Allgemeine Berichte | 27.09.2016

SGD Nord

Gemeinsame Trinkwasserversorgung im Rhein-Lahn-Kreis

Rhein-Lahn-Kreis. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord unterstützt die Verbandsgemeinden Bad Ems, Nassau, Nastätten und Loreley (Rhein-Lahn-Kreis) bei der Sicherstellung einer langfristigen, gemeinsamen Trinkwasserversorgung. In einer öffentlichen Sitzung im Bürgerhaus Dachsenhausen (VG Loreley) wurde den Werkausschüssen der vier Verbandsgemeinden aktuell ein Konzept für die regionale Wasser- und Ersatzwasserversorgung im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit vorgestellt. „Ich begrüße die Kooperation der Verbandsgemeinden bei der Planung und Umsetzung eines überregionalen Konzepts zur Trinkwasserversorgung. Dieses beinhaltet den Bau eines zentralen Hochbehälters. Damit können mittelfristig bis zu 10 Hochbehälter in den vier Verbandsgemeinden ersetzt und somit rund 3.000 Einwohner mit Trinkwasser versorgt werden“, so Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der SGD Nord. Als Obere Wasserbehörde hatte die SGD Nord die Erstellung eines solchen Konzeptes empfohlen. Dieses wurde von einem Ingenieurbüro zusammen mit den Mitarbeitern der vier Verbandsgemeinden im Rahmen einer Reihe von Workshops und Abstimmungsgesprächen erarbeitet. Die SGD Nord begleitet das Projekt fachlich in enger Abstimmung mit den Verbandsgemeinden. Dazu zählen die notwendigen Genehmigungen, die technische Beratung sowie die finanzielle Abwicklung der Förderung durch das Land Rheinland-Pfalz. Die Vorteile eines zentralen Hochbehälters liegen darin, dass mögliche, lokale Wasserdefizite ausgeglichen und vorhandene Wasserüberschüsse eingebracht werden können. Auch wirtschaftlich betrachtet, ist der Neubau des zentralen Behälters sinnvoll, weil damit auf die aufwendige und kostenintensive Sanierung von einzelnen Behältern verzichtet werden kann. Das überregionale Versorgungskonzept ist aus wasserwirtschaftlicher Sicht ein Gewinn, weil so bei Störfällen und auch vor dem Hintergrund der klimatischen Veränderungen und dem damit verbundenen saisonalen Rückgang des Wasserangebots, eine ausreichende Wasserversorgung langfristig gesichert wird.

Pressemitteilung SGD Nord

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