Übung von Malteser Hilfsdienst Rheinbach und Feuerwehr Swisttal
Gemeinsam üben - voneinander lernen
Swisttal. Seit nunmehr elf Jahren üben der Malteser Hilfsdienst Rheinbach und die Feuerwehr Swisttal regelmäßig etwa ein oder zwei mal im Jahr gemeinsam, um sich auf die kommenden Einsätze gemeinsam vorzubereiten, sich auszutauschen und sich untereinander besser kennenzulernen. Weiter lernt jeder das Material und die Möglichkeiten des anderen besser kennen und sieht dieses vor allem in der praktischen Anwendung während der Übung. Wichtiges Ziel aller Übungen der letzten Jahre war und ist die Kommunikation untereinander zu verbessern.
Von Seiten der Malteser wurden diese Übungen vor allem in die Ausbildung der Rettungsassistenten eingebaut, sodass jetzt die angehenden Notfallsanitäter an den Übungen teilnehmen. Aber auch erfahrene Mitarbeiter der Rettungsdienstes und Notärzte nutzen die Gelegenheit dieser Übungen gerne. Von Seiten der Feuerwehr Swisttal nutzen die Löschgruppen Ludendorf und Miel diese Übungen, um mehr über die praktische Arbeit des Rettungsdienstes zu erfahren.
Eine Übung aus dem Bereich Technischen Hilfeleistung stand auf dem Programm
Nach verschiedenen, vergangenen Lagen aus den Bereichen Technische Hilfeleistung, Brandschutz und ABC Einsatz, galt es diesmal wieder eine Übung aus dem Bereich der Technischen Hilfeleistung zu bewältigen.
Angenommen wurde, dass auf dem Gelände des Baubetriebshofs der Gemeinde Swisttal der Fahrer eines LKW während der Fahrt einen Herzinfarkt erlitten hatte und als Folge mit dem LKW in eine Lagerbox und gegen das dort stehende Förderband gefahren ist. Als Folge verkeilte sich der LKW zwischen den Eisenwänden der Box, sodass sich die Türen des LKW nicht mehr öffnen ließen. Da auf dem Förderband zwei Arbeiter beschäftigt waren, wurden diese in Mitleidenschaft gezogen. Einer fiel unglücklich von dem Förderband auf eine im Boden steckende Eisenstande, welche ihn im Bereich des Bauches durchbohrte. Der zweite Arbeiter wurde in den Hackschnitzel-Vorratsbunker der Heizung hinter dem Förderband geschleudert und schwer verletzt.
Da zunächst nur der Herzinfarkt des LKW Fahrers gemeldet war, wurde 1 Rettungswagen (RTW) und 1 Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) zur Einsatzstelle geschickt. Nach Erkunden der Lage erkannten diese den Verletzen im LKW und den Verletzen mit der Eisenstange und erhielten die Information, dass noch ein weiterer Arbeiter vermisst wird. Sie forderten die Feuerwehr und weitere Kräfte des Rettungsdienstes nach. Sodass nach kurzer Zeit 2 RTW, 1 NEF, 1 simulierter Rettungshubschrauber sowie die Feuerwehr zur Rettung der Verletzten bereitstanden.
Eingeklemmter Fahrer musste aus dem LKW befreit werden
Nach deren Eintreffen wurde der LKW mittels der festeingebauten Zugeinrichtung des Rüstwagens der Feuerwehr Swisttal aus der Lagerbox gezogen, um an den verletzten Fahrer gelangen zu können. Dieser wurde versorgt und aus dem Führerhaus gerettet. Weiter wurde die Suche nach dem vermissten Arbeiter eingeleitet. Gleichzeitig wurde die Befreiung des Arbeiters, den die Eisenstange durchbohrt hatte, vorbereitet. Dazu wurde schließlich die Eisenstange am Boden abgetrennt und der Patient mit der Eisenstange in den RTW verbracht.
Nachdem der LKW den Weg in die Lagerbox freigemacht hatte und das Förderband entfernt worden war, konnte die Versorgung des inzwischen lokalisierten Arbeiters in dem Vorratsbunker durchgeführt werden und auch dieser aus seiner Lage gerettet werden.
Nach der Übung teilten die Beobachter der Übung unter anderem der Swisttaler Wehrleiter Stefan Schumacher und die Wachleitung der Rettungswache Rheinbach Ansgar Rehbein und Thorsten Schuhmann ihre Beobachtungen mit. Es bleibt festzuhalten, dass sich die Arbeit der letzten Jahre bemerken lässt und die Übung ruhig, konzentriert und mit einer guten Kommunikation untereinander abgearbeitet wurde.
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