Allgemeine Berichte | 02.10.2017

Unkelbach feierte fünf Tage lang Kirmes

Fulminanter Auftakt zum Fest

Wochenende bot bereits ein volles Programm - Über 100 Helfer waren im Einsatz

Der Kirmessonntag begann mit der Festmesse und der anschließenden Totenehrung durch Pfarrer Frank Klupsch, musikalisch begleitet vom Kirmesveranstalter, dem Tambour- und Fanfarenkorps Blau-Weiß.  AB

Unkelbach. Hochstimmung pur herrschte von Freitag bis Sonntagabend in Unkelbach, denn die traditionelle Kirmes wurde ausgiebig gefeiert. Noch bis Dienstagabend dauerte die Fünftagekirmes. Reger Betrieb herrschte schon am Wochenende in und um die Mehrzweckhalle, die „gute Stube“ Unkelbachs. Fast ist die Kirmes ein Selbstläufer, doch dazu ist auch ein gehöriger ehrenamtlicher Einsatz von vielen Helfern notwendig. Veranstalter in diesem Jahr war das Tambour- und Fanfarenkorps Blau-Weiß um den Vorsitzenden Achim Kündgen, unterstützt von der Kirmesgemeinschaft, bestehend aus Vertretern der Rot-Weißen Funken Unkelbach, der Feuerwehr, des BSC und des Traditionsvereins. Ob Küche, Theke oder Getränkepavillon im Freien, ob Spül- oder Putzdienst – fast rund um die Uhr waren Helfer überall nötig, um die vielen Gäste zu versorgen, und das über die gesamte Kirmes. Da ist der Zusammenhalt aller das Wichtigste. Dies betonte auch Pfarrer Frank Klupsch in der Festmesse zur Sankt-Remigius-Pfarrkirmes. Ohne den Zusammenhalt der Vereine wäre eine so tolle Kirmes nicht möglich. Der Dank von Klupsch galt in der Festmesse den Vereinen, die sich so stark für das Allgemeinwohl einsetzen.

Schon der Auftakt zur Kirmes mit der Disco mit DJ André Merken-Schönebeck war gut besucht, und der DJ traf wie gewohnt offensichtlich den richtigen Ton.

Der Kirmesmann ist in diesem Jahr weiblich

Ab Samstagnachmittag wurde weiter auf dem Dorfplatz gefeiert. Die Fahrgeschäfte mit Autoscooter, Kinderkarussell, Pfeilbude, Schießbude, Losbude, Süßigkeiten- und Spielzeugbude hatten wieder geöffnet. Das freute vor allem den Unkelbacher Nachwuchs. Am Samstagabend startete dann der erste Festumzug durch den Ort, bei dem auch der Kirmesmann Zacheies mit von der Partie ist. Der Festumzug endete vor den Toren der „guten Stube“. Vor allem köstlich war im Anschluss die Erweckung des Zacheies, der in diesem Jahr eine Frau war und den Namen „Kocolonia“ trug. In der Mehrzweckhalle hatten sich die Funken und die Musiker der „Blau-Weißen“ aufgestellt und natürlich auch die Mitglieder des Traditionsvereins. Dem alten Brauch folgend las der bisherige Vorsitzende des Traditionsvereins, Hans-Peter Assenmacher, aus dem Evangelium. Immer wieder mussten die Mitglieder des Traditionsvereins, und natürlich auch das Publikum, den Spruch wiederholen: „Jerusalem, Jerusalem, du schöne Stadt, joot dat Unkelbaach widder Kirmes hat.“ Gesegnet wurde im Anschluss mit der WC-Bürste, und an Taran Stichnote lag es, die „Kocolonia“ von der Sackkarre zu erwecken und mit ihr zur Musik des Tambour- und Fanfarenkorps den Ehrentanz aufs Parkett zu legen. Stichnote machte dies mit Hingabe und Bravour. Zum Schluss der Erweckungszeremonie stellte Assenmacher seinen Nachfolger im Amt des Vorsitzenden, Florian Fassbender, vor, der seinerseits allen Gästen eine tolle Kirmes wünschte. War es noch verhältnismäßig ruhig bei der Kirmesmannerweckung, so ging dann am Abend aber die Post ab.

DJ André und die Musiker von „Querbeet“ rockten den fast zu kleinen Saal. Es kam so viel Publikum aus Unkelbach und den umliegenden Orten, dass sogar die Armbändchen für die über 18-Jährigen ausgingen und rasch Ersatz besorgt werden musste. Und kaum waren die vielen fleißigen Helfer, inzwischen war es eher Morgen als Mitternacht, im Bett, konnten sie sich auch schon wieder auf den Weg zur Halle beziehungsweise zur Pfarrkirche St. Remigius machen, denn in der Halle musste vorbereitet werden und in der Kirche fand die Festmesse anlässlich der Kirmes statt.

Traditioneller Sonntagsbraten wurde wieder serviert

Im Anschluss an die Festmesse war es Pfarrer Frank Klupsch eine Freude, die Unkelbacher Madonna von 1250, die ebenso restauriert worden war wie der gläserne Panzerschrein und die Holztür zum Schrein, wieder einzusegnen. Sein Dank galt den Sponsoren, die diese Restaurationen ermöglicht hatten. Vor den Toren der Kirche wurde im Anschluss der Verstorbenen gedacht und ein Kranz vom Kirmesveranstalter, dem Tambour- und Fanfarenkorps Blau-Weiß Unkelbach, niedergelegt. Pastor Klupsch lud danach die Bevölkerung zu einem Umtrunk ein, bevor es in einem Festzug mit allen Beteiligten erneut zur Mehrzweckhalle ging. Der Frühschoppen wurde musikalisch begleitet von den Kirchdauner Dorfmusikanten, und zum Mittagessen musste auch niemand nach Hause gehen, denn neben dem Imbiss gab es am Sonntag traditionell wieder Sauerbraten mit Klößen, Rotkohl und Apfelmus. Am Nachmittag gab es bei Kaffee und Kuchen ein Freundschaftstreffen mit Gastvereinen.

Die Jugend amüsierte sich zwischendrin bei den vielen Kirmesfahrgeschäften. Die Juniorengarde der Rot-Weißen Funken Unkelbach begeisterte mit einem tollen Tanz, und im Anschluss gab es eine „Kinder-Modenschau by Jacqueline Obam-Obam“, die große Beachtung fand. Ab 19 Uhr gab es erneut Tanzmusik bis in den späten Abend. Und am Montag ging es ab dem Nachmittag schon wieder weiter mit der Kirmes und dem traditionellen „Hahneköppen“ („Blick aktuell“ berichtet in der nächsten Ausgabe von den beiden letzten Kirmestagen).

AB

Gespannt verfolgten die Mitglieder des Traditionsvereins die Erweckung des Zacheies.

Gespannt verfolgten die Mitglieder des Traditionsvereins die Erweckung des Zacheies.

Die Fahrgeschäfte und Buden auf dem Festplatz sorgten für die Unterhaltung vor allem der jüngsten Kirmesgäste.

Die Fahrgeschäfte und Buden auf dem Festplatz sorgten für die Unterhaltung vor allem der jüngsten Kirmesgäste.

Der Kirmessonntag begann mit der Festmesse und der anschließenden Totenehrung durch Pfarrer Frank Klupsch, musikalisch begleitet vom Kirmesveranstalter, dem Tambour- und Fanfarenkorps Blau-Weiß. Fotos: AB

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