Allgemeine Berichte | 02.05.2017

Zweite Musiknacht „Schön Tön“ in sieben Kneipen und im Haus der offenen Tür war ein voller Erfolg

Ganz Sinzig tanzte und swingte

Über 600 Fans brachten die Innenstadt zum Brodeln - Viel Lob für das Bürgerforum als Ausrichter

Die „Osteria Casa Giorgio“ am Marktplatz präsentierte diesmal Dangerous Comfort. Fotos: RÜ

Sinzig. Eine ganze Stadt tanzte, swingte und hatte viel Spaß in gerammelt vollen Kneipen. Auch die zweite Sinziger Musiknacht unter dem Motto „Schön Tön“ ließ die Barbarossastadt regelrecht brodeln. Erneut gab es am Abend und in der Nacht am Samstag viel Leben und Bewegung in der Innenstadt. Die Veranstaltung des Bürgerforums Sinzig erwies sich erneut als Knüller und Publikumsmagnet.

Alle hatten das Gefühl, die Musikfans nicht nur in Sinzig, sondern in der ganzen Region hätten auf eine solche Veranstaltung regelrecht gelauert.

Die AG Kultur und Feste im Bürgerforum mit Manfred Ruch, Achim Gottschalk, Melanie Brücken, Rosi Moizisch und Ulli Martin hatte den Nagel wirklich auf den Kopf getroffen. Bei einer Stichprobe kurz nach 22 Uhr waren 475 Eintrittsbändchen verkauft. Dazu kamen noch einmal fast 100 Besucher, die beim Nachwuchswettbewerb im HoT für eine volle Hütte sorgten. Beim Bürgerforum selbst gab es erste Schätzungen, die auf dem Niveau vom Vorjahr lagen. Und das Wetter spielte einigermaßen mit. Diesmal wurde halt nicht in eine laue Sommernacht hineingetanzt und gefeiert.

Es war halt ein klassisches Kneipenfestival. Die Aktivgemeinschaft Sinzig sorgte außerdem mit einem speziellen Angebot dafür, dass die Gäste der Musiknacht sorglos feiern konnten und sicher nach Hause kamen: Zwischen 19 und 20.20 Uhr sowie zwischen 0.30 und 1.20 Uhr pendelte ein Shuttlebus von Bad Breisig über Sinzig, Bad Bodendorf, Kripp und Remagen.

Alles richtig gemacht

Auch mit der Planung der zweiten Musiknacht hat das Bürgerforum scheinbar alles richtig gemacht. Geduldig und mit viel Liebe zum Detail wurde der organisatorische Mammutaufwand aufgearbeitet. Nur Lästermäuler und Skeptiker bleiben in diesem Jahr still. Dafür hatte der Erfolg der Premiere gesorgt. Letztlich passt die Planung wie die Faust aufs Auge. Dem Orga-Team und den Mitgliedern des Bürgerforums schlug auch bei der zweiten Auflage in der Stadt viel Wohlwollen entgegen.

Bürgerforumschef Manfred Ruch gab sich in einer ersten Bilanz so tiefenentspannt wie die Musikfans. „Es gab nur positive Resonanz. Wirtschaftlich sind wir auf der sicheren Seite“, so Ruch. Eine weitere Wiederholung von „Schön Tön“ hin zu einer absoluten Kultveranstaltung scheint also sichergestellt. Die Auswahl der Bands, die allesamt perfekte Musik boten (und dies in einem sehr breiten Spektrum), tat zum Erfolg der Musiknacht in Sinzig ihr Übriges dazu. Nicht alles gefiel, aber für jeden Geschmack war etwas dabei. Und das Tingeln zwischen den einzelnen Kneipen war ja auch ganz bewusst Teil des Konzepts.

Zur Premiere gab es zwei Unterschiede: Es gab keine laue Sommernacht. Und bei der Zweitauflage war diesmal auch viel „jüngeres Volk“ unterwegs. Wie sich eine volle rheinische Kneipe bei guter Mucke anfühlt, war vor allem in der Osteria und im Laguna zu erleben.

