33. Kunstausstellung im historischen Zehnthaus in Odendorf
Goldfarbene Sanddünen zieren das Naturfoto des Jahres
Paul M. Kornacker gelang das perfekte Foto
Swisttal-Odendorf. Im Wechselspiel von Licht und Schatten leuchten die goldfarbenen, weichen Sanddünen der Wüste Namibias. Die Sonne Afrikas scheint förmlich mit den windgeformten Linien zu spielen. Dem Naturfotografen Paul M. Kornacker war es perfekt gelungen, diese Stimmung mit seiner Kamera einzufangen. Der Mitgliederwettbewerb „GDT - Naturfotograf des Jahres“, alljährlich veranstaltet von der GDT/Gesellschaft Deutscher Tierfotografen, hat dieses Foto von Paul Kornacker zum Siegerfoto des Jahres erkoren. Mit ihren Wettbewerben will die Gesellschaft zu einem besseren Verständnis für die Natur werben.
Eine attraktive Veranstaltung
Auf der 33. Kunstausstellung im historischen Zehnthaus in Odendorf konnten die Besucher dieses Foto bewundern, zusammen mit anderen atemberaubenden Naturbildern. Einzelfotos sowie einige der schönsten Fotos auf einem Kalender, natürlich mit dem Siegerfoto auf dem Deckblatt, konnten erworben werden. Die Kunstausstellung im Zehnthaus gehört seit Jahren zu den attraktivsten Veranstaltungen in Odendorf. Hier kann der Besucher nicht nur schöne Dinge für sich oder zum Verschenken erwerben, der direkte Kontakt mit den stets anwesenden Künstlern macht den Reiz eines Besuchs der Ausstellung aus. Und wer sich die Mühe macht, einmal zu hinterfragen, wie viele Stunden etwa für ein Kunstwerk aufgewendet werden müssen, kann leicht erkennen, dass hier Unikate zu besonders günstigen Preisen zu bekommen sind.
Viele Künstler stellten aus
Neben Paul M. Kornacker mit seinen Naturfotografien zeigte Nina Buchmann eigene Schmuckkreationen aus Gold, Silber und Edelsteinen. Die „Land-Art“-Künstlerin Ines Emely Depré stellte Objekte aus, die sie mit Geschichten und Gedichten bestückte. Auf Quilts und Patchwork hat sich die Textilkünstlerin Karin Donath spezialisiert. Die Liebhaber ihrer Unikate warten schon auf die neuesten Werke, bei denen sie wieder kreativ mit Farben und Mustern gespielt hat. Englische und amerikanische Tiermaler, aber auch der „Altmeister“ Albrecht Dürer, inspirierten Norbert Gramer. Sein Kalender „Black & White“ etwa zeigt Tierszenen in fast minimalistischen, aber sehr ausdrucksstarken Darstellungen. Dankward von Funck bezeichnet sich als Autodidakt, der sich erst nach seiner Pensionierung dem Malen, vornehmlich der Aquarellmalerei, zuwandte. „Fotografisch vorbelastet“ nennt er seinen Malstil, da er schon seit den Schultagen als gestalterisches Hobby praktisch nur die Fotografie pflegte.
Alle Arbeiten von Ursula Liebenau sind Unikate, an denen sie oft mehrere Tage arbeitet. „Um etwa eine Handtasche zu besticken, sitze ich schon mal drei bis vier Tage daran“, erläutert die Künstlerin. Aus Firmenich war Donata Reinhard in das Zehnthaus gekommen. „Das Gestalten mit verschiedenen Materialien und Techniken ist eine Herausforderung, die mir aber eine innere Zufriedenheit gibt“, so die Malerin. Der Werkstoff Holz ist das Arbeitsmaterial von Bernd Scheffler. Fertigte er zunächst aufwendig gestaltete Kinderspielzeuge, so fand er nach einem Drechselkurs den Weg zur Herstellung von Gebrauchs- und Ziergegenständen. Nach einer Ausbildung zur Keramikerin ist Anne Steckelbroeck seit 1988 VHS-Dozentin für Marionetten und Tongestaltung. In den letzten Jahren hat sie sich auf die Rauchbrandtechnik spezialisiert, eine archaische Brennmethode.
