Allgemeine Berichte | 11.07.2024

Erster Mittagstisch in Hardert - Gesundheitsförderung der Kreisverwaltung Neuwied und AOK unterstützen Pilotprojekt

Gemeinsam statt einsam beim Mittagessen

Dem Einsatz der Harderter Bürgerinnen Elke Krainbucher, Roselinde Gans, Martina Dittrich und Regine Jung (2.-5.v.l.) ist es maßgeblich zu verdanken, dass der erste Mittagstisch durchgeführt- und ein Erfolg werden konnte. Darüber freute sich auch Frau Dr. Ursula Kannengießer von der AOK.  Foto: Rita Hoffmann-Roth

Hardert. Unter dem Motto: „Gemeinsam statt Einsam - leckeres Essen und neue Kontakte“, fand im Dorfgemeinschaftshaus Hardert kürzlich der erste Mittagstisch statt.

Gemeinsam mit der Gesundheitsförderung der Kreisverwaltung Neuwied und der AOK Rheinland-Pfalz/ Saarland hatten vier ehrenamtlich engagierte Damen aus Hardert dieses Pilotprojekt „Bewirtung“ geplant.

Die Einrichtung von Mittagstischen im Kreis Neuwied wird von der Koordinierungsstelle Gesundheitsförderung unterstützt, da eine solches Angebot nicht nur einer gesunden Ernährung zuträglich ist, sondern den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zugleich die Möglichkeit bietet, soziale Kontakten aufzubauen und zu pflegen. Rita Hoffmann-Roth von der Koordinierungsstelle weist darauf hin, dass vielfältige soziale Kontakte für das Wohlbefinden und die psychische Gesundheit sehr wichtig sind: „Durch Krankheit oder Verlust von Angehörigen reduzieren sich diese Kontakte im Laufe des Lebens häufig. Hier soll ein regelmäßiger Austausch beim Mittagstisch entgegenwirken“, stellt die Fachfrau für Gesundheitsförderung und Prävention fest.

Bestenfalls wird der Weg zum Mittagstisch, wenn möglich, zu Fuß zurückgelegt, so dass auch wieder mehr Bewegung ins Leben kommt. In Hardert besteht allerdings auch die Möglichkeit, einen Fahrdienst in Anspruch zu nehmen.

Im Vorfeld hatte bereits eine Informationsveranstaltung stattgefunden, in der Dr. Ursula Kannengießer (AOK) über gesunde und schmackhafte Seniorenernährung informierte. Im Laufe des Lebens ändern sich die Bedürfnisse des Körpers, einige Nährstoffe werden nicht mehr so gut aufgenommen und die benötigte Kalorienmenge sinkt.

Dies alles galt es bei der Menüplanung zu berücksichtigen. „Auch, wenn es aufwendig ist, so wollten wir in Hardert diese Menüplanung keinem Externen überlassen, sondern vom Einkauf über die Zubereitung und Werbung alles in die eigenen Hände nehmen“, sagt Martina Dittrich als Vertretung der aktiven Ehrenamtlichen.

Dies ist auch das Alleinstellungsmerkmal des neuen Harderter Mittagstisches. Möglicherweise könnte das Pilotprojekt ein Beispiel für weitere Mittagstisch-Organisatoren im Kreis werden.

17 Personen hatten sich zum ersten Mittagstisch angemeldet. Sowohl die Köchinnen als auch die teilnehmenden Seniorinnen und Senioren äußerten sich sehr zufrieden über diesen ersten Mittagstisch und lobten die leckeren, ausgefallenen Gerichte.

„Es stimmt zuversichtlich, dass sich die Organisatorinnen aufgrund der guten Resonanz dazu entschlossen haben, weitere Mittagstische anzubieten. Die bekannte Lebensweisheit wonach seelisches und körperliche Wohlbefinden auch beim Essen und Trinken in Wechselwirkung stehen, wird dadurch mit Leben erfüllt“, freut sich auch Landrat Achim Hallerbach über den Premierenerfolg. Der nächste Termin ist für den 17. September geplant. Neue Gäste sind immer willkommen.

Wer nun entweder als Gast oder zur Unterstützung des Kochteams wie auch zur Umsetzung eines eigenen Angebotes in weiteren Ortsgemeinden Interesse an diesem Angebot hat, kann Informationen bei den Seniorenbeauftragten der Ortsgemeinde Hardert, Gunter Jung 02634 1638 und Franz-Josef Krainbucher, 02634 9400039, oder bei der Koordinierungsstelle Gesundheitsförderung Rita Hoffmann-Roth und Melanie Böhm (02631-803 718 gesundheitsfoerderung@kreis-neuwied.de) erhalten.

Pressemitteilung des

Kreis Neuwied

Dem Einsatz der Harderter Bürgerinnen Elke Krainbucher, Roselinde Gans, Martina Dittrich und Regine Jung (2.-5.v.l.) ist es maßgeblich zu verdanken, dass der erste Mittagstisch durchgeführt- und ein Erfolg werden konnte. Darüber freute sich auch Frau Dr. Ursula Kannengießer von der AOK. Foto: Rita Hoffmann-Roth

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