Allgemeine Berichte | 27.01.2017

Nachdenkliches zum ersten Männergottesdienst in der Feldkirche

Gott liebt auch den Glaubensschwächling

Der evangelische Männerkreis Neuwied mit Henning Peter, Christian Schultze, Uwe Selzer, Oskar Greven, Klaus Wolff und Manfred Bloedorn (v. li.).privat

Neuwied. Zwei Männer, die über den Stress in Beruf und Alltag mit einer ständigen Erreichbarkeit über die sozialen Medien nachdenken. Die Geschichte über einen Pfarrer, der unter einer schweren Depression leidet und darüber fast seinen Glauben verliert. Der fiktive Brief eines Vaters an seine erwachsenen Söhne, in dem er Versäumtes und nicht Nachholbares beschreibt. Der evangelische Männerkreis Neuwied mit Hennig Peter, Christian Schultze, Uwe Selzer, Oskar Greven, Klaus Wolff und Manfred Bloedorn hatte beim ersten Männergottesdienst in der Feldkirche durchaus schwere Kost zu bieten. Bezugnehmend auf den 23. Psalm, in dem es unter anderen heißt „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal“, wurde im Gottesdienst in drei verschiedenen Szenen in der Tat manch finsteres Tal durchschritten. Doch so wie es in dem Psalm weiter heißt „fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir“, konnten auch die scheinbar schwierigen Fälle einer guten Wendung zugeführt werden. Die gestressten Männer überlegen sich, auf eine Pilgertour zu gehen ohne Smartphone und ständige Erreichbarkeit. Der Pfarrer findet schließlich mit fachlicher Unterstützung zum Glauben zurück in der Gewissheit, dass Gott alleine aus Gnade für alle Menschen da ist, egal ob er ein Glaubensheld oder ein Glaubensschwächling ist oder ob er die Fähigkeit zum Glauben ganz verloren hat. Und schließlich der Vater, der voller Dankbarkeit sich an die guten Zeiten zurück erinnert, an das füreinander Dasein, und sich wünscht, noch einmal mit seinen Söhnen in den Bergen zu wandern und dabei über vieles zu reden, was noch zu sagen ist. Musikalisch umrahmt von Sabine Paganetti an der Orgel wurde den Gottesdienstbesuchern nach einem meditativen Gedicht am Schluss Gelegenheit zur absoluten Stille gegeben, um einmal das Gefühl mitzunehmen, wie es ist, dem Trubel des Alltags zu entkommen, einmal innezuhalten und sei es auch nur für kurze Zeit.

Am Ende konnte Klaus Wolff noch auf weitere Termine hinweisen. Am 22. April findet ab 9 Uhr das zweite Männerfrühstück im Gemeindehaus der Marktkirche statt zu dem Thema „Bauen - Sanierung des Daches der Marktkirche“. Am 8. Juli gibt es ein kleine „Pilgertour“ nach Altwied; dort wird dann bei musikalischer Umrahmung gegrillt, ein echter „Männersport“. Am 15. Oktober gibt es dann um 10 Uhr den nächsten Männergottesdienst in der Marktkirche und am 18. November um 9 Uhr das nächste, dann dritte Männerfrühstück an der Feldkirche. Nähere Infos zu den Terminen gibt es unter www.marktkirche.de.

Der evangelische Männerkreis Neuwied mit Henning Peter, Christian Schultze, Uwe Selzer, Oskar Greven, Klaus Wolff und Manfred Bloedorn (v. li.).Foto: privat

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