Allgemeine Berichte | 18.07.2018

Christliches Liedgut zu Gast in Oberbachem

Glaube, Meditation und Musik

Chor Navicula lud zu Gebet und Andacht in der Tradition von Taizé

Chorleiterin Edith Gonnermann übernahm die instrumentale Begleitung in der stimmungsvoll geschmückten Kirche, in der sich die musikalischen Passagen mit besinnlichen gesprochenen Texten abwechselten. CEW

Oberbachem. Zwei- bis dreimal im Jahr bietet der Chor Navicula die Gelegenheit zu Taizégebet, -gesang und -mediation im Drachenfelser Ländchen. Dieses Mal verteilten sich die Chormitglieder des weltlich ebenso wie christlich ausgerichteten Chors in der Kirche Heilige Drei Könige in Oberbachem in den Bänken. Stimmungsvoll dekoriert und mit geistlichen Tönen aus Taizéliedern und -gebeten untermalt erlebten die Besucher die besondere Atmosphäre des weltbekannten Treffpunkts in Frankreich hautnah.

Taizé ist alljährlich Sammelpunkt tausender ökumenischer Christen. Die Geschichte des Ortes nahm mitten im Zweiten Weltkrieg ihren Anfang, als der evangelische Bruder (Frère) Roger Schutz dort ein Haus kaufte und Verfolgte aufnahm. Später gelangte das kleine Dorf zwischen Lyon und Dijon zu weltweiter Bekanntheit, weil dort unter Frère Roger der erste ökumenische Orden der Welt zusammenfand. Die Gemeinschaft mit überwiegend evangelischen Wurzeln nutzte nach einer Anfrage an den dortigen Bischof die katholische Kirche für ihre Messen mit. Der örtliche Vertreter des Heiligen Stuhls und spätere Papst Johannes XXIII. hatte den Bischof in seiner Entscheidung bestärkt. Heute steht das kleine Dorf symbolisch für Frieden und gelebte Ökumene. Es bietet rund 100.000 Christen jährlich einen Treffpunkt, an dem man sich in diesem Sinne austauschen und die besondere Atmosphäre erleben kann.

Im Laufe der Jahrzehnte bildeten sich verschiedene Lieder, Gebete und Mediationen heraus, die man in der Tradition von Taizé verwendet. Ein solches Liederbuch fanden die Besucher in Oberbachem auf den Bänken und genossen die einzigartige Atmosphäre mit kunstvoller Klavierbegleitung durch die Chorleiterin Edith Gonnermann, gut abgestimmten Stimmen des im Raum verteilten Chors und der Lieder und Meditationen. Gesungen wurden unter anderem „Bénissez le Seigneur“, „Meine Hoffnung und meine Freude“ und „Bless the Lord“. Interessierte finden im Internet unter www.chor-navicula.de weitere Informationen zu künftigen Auftritten, Chorproben und einigem mehr.

Chorleiterin Edith Gonnermann übernahm die instrumentale Begleitung in der stimmungsvoll geschmückten Kirche, in der sich die musikalischen Passagen mit besinnlichen gesprochenen Texten abwechselten. Foto: CEW Foto: Petra Reuter

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