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Drei Kommunen in Rheinland-Pfalz als dena-Energieeffizienz-Kommunen zertifiziert

Fürs Energiesparen ausgezeichnet

Verbandsgemeinden Bad Ems, Birkenfeld und Jockgrim engagieren sich vorbildlich im Klimaschutz

Fürs Energiesparen ausgezeichnet

Übergabe der dena-Zertifizierung an die Vertreter der Verbandsgemeinde Bad Ems Lars Hilgert (im Bild links) sowie Manfred Oster (Im Bild rechts) durch Umweltministerin Ulrike Höfken, (im Bild zweite von rechts), Kristina Haverkamp (dena), dritte von rechts) sowie Thomas Pensel, Energieagentur Rheinland-Pfalz, (vierter von rechts). Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz/Sonja Schwarz

13.09.2017 - 12:36

Kaiserslautern/Mainz. Mit der Zertifizierung würdigt die dena die drei rheinland-pfälzischen Kommunen für die Etablierung eines Energie- und Klimaschutzmanagements (EKM) in ihren Verwaltungen. Die Auszeichnungen übergaben dena-Geschäftsführerin Kristina Haverkamp, Ulrike Höfken, rheinland-pfälzische Ministerin für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten, und Thomas Pensel, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz, an die Bürgermeister der Verbandsgemeinden.

„Bad Ems, Birkenfeld und Jockgrim zeigen, dass sie das Thema Energiesparen strategisch und auf allen Ebenen angehen wollen“, sagte Haverkamp. „Davon profitiert nicht nur das Klima, sondern auch der kommunale Haushalt.“

„Kommunen sind Schlüsselakteure der Energiewende, das gilt insbesondere in unserem ländlich geprägten Bundesland. Mit Bad Ems, Birkenfeld und Jockgrim sowie den bereits im Jahr 2016 zertifizierten Gemeinden Otterbach-Otterberg und Wörrstadt haben wir jetzt insgesamt fünf zertifizierte Energieeffizienz-Kommunen in Rheinland-Pfalz“, sagte Energie- und Umweltministerin Ulrike Höfken. Das zeigt: „Städte und Gemeinden sehen die Energiewende zunehmend als Chance, um die Wertschöpfung in der Region zu halten und ländliche Räume attraktiv zu gestalten. Jockgrim, Birkenfeld und Bad Ems haben das mit ihrem Engagement deutlich gemacht“, erklärte Höfken und dankte den Kommunen, der dena und der Landesenergieagentur für ihren Beitrag zum Klimaschutz.

Das Handwerkszeug eigneten sich die drei Kommunen über zwei Jahre in einer Veranstaltungsreihe an, die die dena gemeinsam mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz durchgeführt hat.

„Das gemeinsam mit der dena eingeführte Energie- und Klimaschutzmanagement hat sich mit der Zertifizierung von drei weiteren Kommen zum echten Erfolgsmodell entwickelt“, sagte Thomas Pensel, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz. „Aufbauend auf diesen Erfahrungen wird die Energieagentur Rheinland-Pfalz im Rahmen eines von der EU geförderten Projektes bis 2019 in insgesamt 100 Kommunen in Rheinland-Pfalz Prozesse und Strukturen schaffen, Werkzeuge für weniger Energieverbrauch bereitstellen und innovative Finanzierungsmodelle identifizieren und vermitteln“.


Energieeinsparungen durch Geothermie, LED und Verbrauchsmessung


Für die Zertifizierung als dena-Energieeffizienz-Kommune ist nicht nur das Implementieren des Managementsystems ausschlaggebend, sondern auch das Umsetzen konkreter Effizienzmaßnahmen. So strebt Bad Ems eine Energieeinsparung von etwa sechs Prozent hauptsächlich in kommunalen Gebäuden und bei der Stromnutzung an. Erreicht werden soll das unter anderem mit Geothermie: Warme Grubenwässer aus dem nahen Stadtstollen sollen künftig das Rathaus – und bei erfolgreicher Prüfung weitere Gebäude – beheizen. Außerdem werden mehrere Turnhallen auf LED umgerüstet und im Rahmen eines Energieliefer-Contractings wird die Heizungsanlage einer Realschule erneuert.

Jockgrim will den Energieverbrauch sogar um 15 Prozent senken. Dafür wird beispielsweise die Beleuchtung mehrerer Sporthallen und Grundschulen auf LED umgestellt und es sollen die alten, zum Teil noch einfach verglasten Fenster gegen moderne Mehrscheibenisolierglasfenster ausgetauscht werden. Schulungen sollen die Gebäudenutzer für das Thema Energiesparen sensibilisieren. Zudem will die Verbandsgemeinde ein Verbrauchscontrolling etablieren: Hausmeister sollen regelmäßig die Verbräuche messen, damit Störungen und Mängel zeitnah behoben werden können. Daneben setzt Jockgrim mit einer neuen Photovoltaikanlage auf einem Sporthallendach auf erneuerbare Energien.

Auch Birkenfeld nutzt regenerative Energien: Mehrere Verwaltungsgebäude wurden an das Bioenergie-Nahwärmenetz angeschlossen und beim Heizungstausch in Schulen und Kitas setzt die Verbandsgemeinde auf Holzpellets. Um Strom einzusparen, wurde in einigen Schulen und Kitas sowie in mehreren Verwaltungsgebäuden die Beleuchtung auf LED umgestellt. In den nächsten Jahren erhalten weitere Gebäude eine neue Heizungsanlage. Bis jetzt spart Birkenfeld mit seinen Energieeffizienzmaßnahmen bereits 15 Prozent Energie ein.


