Spurensuche in der ehemaligen Synagoge
Gedenken an die Pogromnacht
Mogendorg. „Es war ein sehr beeindruckender und harmonischer Abend,“ war die Rückmeldung einer der rund 70 Teilnehmer am Gedenkabend an die Opfer der Novemberpogrome in der ehemaligen Synagoge in Mogendorf. Geschichtsexperte Bernd Stöder gab zunächst einen historischen Überblick über die jüdische Gemeinde. Erstmalig namentlich erwähnt wird Ende des 17. Jahrhunderts der Jude Salomon. Für rund 50 Jahre gehen die Mogendorfer Juden in die Synagoge nach Selters. In 1746 mieten sie in Mogendorf einen Raum als Synagoge an. 1845 entschloss sich die Jüdische Gemeinde, eine neue separate Synagoge zu bauen, die den Juden aus Mogendorf, Vielbach und Quirnbach als Versammlungsort dient. Am 10. November 1938 wird die Synagoge im Rahmen der landesweiten Novemberpogrome das Ziel der SS und der SA, die sie bis auf die Grundmauern zerstören, berichtete Bernd Ströder. Die letzten Mogendorfer Juden werden am gleichen Tag deportiert. 14 Jahre später verkauft die Jüdische Kultusgemeinde Koblenz das Grundstück an die Evangelische Kirchengemeinde Nordhofen, die die Ruine der Synagoge zur evangelischen Kirche Mogendorf umbaut. Im Anschluss an Bernd Ströders Vortrag sprach Judaistikexpertin Dr. Judith Thomanek über ein Bild, dass schon viele Jahre in der Mogendorfer Kirche hängt. Es zeigt das Schma Israel, das jüdische Glaubensbekenntnis in hebräischer Schrift, das inhaltlich 5. Mose 6, Vers 4-6 entspricht. Mit vielen Beispielen erläuterte Dr. Thomanek die einzelnen Zeilen des Textes. „Das Schma Israel ist das Grundprinzip und Fundament der jüdischen Theologie“, sagte sie. Zudem erklärte sie unter anderem die Bedeutung der Tefillin (Gebetsriemen), die zum Gebet angelegt werden und der Mesusot (Kapseln an den Türpfosten jüdischer Häuser), deren Verwendung auf das Schma Israel zurückgehen. Im Anschluss schlug Judith Thomanek eine Brücke zwischen Judentum und Christentum und gleichsam auch zwischen der ehemaligen Synagoge und heutiger evangelischer Kirche in Mogendorf. „In Markus 12, Vers 33 wird Jesus Christus nach dem höchsten Gebot gefragt. Er nennt das Schma Israel und gleichwertig das Gebot der Nächstenliebe“, so Thomanek. Stimmungsvoll musikalisch gestaltet wurde der Abend von Thomas Peters von Klezfluentes, der mit Klarinette, Bassklarinette und Tenorsaxophon Klezmer-Musik vortrug. Im Anschluss kamen die zahlreichen Besucher bei Tee und Plätzchen ins Gespräch, die die Kirchengemeinde vorbereitet hatte.
Pressemitteilung
Evangelisches
Dekanat Westerwald
Klarinettist Thomas Peters gestaltete die Veranstaltung musikalisch.
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