Verbundkrankenhaus Linz-Remagen
Gemeinsam über den Rhein hinweg
Netzwerkarbeit für Mund-Nasen-Masken
Linz/Remagen. Kaum war der Gedanke zu Ende gedacht, dass das Verbundkrankenhaus Linz-Remagen dem aktuellen Materialmangel an medizinischen Mundschutzen mit textilen Behelfsmasken entgegentreten könnte, haben in Linz und Remagen die Nähmaschinen begonnen zu rattern. In zahlreichen Einzel- und Gruppeninitiativen wurden bislang Masken in Handarbeit hergestellt und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beiden Krankenhäuser zur Verfügung gestellt.
Eine der ersten Initiativen dürfte der Aufruf der Pfarreiengemeinschaft Linz gewesen sein, die mittlerweile nicht nur den Verbund, sondern auch zahlreiche weitere Gesundheitseinrichtungen in Linz mit den Behelfsmasken versorgt hat. Hier wurde ein Prototyp entworfen und eine Nähanleitung mit Tipps versehen, die dann zahlreiche freiwillige Näherinnen und Näher erreichte.
Unterstützer fanden sich viele: Das Stoffhaus Wendel aus Linz stiftete Stoffe. Auch Garn und Nähnadeln wurden bei umfangreicher Produktion bereitgestellt. Doch auch auf der anderen Rheinseite starteten viele Aktionen bis in die Eifel hinein: So nähten beispielsweise die Landfrauen zahlreiche farbenfrohe Modelle.
Der Tatendrang der Region überwindet dabei auch ganz selbstverständlich den Rhein als Grenze und macht ihn zu einem verbindenden Element: Die gespendeten Drähte wurden bei einer Mitarbeiterin zuhause geschnitten und mit Lackenden versehen, damit die Drähte auch nach mehreren Waschgängen möglichst nicht die Stoffkanten durchstechen. Mehrere tausend Drähte wurden so auf Remagener Seite hergestellt und nicht nur dort, sondern auch auf der Linzer Seite verteilt. Die Masken aus Linz wiederum fanden ebenso wie jene aus Remagen den Weg über den Rhein zu den beiden Standorten des Verbundkrankenhauses.
Letztendlich haben bisher mehrere Tausend Mund-Nasen-Masken das Verbundkrankenhaus erreicht und dort ist man überwältigt von der Hilfsbereitschaft von jedem einzelnen. Jeder Punkt in einem Netzwerk macht das gesamte aus.
Neben den vielen Helferinnen und Helfern in diesem organisierten Projekt gibt es aber auch so viele Einzelnäherinnen und –näher, Menschen die mit kleinen Gesten und Sachspenden unterstützen. Daher ein weiterer Dank an Frau Charlotte Conzelmann die die Herstellung der Schutzvisiere die im QM des Verbundkrankenhauses Linz-Remagen erstellt worden sind, erst möglich gemacht hat. Sie hat dem Verbundkrankenhaus ein Video und notwendiges Material gespendet, damit diese Visiere hergestellt werden können, um die Mitarbeiter vor der Ansteckung an dem Covid-19-Virus zu schützen. Der Tatendrang der Bevölkerung ist so überwältigend, dass es kaum noch möglich ist, jeden einzelnen namentlich zu erwähnen. Manche bleiben unbekannt, aber unvergessen.
Pressemitteilung
Verbundkrankenhaus
Linz-Remagen
