Allgemeine Berichte | 24.08.2021

Christan Knees lädt ein zum „Fluthilfe Charity Ride“ zugunsten autistische Kinder und Jugendlicher

Gemeinsam eine Runde Radfahren für den guten Zweck

Der Verein „Leben mit Autismus“ hat sein integratives Eiscafé in Odendorf in den Fluten verloren – Auch die Radprofis André Greipel, Marcel Sieberg, Phil Bauhaus, Nikias Arndt und Torsten Weber sind am 31. Oktober mit am Start

Rheinbach. „Gemeinsam sind wir stark - und gemeinsam fahren wir eine Runde Rad für den guten Zweck!“ Unter diesem Motto veranstaltet der ehemalige Radrennprofi und Tour de France-Edelhelfer Christian Knees (Rheinbach) einen „Fluthilfe Charity Ride“ zugunsten des Vereins „Leben mit Autismus e.V.“, dessen integratives Eiscafé in Odendorf ein Opfer der Fluten wurde.

Am 31. Oktober startet die Rundfahrt über 70 Kilometer mit 500 Höhenmetern um 11 Uhr auf dem Parkplatz des Freizeitparks in Rheinbach. Man wolle zwar gemeinsam Spaß haben und etwas Gutes tun, dabei auch keine Rekorde brechen, dennoch sei die Fahrt für erfahrene Hobbyradsportler gedacht. Trikotsponsor Bioracer sorgt zudem dafür, dass alle Teilnehmer mit einem Event-Trikot ausgestattet werden.

Rund um den Start- und Zielpunkt sind an diesem Tag weitere Aktionen geplant, für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt.

Startgeld wird direkt an den Verein gespendet

Neben Knees sind auch noch die weithin bekannten Radprofis André Greipel, Marcel Sieberg, Phil Bauhaus, Nikias Arndt und Torsten Weber mit am Start und unterstützen damit den Verein, der durch das Jahrhunderthochwasser am Rande der Existenz steht. Der Verein „Leben mit Autismus“ setzt sich für autistische Kinder und deren Familien ein und hat dafür wegweisende Einrichtungen geschaffen. Doch leider haben die Wassermassen das integrative Eiscafé in Odendorf komplett zerstört. „Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass hier bald schon wieder glückliche Menschen ihren Alltag meistern können“, beschreibt Knees seine Motivation. Deshalb wird das Startgeld von 150 Euro direkt an den Verein gespendet, wobei auch klar ist: „Mehr geht natürlich auch, und eine Spendenquittung gibt es auf Wunsch ebenfalls.“

Für den Vereinsvorsitzenden Peter Schumacher war die Fortsetzung der Vereinsarbeit noch nie so wichtig wie heute. „Auch wenn wir aufgrund der schrecklichen Hochwasserkatastrophe vieles verloren haben, wird das unsere Motivation nicht mindern.“

Dabei hatte er selbst gleich mehrere Schockmomente zu verarbeiten. „Ich selbst bin zusammen mit meinem autistischen Sohn Opfer dieser Flut geworden. Unser Wohnhaus können wir wegen der verheerenden Schäden frühestens in zwölf Monaten wieder beziehen. Mein Sohn hat aufgrund der Flut nicht nur sein Zuhause und seine Arbeitsstätte verloren, sondern auch zwölf werkstattangehörige Mitarbeiter, die bei der schrecklichen Katastrophe in Sinzig ums Leben gekommen sind. Dies alles ist für uns unfassbar und kaum zu verarbeiten.“

Schwierige Herausforderungen in neuer Lebenssituation

Viele betroffene Menschen seien verzweifelt und müssten sich jetzt einer vollkommen neuen Lebenssituation mit schwierigen Herausforderungen stellen. Bei dieser enormen Belastung sei es sehr hilfreich und wichtig, dass die Betroffenen – wenn auch nur zeitweise – so gut wie möglich in den gewohnten Alltag zurückfinden. „Gerade Menschen mit Autismus und anderen Behinderungsformen benötigen in dieser schweren Zeit unsere besondere Unterstützung und Zuwendung“, weiß Schumacher.

Deshalb freue er sich, dass der Verein schon bald wieder mit seinen Freizeitangeboten starten könne. So könne das Musikorchester des Vereins dank der vielen Spenden und der Unterstützung der Johannesschule Bonn bereits am Freitag, 27. August, wieder mit den Proben beginnen.

Weitere Freizeitangebote des Vereins sollen in den nächsten Tagen folgen. „Die schnelle Wiederaufnahme dieser Angebote ist uns besonders wichtig, da aufgrund der Katastrophe viele Strukturen und Gewohnheiten, die den Betroffenen Halt und Sicherheit gegeben haben, verloren gegangen sind.“

Freizeitbereich startet wieder mit Veranstaltungen

Fehlende Strukturen und plötzliche Veränderungen führten insbesondere bei Kindern und Jugendlichen mit Autismus sehr häufig zu Orientierungslosigkeit und Überforderung. Daher sei der Freizeitbereich und die damit verbundene kompetente und verständnisvolle Betreuung durch erfahrenes und qualifiziertes Personal für die betroffenen Kinder und Jugendlichen gerade jetzt besonders wichtig. Auch für deren Eltern bedeuten die Freizeitangebote in diesen schweren Tagen eine erhebliche Entlastung.

Wer am „Fluthilfe Charity Ride“ teilnehmen will, kann sich schon jetzt per Mail unter cknees@pmp-coaching.de anmelden und erhält dann umgehend alle nötigen Informationen. Allerdings ist Eile geboten, denn die Teilnehmerzahl ist auf 200 begrenzt, die Hälfte der Plätze ist bereits vergeben. Wer direkt spenden will, auch ohne Teilnahme am Ride kann dies tun unter www.lebenmitautismus.de. JOST

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