Allgemeine Berichte | 03.06.2017

Pfarreiengemeinschaft Brohltal

Gelungene Radwallfahrt nach Bödingen

Diesjährige Tour mit insgesamt 23 Teilnehmern führte in den etwas unbekannteren Marienwallfahrtsort

Die Radfahrer bestens gelaunt in der Hennefer Morgensonne. privat

Bödingen. Die 22. Radwallfahrt der Pfarreiengemeinschaft Brohltal führte in diesem Jahr zu einem in der Gegend nicht so bekannten, aber doch bedeutenden Marienwallfahrtsort, nach Bödingen auf den Höhen des Siegtales bei Hennef. Nach dem Morgengebet in der Pfarrkirche St. Germanus in Niederzissen, was von Pfarrer i.R. Hans-Peter Müssenich geleitet wurde, der seit einigen Jahren selbst eifriger Radwallfahrer ist, machte sich die Gruppe bereit zur Abfahrt.

Es fing leicht an zu regnen und so musste schon vor der Abfahrt die vorsorglich mitgebrachte Regenschutzbekleidung angezogen werden. Leider begleitete der Dauerregen die Radwallfahrer den ganzen Tag über, ein Zustand, den es bei allen bisherigen Wallfahrten so noch nicht gegeben hat. Es gab in den letzten Wochen noch einige Absagen und so machten sich dann 14 Frauen und neun Männer auf den Weg durchs Brohltal an den Rhein.

Alles bekannte Gesichter, denn alle Radwallfahrer waren zum Teil schon viele Jahre, einige sogar von Anfang an dabei. Eine Frühstückspause wurde unter der schützenden B 9-Brücke kurz vor Oberwinter eingelegt. Alfred Meid war auch in diesem Jahr bewährter Fahrer des Begleitfahrzeuges, was wie bei den vorangegangenen Radwallfahrten vom DRK-Ortsverein Niederzissen gestellt wurde. Er hatte im Anhänger seines Fahrzeuges nicht nur leckere Verpflegung, sondern auch Tische und Bänke dabei, sodass während des Frühstücks auch eine kurze Erholungspause eingelegt werden konnte. Es gab frische Brötchen, Fleischwurst und Käse, aber auch schon von einigen Mitfahrerinnen selbst gebackenen Kuchen. Einige Radler wechselten nasse Klamotten, bevor es weiter auf dem linksrheinischen Radweg nach Bonn ging. Nach der Rheinüberquerung wurde unter der Kennedy-Brücke in Bonn-Beuel eine Mittagrast eingelegt.

Die Radwallfahrer waren heilfroh, endlich mal wieder eine Zeit lang nicht dem Regen ausgesetzt zu sein, dennoch dauerte die Pause trotz eines Mittagsgebetes und einer Gesangseinlage nicht allzu lange, denn es war doch recht ungemütlich und zugig unter der Rheinbrücke. Über Hangelar und St. Augustin ging es auf dem Radweg entlang der Landstraße recht zügig durch das Siegtal nach Hennef ins Hotel, wo für zwei Tage Quartier bezogen wurde. Der Dauerregen hatte dazu geführt, dass keine weitere Pause mehr eingelegt wurde, und so kamen die Radwallfahrer rund zwei Stunden vor der vorgesehenen Zeit auf ihre Zimmer und konnten endlich trockene Sachen anziehen, nicht ohne vorher eine diesmal willkommene und heiße Dusche über sich ergehen zu lassen. Das Abendessen wurde gemeinsam im Hennefer Wirtshaus eingenommen, wo die Gruppe danach noch einige Zeit bei angeregten Gesprächen zusammen saß.

Das Wetter dreht sich

Am anderen Morgen hatte sich das Wetter komplett ins Positive gewandelt. Bei strahlendem Sonnenschein wurde erst die Morgenandacht von Hans-Peter Müssenich abgehalten und dann das reichhaltige Frühstück eingenommen. Schnell war sich die Gruppe einig, dass wenige Kilometer entfernte mittelalterliche Städtchen Blankenberg zu besuchen. Mit der Bahn ging es dorthin und bald stellten die Mitgereisten fest, dieser Besuch hat sich gelohnt. Der Aufstieg zur Burgruine war zwar anstrengend, aber der Ausblick über das Siegtal, über Siegburg bis ins Rheintal und darüber hinaus war schon etwas Besonderes. Ebenso wie der schmucke Ort Blankenberg, der schon 1245 Stadtrechte verliehen bekam. Obwohl sie diese 1805 wieder verloren, präsentiert der kleine goldmedaillenprämierte Ort eine Fülle von sorgfältig restaurierten und sauberen Fachwerkhäusern, alle sehenswert und mit einer langen Geschichte. In einem, für seine Windbeutel-Variationen bekannten, Café ließen es sich die Radwallwallfahrer gut gehen, ehe es nach einer 20-minütigen Wanderung mit dem Zug wieder zurück nach Hennef ging.

Dann ging es mit Fahrzeugen zum eigentlichen Ziel dieser Radwallfahrt, die Pfarrkirche „Zur Schmerzhaften Mutter“ in Bödingen.

Diese Klosterkirche mit vielen Sehenswürdigkeiten beherbergt den Marienaltar mit dem wundertätigen Gnadenbild von 1350. Ein sehr gut informierter einheimischer Angehöriger des Pfarrgemeinderates führte die Radwallfahrer um den Klosterkomplex und in die Wallfahrtskirche und erklärte anschaulich mit vielen interessanten Erzählungen die Geschichte dieses alten Wallfahrtsortes, der heute noch von tausenden Pilgern besucht wird. Höhepunkt war dann eine heilige Messe in der Wallfahrtskirche, zelebriert von dem noch Allen wohlbekannten und beliebten Pater Wolfgang Nick aus Koblenz, der viele Jahre als Pfarrer in Niederzissen tätig war. Nach der Rückkehr nach Hennef wurde wieder in der Gaststätte „Hennefer Wirtshaus“ zu Abend gegessen und die Erlebnisse des Tages ausgetauscht.

Nach dem Morgengebet und dem Frühstück erfolgte bei strahlendem Wetter die Heimfahrt auf den gleichen Radwegen, wie bei der Hintour. Auch diesmal gab es keine Komplikationen, lediglich in der Bonner Rheinaue musste ein Plattfuß beseitigt werden, ausgerechnet beim Rad des Geburtstagskindes Hein Kather, was aber für die geübten Radfahrer kein Problem war. Gott sei Dank blieben Stürze wie im Vorjahr aus und nach der Mittagsrast am Rhein in Bonn-Plittersdorf und einer erfrischenden Eis-Rast auf der Remagener Rheinpromenade, erreichten die Radwallfahrer planmäßig gegen 17.30 Uhr ihren Ausgangspunkt, die Pfarrkirche in Niederzissen, wo unter Anleitung von Pfarrer i.R. Hans-Peter Müssenich frohen Herzens ein Dankgebet gesprochen wurde. Es war mal wieder eine vom Ehepaar Johanna und Hein Kather hervorragend ausgesuchte und vorbereitete Radwallfahrt, die bei allen Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben wird.

Der Termin für das obligatorische Nachtreffen mit Fotoshow steht auch schon fest: am Freitag, 14. Juli gibt es im Niederzissener Pfarrheim ein fröhliches Wiedersehen.

Die Radfahrer bestens gelaunt in der Hennefer Morgensonne. Foto: privat

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