert ein, das in musikalischen Lettern von der Liebe und der Lust am Leben in Paris erzählte. „Avec plaisier“, mit Vergnügen nahmen die Besucher diese Einladung in die Sonnenringhalle an.
Schon am ersten Tag des Vorverkaufs Anfang April waren alle Karten für das Samstagskonzert vergeben. „Sie rissen uns die Karten förmlich aus der Hand“, begeisterte sich stolz der Vorsitzende Herbert Schunk. Das zeugt von der hohen Qualität der Konzerte und dem Vertrauen, das dem Musikverein Löf entgegengebracht wird. Für ein Wochenende lag Paris an der Mosel. Mit Liebe zum Detail war die Sonnenringhalle in der Farbe Rot geschmückt, ein großes Transparent zeigte den Eiffelturm. „Moulin rouge“, das berühmte Haus des Varieté im Pariser Vergnügungsviertel Pigalle, erinnert an eine rote Mühle, die dort einst stand. „Bonjour und santé“ hieß es an diesem Abend, an dem das Publikum mit viel Amüsement, kleinen französischen Speisen, Wein aus Frankreich und von der Mosel sowie ausdrucksstarker Musik ein paar Stunden lang den Alltag vergessen konnte. Charmant und in französischer Sprache begrüßte Susi Schunk die Gäste, an ihrer Seite Herbert Schunk, der die passende Übersetzung lieferte.
„In 80 Tagen um die Welt“
Begeisterten Applaus gab das Publikum beim Einzug der Musiker und des Dirigenten. Mit der Musik aus der Verfilmung des Romans von Jules Verne „In 80 Tagen um die Welt“ startete das Programm des Abends. Es war ein Auftritt par excellence, mit einer gewaltigen Klangvielfalt, die einzelne Stationen der Weltreise widerspiegelte und in Tönen verdeutlichte. Dieser furiose Beginn des Konzerts steigerte die Erwartung auf das Kommende und führte musikalisch nach Paris an die Seine ins Varieté. „Halbnackte, barbusige, federbeschmückte Mädchen werden sie heute Abend nicht sehen“, erklärte Susi Schunk, die auch diesmal wieder durch das Programm führte und Wissenswertes über die einzelnen Musikstücke zu berichten wusste. Ein Medley von Songs aus bekannten Kinofilmen folgte.
„Die fabelhafte Welt der Amelie“ war eines von zwei Klaviersoli, das von Sarah Binzczyk, eine der beiden amtierenden Weinprinzessinnen, gespielt wurde und vom Publikum mit begeistertem Beifall belohnt wurde. Fast jeder kennt den Film „La Boum - die Fete“ und den Song „Reality“, der von pubertierenden Halbwüchsigen handelt, die die Liebe entdecken. Und Louis de Funes, der in „Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe“ und dem Lied „La soup aux choux“ die Menschen zum Lachen brachte.
Das Orchester des Musikvereins Löf steigerte mit der ausgezeichneten Wiedergabe beider Songs die Stimmung im Saal. Auch den anrührenden Film „Ziemlich beste Freunde“ und das Lied „Intouchable“ haben viele gesehen und gehört. Damit brillierte Sarah Binzcyk in ihrem zweiten Klaviersolo. Unterbrochen wurde das Konzert vom Auftritt der Löfer Weinmajestäten und dem Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft, Lars Fischer, die auf das Weinfest am 8. bis 11. Juli 2016 aufmerksam machten.
Was wäre die französische Musik, das Kabarett und Varieté ohne den Chanson? Seit Jahren begeistern Hannah Liesenfeld und Svenja Braun mit ihren Stimmen. Sie präsentierten im Löfer „Moulin rouge“ ein Medley aus bekannten Chansons wie „Sous le ciel des Paris“ (Hannah Liesenfeld), „Moulin rouge“, „La vie en rose“, „Les feuilles mortes“ (Svenja Braun) und ein gemeinsames „C’est si bon“. Orchestermitglied Dennis Lohner, mit Baskenmütze ausgestattet, begleitete sie dabei auf dem Akkordeon. Unglaublich, aber wahr - nach der halbstündigen Pause drehten die Musiker noch einmal richtig auf. Vier Lieder aus dem Musical „Cabaret“, gesungen vom Quartett Reinhard Lisecki, Svenja Braun, Hannah Liesenfeld und Benny Kröber, erhöhten den Musikgenuss noch einmal: „Welcome“, „Money, money“, „Entr’acte“ und „Cabaret“. Dann kam wieder das Orchester allein zum Einsatz und präsentierte die Titelmusik aus dem Film „Ein Amerikaner in Paris“. Für Belustigung sorgte die Verlosung einer Flasche Champagner durch die Weinkönigin Jenny Löhr, sie gelangte in die Hände von Alli Christ aus Oberfell.
Im „Moulin rouge“
Dann waren alle im „Moulin rouge“ angekommen. Das Orchester spielte Stücke aus dem Film „Moulin rouge“, Svenja Braun und Hannah Liesenfeld sangen die Lieder „Lady Marmalade“ und „Rhythm of the night“, aus dem Akkordeon von Dennis Lohner erklang „La complainte de la butte“. Damit gelang es allen Künstlern, einen angemessenen Schlusspunkt zu setzen. Auch diesmal wollte das Publikum nicht auf Zugaben verzichten, forderte diese laut ein. Und endlich war er da: der „Cancan“, nicht wegzudenken von französischem Kabarett und Varieté, gekonnt getanzt von Tänzerinnen der Showtanzgruppe Löf „Black and White“. Gemeinsam sangen alle, unter der Leitung des Dirigenten, „Pigalle“ - das Lied, das Bill Ramsey berühmt gemacht hat. Ein unvergesslicher Abend ging zu Ende.
Für dessen Gelingen hatten die Orchestermitglieder wochenlang geprobt und Teams gebildet für die Dekoration, den Bühnenaufbau, die Technik, das Catering und die Pressearbeit. Der Musikverein, der 1964 gegründet wurde, wird seit 1990 von Herbert Schunk geleitet. Jürgen Sommer, der Mann hinter den Kulissen, ist Ausbildungsleiter für das Vor- und Jugendorchester. Zurzeit sind knapp 60 Kinder in Ausbildung. Seit 2002 mit Leib und Seele dabei und unermüdlich im Einsatz ist Reinhard Lisecki, der Dirigent. Der Lehrer für Mathematik und Musik ist sehr engagiert und kreativ. Er ist ein Multitalent mit vielen Facetten und macht die Veranstaltung zu dem, was sie ist. „Er ist maßgeblich für den Erfolg verantwortlich.“ So zollt Herbert Schunk seiner Leistung Tribut. „Er hat alles im Griff, und wir Musiker machen alles mit.“
Mit einem herzlichen Dank an alle verabschiedete sich Herbert Schunk, versäumte aber nicht, um Unterstützung zu werben (www.musikverein-loef.de). Wo so viel Einsatz dahinter steckt, muss es gut werden. Keine Frage, es war auch diesmal ein Konzert, das schwer zu toppen sein wird. Mit Spannung geht der Blick ins nächste Jahr, wenn es heißt: „Musik-Wein-Kultur-pur“. EP
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