Allgemeine Berichte | 20.05.2017

Flüchtlingsnetzwerk Bad Neuenahr-Ahrweiler unter neuer Adresse

Gebündelte Kompetenz zum Wohle der Betroffenen

Alle Angebote des Vereins sind jetzt in der Wilhelmstraße 6 zu erreichen

Landtagsabgeordneter Horst Gies gratulierte Heike Krämer-Resch (2. v. l.) und ihren Mitstreiterinnen zu den neuen Räumlichkeiten.  FIX

Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Mut steht am Anfang des Handelns – Glück am Ende“. Diese Worte des griechischen Philosophen Demokrit aus dem Mund von Heike Krämer-Resch waren treffend, um die Ehrengäste, unter ihnen der Beigeordnete der Stadt Rudi Frick und der Landtagsabgeordnete Horst Gies, bei der Eröffnung in den neuen Räume der Begegnungsstätte zu begrüßen. Stolz schwang in Krämer-Reschs Stimme mit, als sie die Vergleiche zu den Anfängen zog, als sich das Café International noch im Helmut-Gies-Zentrum befand und man sich mit Improvisationen behalf. Der Ort war im Grunde gar nicht dafür ausgelegt, aber man war froh, überhaupt eine Räumlichkeit zu haben.

Alles unter einem Dach

Das Flüchtlingsnetzwerk Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. verspricht sich nun von den neuen Räumen in der Wilhelmstraße 6 eine bessere und effektivere Zusammenarbeit mit „seinen Schützlingen“.

Hier ist alles unter einem Dach: Platz für die gemütliche Kaffeestube, die jeden Mittwoch von 14 bis 16 Uhr geöffnet ist und wo sich rege ausgetauscht wird, denn Themen und Fragen gibt es viele.

Clarissa Lindner, die Leiterin des neuen „Café International“, ist nicht selten die erste Ansprechpartnerin überhaupt. Auf die Kleiderstube hat Sana Daghfous-Soussi ein Auge und ist Montag und Freitag von 14 bis 16 Uhr anwesend. Die Kleiderstube steht übrigens für jedermann offen, und man kann für einen geringen Betrag Kleidung und alles rund um den Haushalt erwerben. Der Flüchtlingsstrom hat zwar etwas nachgelassen, jedoch die Aufgaben bleiben.

Büro ist Anlaufstelle

Den Vorstandsmitgliedern ist es sehr wichtig, ihren Schützlingen die benötigte Hilfe anzubieten und die Hand zu reichen. Der Optimismus ist ungebrochen und bekommt in den neuen Räumen richtig Schwung. Zumal nun alles vor Ort ist und wunderbar koordiniert werden kann.

Adelheid Trocha, die Begleitung bei Behördengänge und Ähnlichem anbietet, freut sich über den Platz für die Sprachkurse, die in drei Gruppen aufgeteilt sind. Ein Sprachkurs, ein Alphabetisierungskurs und ein reiner Männersprachkurs bieten Hilfe im Alltag. Dadurch, dass sich auch noch das Büro in den Räumen befindet, ist diese Adresse die Anlaufstelle schlechthin.

Hilfe wird stets benötigt

Aufgrund des Aushandelns eines Mietvertrags, der finanziell gut tragbar ist, und des Auftuns einer Möglichkeit der Zwischenlagerung bei der Sprengnetter Gruppe an der Heerstraße ist die Reaktion von Krämer-Resch gut zu verstehen. Sie kann ihre Freude nicht verbergen. Nur wenn es um die Spenden geht, wird sie kurzfristig etwas ruhiger.

„Wir brauchen Spenden, wir sind darauf angewiesen. Und praktische Hilfe wird benötigt – egal ob sporadisch oder kontinuierlich.“

Sie betont auch die bisherigen Spenden, zum Beispiel das Auto, das der Rotary Club gespendet hat.

Der benötigte Anhänger ist eine Spende des Lions Club. „Das Gefährt ist tagtäglich unterwegs, um Möbel heranzuschaffen und aufzustellen.“

Arbeit gibt es mehr als genug für ein Team von kreisweit 120 Leuten, dass engagiert anpackt und austeilt, damit die, die alles verloren haben, eine friedliche Zukunft haben.

Wer sich angesprochen fühlt und auch gerne mithelfen möchte, egal wie, kann im Internet unter der Adresse www.fluechtlingsnetzwerk-bn-aw.de informieren und sich Einblick in das Wirken des Vereins verschaffen.

Landtagsabgeordneter Horst Gies gratulierte Heike Krämer-Resch (2. v. l.) und ihren Mitstreiterinnen zu den neuen Räumlichkeiten. Foto: FIX

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