Verein Politik Aktiv aus Rheinbach
Gendern? Nicht mit uns!
Rheinbach. Der Verein Poltik Aktiv hatte kürzlich den Kölner Regionalchef des Vereins Deutscher Sprache zu Gast. Eine sportliche Erscheinung, das ist Ralph Aurand, seine 72 Jahre sieht man jedenfalls dem Simultandolmetscher für skandinavische Sprachen nicht an. Berufsbedingt ist Brüssel seine zweite Heimat.
Anschaulich schilderte er die Geschichte seines Vereins. Ursprünglich war die zu oft unnötige Verwendung von Anglizismen der Grund für die Vereinsgründung. Erst später kamen andere Entwicklungen wie das „Gendern“ in der Sprache hinzu. Zwischenzeitlich hat der Verein fast fünfzigtausend Mitglieder, viele davon sind auch im Ausland ansässig. Also Menschen, für die unsere Sprache eine Fremdsprache ist. Er stelllte klar, dass es für diese Gruppe besonderes unverständlich ist wenn Wörter mit Sternchen, Doppelpunkt, Binnen-I, Unterstriche oder andere Zeichen verunstaltet werden. Die deutsche Sprache ist für Ausländer sicher keine einfache Sprache, aber eine sehr interessante Sprache. Ist es doch die Sprache in der sich Goethe und Schiller, aber auch Thomas Mann und Berthold Brecht ausdrückten.
Inzwischen zog diese sprachliche Verunstaltung auch in verschiedene Rathäuser ein. Köln ist eines der jüngsten Beispiele. Der Verein Deutscher Sprache bezieht deshalb stets Stellung, beispielsweise auch gegenüber dem Bürgerbeteiligungsausschuss. So unterstellte der Rat dem Verein u.a. gegen die sprachliche Gleichstellung von Männern und Frauen zu sein. Das ist falsch. Vielmehr geht es darum die Verwaltungssprache nicht durch sprachlich falsche und irreführende Kommunikationsformen zu verfälschen und damit Irritationen bei den Menschen herbeizuführen sowie entgegen der erklärten Absicht, „Wertschätzung“ zu zeigen, die Bürgerschaft zu verunsichern, stellte der Referemnt klar.
Allein maßgebend ist das „Amtliche Regelwerk Deutsche Rechtschreibung“, das 1996 verbindlich für den gesamten deutschen Sprachraum eingeführt wurde. „Es ist doch so wie mit der Straßenverkehrsordnung, die gilt, egal ob ich als Fußgänger, Radfahrer oder mit dem Elektromobil unterwegs bin, und egal ob ich als Frau oder Mann mich im Verkehr bewege“ kommentierte Klaus Besier die Rechtslage. Er selbst wird in sozialen Medien oft als Sprachpolizist diffamiert, wenn er das „Gendern“ unserer Sprache kritisiert.
Hoffnungsvoll stimmte die Stammtischteilnehmer, dass die Zahl der Menschen, die diese Verunstaltung unserer Sprache ablehnen immer größer wird. Zwischenzeitlich sprechen sich ungefähr 70 Prozent der Menschen gegen das „Gendern“ aus. Viele Prominente sind Mitglied des Vereins Deutscher Sprache. Unter ihnen Literaturwissenschaftler, Künstler wie Hape Kerkeling oder Dieter Hallervorden, Persönlichkeiten wie der Richter am Bundesverfassungsgericht Peter Michael Huber oder die Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld. Bedauerlicherweise gibt es permanent Versuche der Gender-Befürworter den Verein Deutscher Sprache als „rechts“ zu diffamieren. Das passiert leider oft, wenn die sachlichen Argumente ausgehen. Das musste kürzlich auch die Schriftstellerin und Literaturkritikerin Elke Heidenreich erfahren, die sich kritisch zum „Gendern“ äußerte. „Dieses feministische Getue in der Sprache geht mir furchtbar gegen den Strich“ und weiter „Ich mache die Sprachverhunzung nicht mit“.
Recht hat sie. Auch im Verein und am Stammtisch wird regelkonform geschrieben und ohne „Schluckauf“ gesprochen. Das versprach Vorstand Günter Klein bei der Verabschiedung des Gastes. Als Dankeschön für den gelungenen Abend und elequenten Vortrag gab es einen Korb Meckenheimer Äpfel mit dem sehr deutsch klingenden Namen „Fuji“ und eine Flasche „Flutwein“ aus dem Ahrtal.
Pressemitteilung
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