Die „Osteria Casa Giorgio“ am Marktplatz präsentierte diesmal Dangerous Comfort, eine Akustik-Coverband aus Unkel. Drei Jungs plus Frontfrau, allesamt erfahrene Musiker, begeisterten Zuschauer mit ihrer Songauswahl: Rock- und Popkracher aus den achtziger und neunziger Jahren.

Die Bluesbreakers kamen - und zwar ins „Rotbart“ in der Bachovenstraße. Die Vollblutmusiker aus der Niederlande machten die Ausnahme und spielten im Biergarten Open Air. Große Feuer in Metallschalen und viele Decken sorgten für kuschelige Atmosphäre. Die Blues-Formation aus der niederländischen Stadt Lobith bot Slow Blues, Bluesrock, 100 Jahre alte Traditionals und aktuelle Hits und für ein mitreißendes Musikereignis. Im Biergarten des Rotbart waren viele Remagener Gesichter zu entdecken. Der Shuttle-Bus und die Tatsache, dass sich die Bluesbreakers mit ihren Auftritten in der Kulturwerkstatt eine eigene Fangemeinde geschaffen haben, taten dabei ihr Übriges.

Viel Applaus

Die Band Great Appeal aus Niederdürenbach war schon häufiger bei „Schön Tön“ in Sinzig zu hören - und bekam jedes Mal viel Applaus. Im Avo Barota sorgten sie für eine volle Hütte. Improvisation war in der Alten Druckerei angesagt, denn der preisgekrönte nordirische Singer-Songwriter Chris Keys musste erkrankt absagen. Für ihn sprang der musikalische Tausendsassa Chris Knabe als Chris K. ein.

Restlos begeisterte Fans und ein grandioses Konzert: Sinuz, das sind Ingentis Kay (Vocals), Dreadmaul (Produzent), Nico Kapadopolus (Co-Produzent) und Tobi (Gitarre), eroberte die Infinity Lounge. Die Hiphopper haben gerade mit „Katharsis“ ihr erstes Studioalbum abgeliefert.

Den Klang einer großen Band brachte das Duo Gentile Event in den Eifler Hof in der Ausdorfer-straße. Der international erprobte Sänger und Entertainer Louis Gentile und der Kölsch-Experte Werner Euskirchen boten die größten und bekanntesten Hits des Rock und Pop von den fünfziger Jahren bis heute. Und natürlich durften die kölschen Hits zum Mitsingen nicht fehlen.

Die Zuhörer kannten sie bereits vom Sprudelnden Sinzig - und auch bei der ersten Sinziger Musiknacht räumten die fünf Musiker von Oben Ohne in der „Alten Schmiede“ ab. Die Cover-Band berockte diesmal die Gäste im Laguna am Kirchplatz. Zum absoluten Finale der zweiten Sinziger Musiknacht lockte die große Abschlussparty mit DJ Fosco in die Kulträume des Barbarossakellers.

Von Crossover über Genre Rock bis zur Singer-Songwriterin: Vier Nachwuchstalente standen bei der zweiten Musiknacht auf der Bühne im Haus der offenen Tür. Unterstützt wurde das Projekt von der Jugendstiftung der Kreissparkasse Ahrweiler. Das Bürgerforum bot Sinzig mit der zweiten Musiknacht erneute eine grandiose Veranstaltung. -BL-

Die Band Great Appeal aus Niederdürenbach war im Avo Barota zu Gast.

Die Band Great Appeal aus Niederdürenbach war im Avo Barota zu Gast.

Die Bluesbreakers kamen ins „Rotbart“

Die Bluesbreakers kamen ins „Rotbart“

Sinuz eroberte die Infinity Lounge.

Sinuz eroberte die Infinity Lounge.

Die „Osteria Casa Giorgio“ am Marktplatz präsentierte diesmal Dangerous Comfort. Fotos: RÜ

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