Allgemeine Berichte | 19.03.2019

Katzenschutzfreunde Rhein-Ahr-Eifel e.V.

Glück gehabt!

Elf Katzen entkommen Dank sofortigem Einsatz einem langen Martyrium

Eine der geretteten Katzen.Foto: privat

Kreis Ahrweiler. Eigentlich war es ein ganz normaler Tag für den Telefondienst, nicht aber für elf Katzen. Unsere Mitarbeiterin konnte es fast nicht glauben, was ihr der Anrufer erzählte.

Die Geschichte ist folgende:

Vor circa acht Jahren fand ein älteres Ehepaar mehrere Katzen mit Babys. Sie wurden eingefangen oder mit Futter ins Haus gelockt.

Ab diesem Zeitpunkt gab es für die armen Katzen kein Entkommen mehr. Sie wurden zwar kastriert und gefüttert, Streicheleinheit oder gar liebevolle Pflege wurde ihnen jedoch nicht zuteil. Sie wurden eingesperrt, teils in Kellerräume. Nur manche durften ab und an im Haus laufen.

Fünf dieser elf Katzen waren extrem scheu. So kamen sie in einen Kellerraum, der fast kein Tageslicht hatte. Acht lange Jahre saßen sie in diesem stinkenden, kalten und dunklen Raum. Was mögen die armen Tiere empfunden haben? Die Katzen hatten nur sich und keinerlei Möglichkeit, der aussichtslosen Situation zu entfliehen. Nur manchmal kam ein Bewohner des Hauses und fütterte sie oder machte die Katzentoilette sauber.

Falsch verstandene Tierliebe?

Offensichtlich war das ältere Ehepaar überfordert oder hatte einfach kein Empfinden für den erbärmlichen Zustand der Tiere. Sicherlich hätten sie sich bei einem Tierschutzverein Hilfe holen können, aber leider trauten sie keiner Organisation und fremden Personen.

Tiersammler

Wir haben oft erleben müssen, dass Animal-Hoarding-Fälle durch mangelndes Vertrauen zu anderen Menschen entstehen. Diese „Animal Hoarder“ empfinden nur ihr Verhalten den Tieren gegenüber als das richtige. Alle Anderen behandeln in ihren Augen die Tiere falsch. So offensichtlich auch in diesem Fall.

Erste Hilfe

Natürlich wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt und die elf Katzen aus diesem erbarmungswürdigen Zustand befreit. Da die Katzen seit Jahren keinen Tierarzt gesehen hatten, wurden die armen Socken erst einmal tierärztlich behandelt. Vereiterte Zähne wurden gezogen, Zahnstein entfernt.

Die kahlen und entzündeten Hautstellen wurden mit pflanzlichen und homöopathischen Mitteln behandelt.

Da die Katzen in einem Alter waren, wo Nieren- und Schilddrüsenprobleme auftreten könnten, war es weiterhin wichtig, die geriatrischen Blutwerte testen zu lassen. Zum Glück waren jedoch alle Werte im Normalbereich.

Weitere Pflege erst einmal kompliziert

Verängstigt und scheu versteckten sich die Katzen in den ersten Monaten. Das Pflegestellen- und Katzenhauspersonal hatte Geduld und immer wieder liebevolle Worte für die psychisch gestörten Tiere. Man fand für alle Katzen verständnisvolle Menschen, die sich ihrer annahmen.

Nun hatten diese geschundenen Fellnasen das erste Mal in ihrem Leben Glück, auch wenn die neuen Besitzer teilweise Monate brauchten, bis die misstrauischen Katzen einigermaßen Vertrauen fassen konnten. Aber das war egal - Hauptsache, sie waren der Hölle entkommen.

Hotline: (0 26 46) 91 59 28 oder info@katzenschutzfreunde.de unsere HP: www.katzenschutzfreunde.de. Spendenkonto IBAN DE61 5776 1591 0416 1258 00, Volksbank RheinAhrEifel eG.

Eine der geretteten Katzen.Foto: privat

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