Noah Meyer aus Saffig absolviert Freiwilligendienst in Costa Rica
Fußballer hilft benachteiligten Kindern
Saffig. Noah Meyer aus Saffig hat sich mit dem Freiwilligendienst von „EIRENE“ in die weite Welt begeben, um sich aktiv für benachteiligte Menschen einzusetzen. Letztes Jahr noch für die SC Concordia Saffig am Ball aktiv, befindet er sich jetzt in San José, der Hauptstadt Costa Ricas und unterstützt „Parque de la Libertad“.
Die gemeinnützige Organisation setzt sich für Kinder und Jugendliche ein, die unter schweren Bedingungen heranwachsen. Parque de la Libertad, ist wie der Name bereits erahnen lässt ein großer vielfältiger Park mit vielen Möglichkeiten. Neben dem goßen Garten gibt es Computerräume, einen kleinen Fußball- und Skateplatz sowie ein großes Gebäude für Musikunterricht und Nachhilfe. Hier finden zahlreiche Kurse für alle Altersgruppen statt und auch sozial benachteiligten Familien wird der Zugang zu Bildungsangeboten und die Benutzung von Computern ermöglicht.
Noah berichtet in seinen Rundbriefen für Freunden und Familie von seiner täglichen Arbeit: „In den ersten Wochen waren wir hauptsächlich mit der Inventur beschäftigt. Wir überprüften den Bestand verschiedener Dinge wie Spielzeug und Bücher, räumten den Lagerraum aus , putzten ihn und sortierten anschließend alles geordnet wieder ein. Auch erneuerten wir die Listen mit den Inhalten der verschiedenen Kisten. Anschließend bereiteten wir Kurse für Schulen in der Umgebung vor, die wir in den nächsten Wochen durchführen werden.“ In San José lebt Noah in einer WG mit anderen „EIRENE“-Freiwilligen. Besonders Weihnachten in der warmen mittelamerikanischen Sonne zu verbringen, war ein besonderes Erlebnis für ihn: „Es fühlte sich nicht nach klassischer „Weihnachtszeit“ an, da es in der Hauptstadt San José zu dieser Zeit täglich etwa 25 Grad warm war. Mit guten Freunden haben wir leckere Burger mit Ofenkartoffeln und selbst gemachter Guacamole gegessen. Natürlich beschenkten wir uns auch gegenseitig. Nach der Bescherung gingen wir spontan noch in eine nahegelegene Diskothek, die zufällig geöffnet hatte. Es war zwar kein gewöhnliches Weihnachten mit der Familie, aber trotzdem ein schönes Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde.“
Um die Freiwilligen bestmöglich zu betreuen, organisiert „EIRENE“ zur Hälfte ihres Dienstes ein Zwischenseminar. Noahs Seminar fand in Salitre, einem indigenen Territorium im Süden Costa Ricas, statt. Dort leben die Bribri, eine indigene Gruppe, die sich bis heute vom Jagen und Sammeln ernähren: „Eine Woche lang lebten wir dort, lernten ihre Kultur und Geschichte kennen und beschäftigten uns mit Themen wie Kolonialismus. Außerdem reflektierten wir über unsere bisherige Zeit in Costa Rica“, erinnert sich Noah und betont: „Jetzt, nach mehreren Monaten in San José, fühle ich mich hier richtig wohl. Ich habe Freunde gefunden, die Arbeit ist geregelter und ich lerne unglaublich viel - über andere Kulturen, über Privilegien, die wir und Deutschland oft als selbstverständlich ansehen, und vor allem über mich selbst.“ Weiter führt er fort:“Auch wenn ich dem Freiwilligendienst anfangs skeptisch gegenüberstand, bin ich glücklich, dass ich mich darauf eingelassen habe. Diese Erfahrung hat mich sowohl kulturell als auch persönlich enorm weitergebracht.“
Wer Noahs Freiwilligendienst unterstützen möchte, kann sich unter folgendem Link beteiligen: https://eirene.org/freiwillige/noah-meyer. Wer selber solche einprägsamen Erfahrungen mit einem guten Zweck kombinieren möchte, der ist herzlich eingeladen sich bei „EIRENE“s Auslandsfreiwilligendienst zu bewerben. Mehr Informationen unter www.eirene.org/freiwilliger-werden Jede_r zwischen 18 bis 99 Jahren kann sich bewerben. Einzige Voraussetzung sind Mut und Offenheit.
Pressemitteilung EIRENE Internationaler Christlicher Friedensdienst e.V.
Besonders Weihnachten in der warmen mittelamerikanischen Sonne zu verbringen, war ein besonderes Erlebnis für Noah.
Die gemeinnützige Organisation „EIRENE“ setzt sich für Kinder und Jugendliche ein, die unter schweren Bedingungen heranwachsen.
