Allgemeine Berichte | 26.05.2025

Heinz Lempertz hält seinen letzten Vortrag bei der Parkinson-Selbsthilfegruppe in Mendig

Geschichte hautnah erlebt und erzählt

Hans-Jürgen Heep (links), Regionalgruppe Mendig-Pellenz der Deutschen Parkinson Vereinigung, freute sich Heinz Lempertz (rechts) zu einem Vortrag begrüßen zu können.  Foto: Stefan Pauly/VG-Verwaltung Mendig

Mendig. Heinz Lempertz hat in seinen mehr als 80 Lebensjahren viel erlebt und wenn er zurückblickt ist es ihm wichtig, dass er 80 Jahre Frieden erleben durfte. Ein Thema seines „letzten Vortrags“, den er jetzt bei der Regionalgruppe Mendig-Pellenz der Deutschen Parkinson Vereinigung gehalten hat.

Wenn Heinz Lempertz ins Erzählen kommt, spürt man die Energie und Empathie, die er verströmt. Eigentlich wollte er das Kapitel „Vorträge“ bereits geschlossen haben, aber seine Frau Maria überzeugte ihn ein letztes Mal vor ein Auditorium zu treten, nachdem eine Anfrage von der Parkinson-Selbsthilfegruppe kam. „Leider kann sie heute nicht mehr dabei sein“, so ein sichtlich bewegter Heinz Lempertz über den plötzlichen Tod seiner Frau. So sieht er seinen Vortrag auch als Vermächtnis und berichtet über ein Leben in dem die Familie und die Heimat immer höchste Priorität hatten und haben.

In einer kleinen Dose hat Heinz Lempertz Symbole seines Lebens gesammelt. Da spielt eine Ziege, die die Milch symbolisiert, genauso eine Rolle, wie ein Bierkrug, der für das Gambrinusfest steht, dass er mit aus der Taufe gehoben hat. Er erzählt von seinem ersten Berufswunsch: „Ich wollte Priester werden. Deshalb besuchte ich auch eine Klosterschule“, berichtet er. Letztlich arbeitete er bei der Bahn, lernte seine Frau kennen und heiratete sie. „Es war die letzte standesamtliche Ehe, die in der Stadt Niedermendig geschlossen wurde, bevor wir zur Stadt Mendig wurden“, schmunzelt er. Als erster Pressereferent im Kreis Mayen-Koblenz setzte er regionale Ausrufezeichen, die er auch seiner Heimatstadt nicht vorenthielt. Ein Beispiel: Die Gründung der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft 1987 mit all ihren Anstößen – unter anderem bis hin zum Vulkanpark und zum „Albertinum“ (Bier- und Steinmetzmuseum). Eine Lebensgeschichte, die die Zuhörerinnen und Zuhörer der Selbsthilfegruppe mitnahm und sie letztlich auch einem historischen Moment beiwohnen ließ: dem letzten Vortrag von Heinz Lempertz nach seinen wohl über 100 Vorträgen über Heimat, Religion, Umweltschutz und Vulkanologie.

Info zur RegionalgruppeMendig-Pellenz der Deutschen Parkinson Vereinigung

Ansprechpartner: Hans-Jürgen Heep (0 26 32) 2 02 70 05

E-Mail: Hans-juergen.Heep@gmx.de

Internet: www.parkinson-mendig.de

Die Gruppe trifft sich jeden zweiten Mittwoch im Monat, 16 bis 18 Uhr, im DRK-Haus in Mendig, Pellenzstraße 84a.

Hans-Jürgen Heep (links), Regionalgruppe Mendig-Pellenz der Deutschen Parkinson Vereinigung, freute sich Heinz Lempertz (rechts) zu einem Vortrag begrüßen zu können. Foto: Stefan Pauly/VG-Verwaltung Mendig

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