Energiesparen mit System: Energie- und Klimaschutzmanagement


An der Veranstaltungsreihe nahmen zwölf Kommunen aus Rheinland-Pfalz teil. Das erlernte Instrumentarium ermöglicht den Teilnehmern, die Effizienzpotenziale ihrer Kommunen zu erschließen, um langfristig CO2-Emissionen zu senken sowie Energie und damit Kosten einzusparen. Dazu gehören geeignete Organisationsstrukturen, ein energie- und klimapolitisches Leitbild, eine detaillierte Analyse der energetischen Ausgangssituation sowie darauf aufbauende Energiesparmaßnahmen. Der systematische Ansatz stellt sicher, dass die energetischen Schwachstellen aufgedeckt sowie Potenziale bei Gebäuden, bei der Stromnutzung, im Verkehrsbereich und im Energiesystem ausgeschöpft werden können. In der Regel können Kommunen mit einem EKM zehn bis 15 Prozent Energie einsparen.

Ausgezeichnete Kommunen erhalten neben der Urkunde eine Plakette mit dem Zertifizierungslogo, die beispielsweise am Rathaus angebracht werden kann. So wird ihr Engagement in Sachen Klimaschutz auch für Bürger, Unternehmen und andere Kommunen sichtbar. Nach drei Jahren sollen die umgesetzten Maßnahmen sowie der gesamte Managementzyklus im Rahmen einer Rezertifizierung überprüft werden.

Teilnehmer der rheinland-pfälzischen Veranstaltungsreihe waren neben Bad Ems, Birkenfeld und Jockgrim die bereits im Jahr 2016 zertifizierten Kommunen Otterbach-Otterberg und Wörrstadt sowie die Verbandsgemeinden Baumholder, Nieder-Olm, Offenbach an der Queich, die Städte Germersheim, Idar-Oberstein, Pirmasens und die Ortsgemeinde Enkenbach-Alsenborn.

Pressemitteilung

Enegieagentur Rheinland-Pfalz

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juergen mueller:
Einblicke?Man ist begeistert von einer Technik,von der man keine Ahnung hat,weiß nicht,was SCR/AdBlue überhaupt bedeutet,dürfte sich auch nicht über Vor- u.Nachteile schlau gemacht haben u.bewertet dies noch damit,dass man auf einem guten Weg für die Umwelt sei.Es interessiert nicht,dass der entscheidende Parameter im SCR-Prozess die richtig dosierte Menge AdBlue (Trägermittel) u.die daraus gebildete NH3(Ammoniak)Konzentration ist.Wird mehr AdBlue bereitgestellt,kommt es zum sogen.NH3-Schlupf,es kommt zu einer Ammoniakgeruchsbelästigung.NH3 ist "giftig" u.führt bei höherer Konzentration zu Verätzungen von Auge,Atemwege u.Haut.Interessant auch,was das Rundumpaket einer Nachrüstung für 41 Busse umfasst u.kostet,bevor man sich über eine Abgasentgiftung freuen kann (oder auch nicht).Wahrheit kann teuer werden.Sich in der Frage UMWELT so zu verhalten zeugt von Interessenlosigkeit u.ist mehr als oberflächlich - unter dieser Voraussetzung ist der Bus noch das Beste auf dem Foto.
Uwe Klasen :
"Einsparmöglichkeiten für Seniorenhaushalte" ---- Die politisch Verantwortlichen und ihre unsoziale Entscheidungen die eher Klientel und Lobbyismus gesteuert wirken, diese Leute sollten die horrenden Steuern und Abgaben senken, dann hätten alle mehr Netto vom Brutto!
Uwe Klasen :
Nun ja, für diejenigen, die in dieser Gesellschaft gut Verdienen, lohnt sich der sogenannte Öko-Landbau (wie Herr Mueller richtigerweise bereits klarstellte)! Sie können sich die teuren Lebensmittel leisten. Leider wird es aber aber durch den sogenannten Ökolandbau für die in Zukunft zu erwartenden 10 Milliarden Menschen nicht genügend Lebensmittel geben. Die in Deutschland verpönte Grüne Gentechnik hilft dort schon heute weiter und nur diese kann für Milliarden von Menschen genügend Lebensmittel bereit stellen, nicht diese Öko Lifestyle-Produkte für einige wenige!
juergen mueller:
Das mit dem "auf was stolz zu sein" bedeutet noch lange nicht,dass hier alles positiv zu sehen ist,vor allem (Alarm),wenn die Politik der Meinung ist,etwas für gut zu befinden.Der ÖKO-Anbau hat eben nicht nur Gutes zu verzeichnen.Die ökologische Landwirtschaft verzichtet angeblich "weitgehend" auf den Einsatz von synthetischen Pflanzenschutzmitteln u.Mineraldünger (so sollte es sein - besser wäre noch,ganz darauf zu verzichten).Ökologisch wirtschaftende Betriebe importieren ihre Nährstoffe von "konventionellen" Betrieben,wie konventionelle Betriebe auch.In der ökologischen Landwirtschaft sind "Kupfer u.Schwefel" zugelassen.KUPFER weist aber eine höhere Ökotoxizität als viele Fungizide der konventionellen Landwirtschaft auf,besitzt die Wassergefährdungsklasse 2,ist "sehr giftig",hat in Gewässern (Grundwasser) längerfristig schädliche Wirkungen wie auch gesundheitliche beim Menschen (z.B.Leberschäden).Auch darauf kann Frau Höfken stolz sein,weil sie es nicht für erwähnenswert hält.
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