Allgemeine Berichte | 30.09.2021

Ökumenische Initiativen ermöglichen digitale Begegnungen

Gegen Rassismus und Antisemitismus

Flüchtlingslager Eleonas in Athen.Copyright: Sant‘ Egidio

Koblenz. Zu zwei digitalen Veranstaltungen mit den Themen „Rassismus“ und „Antisemitismus“ hatten die Jugendaktion „Wir gegen Rassismus“ im Bistum Trier, die Katholische Erwachsenenbildung Koblenz, die ökumenische Initiative „AnsprechBar“ und das Ökumenische Netz Rhein-Mosel-Saar eingeladen.

Henriette Kretz, die den Holocaust überlebt hat, war live aus Antwerpen zugeschaltet. „Unsere Erde ist so klein geworden, wir können in wenigen Stunden auf der anderen Seite der Erde sein. Wie dumm ist es zu denken: Es ist unser Platz und es soll niemand kommen! Die Erde ist kein Besitz von Einzelnen. Man muss das Leben schätzen und lieben. Es ist ein Geschenk“, so die 87-jährige Zeitzeugin, die sich auch gegen jede Form von Antisemitismus und Rassismus aussprach. Die 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Möglichkeit Fragen zu stellen und zeigten sich im Anschluss tief beeindruckt von der Begegnung.

An einem zweiten Abend berichtete Rebecca, eine Studentin aus Koblenz, von ihren beiden Hilfseinsätzen mit der katholischen Gemeinschaft Sant´ Egidio in griechischen Flüchtlingslagern. 2020 war sie in Moria, bevor das Lager abbrannte; in diesem Sommer besuchte sie das Lager Eleonas in Athen. Ihre Beschreibung der katastrophalen Zustände für Menschen auf der Flucht mitten in Europa schockierte die mehr als 25 Zuhörerinnen und Zuhörer. „Rebeccas Schilderungen machen deutlich, dass die Situation für die Betroffenen menschenunwürdig ist und es dringend politische Lösungen braucht“, sagte Pastoralreferent Christopher Hoffmann, der zusammen mit dem Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung Koblenz, Daniel Steiger, beide Veranstaltungen organisierte. Sant´ Egidio fordert etwa humanitäre Korridore für Menschen auf der Flucht.

Zu beiden digitalen Veranstaltungen gab es thematisch passende Livemusik von den Singer-Songwritern „Strangers & Friends“ und Björn Amadeus. Die Abende fanden im Rahmen der „Koblenzer Wochen der Demokratie“ statt.

Die Initiative „AnsprechBar“ bietet wöchentlich analoge oder digitale Angebote für junge Erwachsene zwischen 20 und 40 Jahren an. Alle Infos dazu auf www.ansprech-bar.de.

Pressemitteilung des

Bistums Trier

Die Holocaust-Überlebende Henriette Kretz.Copyright: Bistum Mainz

Die Holocaust-Überlebende Henriette Kretz.Copyright: Bistum Mainz

Flüchtlingslager Eleonas in Athen.Copyright: Sant‘ Egidio

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