Allgemeine Berichte | 05.11.2019

St. Hubertus-Schützenbruderschaft übernahm die Organisation

Ganz Rheineck feierte „Däller“ Kirmes

„Sibbeschröm“-Turnier, Döppekoche-Essen und Fackelumzug boten abwechslungsreiches Programm

Der Fackelzug zog mit St. Martin auf stolzem Schimmel unter musikalischer Begleitung durch die Gleeser Musikfreunde durch den Ort zum Martinsfeuer. Fotos: privat

Rheineck.Der kleinste Bad Breisiger Ortsteil Rheineck war lange Jahrhunderte als „Thal Rheineck“ eine selbstständige Gemeinde und wurde im Volksmund „Dall“ genannt. Bereits 1718 erbauten die Rheinecker die Karl-Borromäus-Kapelle. Das Fest des kleinen Gotteshauses mit seinem Patron St. Karl Borromäus wird im „Dall“ alljährlich mit dem St. Martinsfest verknüpft.

St. Hubertus-Schützenbruderschaft übernahm Organisation

Die Fortsetzung der Tradition des Festes hat nach Auflösung des Bürgervereins in diesem Jahr die St. Hubertus-Schützenbruderschaft übernommen. Die Feierlichkeiten begannen wegen Allerheiligen bereits am Donnerstag mit dem 6. Rheinecker „Sibbeschröm“-Turnier. 24 Spieler aus der Region fanden den Weg in die Schützenhalle. Am Ende siegte mit einem Punkt Vorsprung Ewald Führ vor Jessica Kreyer. Den dritten Platz und damit das ausgelobte „Pittermännchen“ gewann Peter Wöres. Am Samstagabend begünstigte der Wettergott den St. Martins–Fackelzug; viele Kinder und auch Erwachsene trafen sich vor der Schützenhalle.

Nachdem Bianca Flügge die Geschichte von Martin von Tours – St. Martin – den Kindern und Erwachsenen nähergebracht hatte, zog der Fackelzug mit „St. Martin“ auf stolzem Schimmel unter musikalischer Begleitung durch die Gleeser Musikfreunde und fröhlichem „Rabimmel – Rabammel - Rabumm“ durch den Ort zum Martinsfeuer. In der Schützenhalle verteilten die 1. Beigeordnete Beate Deres und Brudermeister Hans Oskar Degen Martinswecke an die Kinder und Senioren.

Döppekoche-Essen lockte das ganze Dorf

Es folgte das von den Frauen des Bürgervereins organisierte traditionelle Döppekoche-Essen, bei dem kaum ein Bürger des kleinen Ortes fehlte. Natürlich stillte man nach dem Hunger auch gemeinsam den Durst bis in die späte Nacht.

Am Morgen des Kirmessonntags wurden die Rheinecker Katholiken zur Hl. Messe in die Karl-Borrömäus-Kapelle gerufen. Der Gottesdienst fand zum Patronatsfest in dem kleinen Gotteshaus des Vinxtbachtal-Ortes statt, zelebriert von Pastor Günter Marmann. Der Hl. Messe folgte nach Rheinecker Tradition der Besuch des Friedhofs mit Totenehrung und Kranzniederlegung am Ehrenmal durch Stadtbürgermeister Udo Heuser und anschließender Gräbersegnung.

Dann wartete das Schlachtplatten-Fest in der Schützenhalle, das seit Alters her zur Däller Kirmes gehört.

Festzug unter Hauptmann Rudi Sprach bildete weltlichen Höhepunkt der Kirmes

Der weltliche Höhepunkt der Kirmes startete wieder um 14 Uhr: Der Kirmes-Festzug der Schützenbruderschaft. Zum 45. Mal war der Musikzug der „Wormersdorfer Landsknechte“ in diesem Jahr bei den Rheinecker Freunden zu Gast und schmückte musikalisch den Kirmes-Festzug.

Die Wormersdorfer nahmen mit den Hubertus-Schützen vor der Schützenhalle Aufstellung. Zunächst erfolgte die Ehrung der Schützenfahne und der Ehrengäste Brunnenkönigin Elena I., Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach und Schützenkönig Alexander Ody. Dann begann der Festzug unter der Leitung von Hauptmann Rudi Sprach mit sechs Stationen durch den gesamten Ort.

Honoratioren, Neubürger und älteste Mitbürgerin beim Fähndelschwenken geehrt

Wie seit vielen Jahren üblich, machte der Festzug Halt vor den örtlichen Honoratioren und Neubürgern. Zu deren Ehren jeweils das Fähndel geschwenkt wurde.

Danach wird die Gesellschaft von den so Geehrten mit ein wenig flüssiger und fester „Wegzehrung“ versorgt. Außerdem wurde die älteste Mitbürgerin des Ortes mit einem musikalischen Ständchen und dem Schwenken des Fähndels geehrt. Das Wetter spielte mit, und der Festzug zog sich wieder fröhlich bis in den frühen Abend hin.

Die Kirmes fand mit einem geselligen Fest in der Schützenhalle einen würdigen Abschluss. Es war wieder eine „schöne Rheinecker Kirmes“, wie man sie seit langen Jahrzehnten von den „Däller“ kennt.

Im Festzug ging es am Sonntag durch den Ort.

Im Festzug ging es am Sonntag durch den Ort. Foto: morschjo

Die Feierlichkeiten begannen wegen Allerheiligen bereits am Donnerstag mit dem 6. Rheinecker „Sibbeschröm“-Turnier.

Die Feierlichkeiten begannen wegen Allerheiligen bereits am Donnerstag mit dem 6. Rheinecker „Sibbeschröm“-Turnier. Foto: morschjo

Bürgermeister Udo Heuserhielt eine Rede am Ehrenmal.

Bürgermeister Udo Heuser hielt eine Rede am Ehrenmal.

Den Döppekooche gab es nach dem Martinszug.

Den Döppekooche gab es nach dem Martinszug.

Der Fackelzug zog mit St. Martin auf stolzem Schimmel unter musikalischer Begleitung durch die Gleeser Musikfreunde durch den Ort zum Martinsfeuer. Fotos: privat

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