Allgemeine Berichte | 27.02.2017

100 kostümierte Närrinnen aus Bad Ems und Umgebung feierten ausgiebig im voll besetzten Theatersaal Bad Ems

Grandiose Stimmung beim Kreppelkaffee

Die Roten Husaren aus Bad Ems sorgten mit Stimmungsliedern für ein tolles Finale.MFU

Bad Ems. Der Theatersaal des Bad Emser Kurhauses drohte beim diesjährigen Kreppelkaffee der Emser Karnevalsgesellschaft (EKG) sprichwörtlich aus allen Nähten zu platzen. Schwerdonnerstag, der Tag der Frauen im Karneval. So ist es der Brauch und die Männer haben nichts zu sagen. Hunderte toll kostümierte Damen, darunter auch mutige Herren, waren in die „Gut Stub“ von Bad Ems gekommen um ausgiebig zu feiern, bevor es zum Endspurt geht und der Straßenkarneval die Endphase der fünften Jahreszeit übernimmt. Die EKG hatte wieder einmal ein tolles kurzweiliges Programm zusammengestellt, in dem jeder auf seine Kosten kam. Ob Garde, Showtänze, Büttenreden oder musikalische Beiträge. Bevor es richtig losging, spielte die Sitzungskapelle „Sunshine-Dance-Band“ Stimmungslieder, die den Saal schon richtig in Schwung brachte.

Dazu die schöne Stimme von Ex-Prinz Werner Mock mit Liedern wie: „Und dann die „Hände zum Himmel“ oder „Da simmer dabei, dat is prima“.

Frank Ackermann, Präsident der EKG, erhielt in diesem Jahr die höchste Auszeichnung, die ein Karnevalist erhalten kann. Er ist der Träger der Rhein-Lahn-Kapp 2017. Dies nahmen die Vizepräsidenten Josef Winkler und Sebastian Müller zum Anlass, Danke zu sagen für jahrzehntelange Treue zum Verein und unermüdlichen Einsatz. Zum ersten Mal gab es einen gemischten Elferat auf der Bühne zu sehen.

Frank ist schon seit vielen Jahren, wohl die einzig männliche Gestalt im weiten Umkreis, als Sitzungspräsident der Damenwelt.

So rufte er auch zur Begrüßung in den Saal: „Seid ihr gut drauf?“ Die Antwort war überwältigend. „Ihr seht alle super aus und ich freue mich gemeinsam mit euch auf eine tolle Sitzung mit viel Humor und guter Laune. Begrüßen möchte ich aber noch den Hausherren Thomas Wilhelmi mit Gattin, Verbandsbürgermeister Josef Oster, Stadtbürgermeister Berny Apt mit Gattin, Frau Schwarz von der Lahntalklink, Susanne Giller, Vizepräsidentin der Rheinischen Karnevals-Koporationen (RKK) Gabriele Arnold, Hilde und Joachim Piwonka KK-Funken-Rot-Weis Koblenz, Abordnungen der Koblenzer Karnevalsgesellschaft (GKKG) und der Narrenzunft Gelb-Rot Koblenz.

Dann hieß es: „Bitte erheben Sie sich von den Plätzen und begrüßen Sie die Aktiven der EKG“.

Mit ihren Gardetänzen tanzte sich die Kinder- und Jugend-Garde der EKG sowie die Viktoria-Garde ein letztes Mal in dieser tollen Session in die Herzen der Narren. Als Dank erhielten sie genauso wie das Solomariechen Lucia Streicher viel Applaus.

„Bremsen quietschen, dann ein Knall, eine Stimme ruft: Wer hat mir dann jetzt hier den Parkplatz vor der Tür genommen?“ Immer diese Falschparker: „Wenn alle Idioten fliegen könnten, dann wär‘ der Himmel voll davon und die armen Vögelchen müssten laufen“. Im rosa Outfit, Stöckelschuhen mit Absätzen, das rosa Lenkrad in der Hand, schwang sich die „Tussi aus dem Westerwald“ (Anja Hewer) durch den Saal bis auf die Bühne und hatte das Publikum sofort im Griff. Sie berichtet über die Erfahrungen mit der Männerwelt und nahm das Publikum musikalisch mit auf die Reise nach Amsterdam und sorgte somit für die Aktivierung der Lachmuskeln. Dass diese nicht gleich wieder erschlaffen, dafür sorgte der „Lahnsteiner Jung“ Karl Krämer mit seinen Anekdoten und dem Ohrwurm „Es lebe die Fleischwurst“.

Nach Afrika entführte die Kinder- und Jugend-Garde das Publikum mit ihrem Showtanz. Die Showtanzgruppe „New Generation of Dufte Movies“ begeisterte mit ihrer Wildwest-Nummer abermals die Narrenschar.

Der Prinz fehlte...

Inzwischen wurde bekannt gegeben, dass das Prinzenteam von den vielen Auftritten nun auch zurück sei. Unter den Klängen „Ach wer ich nur ein einzig Mal, ein schmucker Prinz im Karneval“ zogen sie in den Saal ein. Aber was war das? Da fehlt doch wer! Zu sehen waren nur die „Drei Engel für Willi“, Nadine Willig, Ildiko Koparan, Laura Ivanov, Prinzje Julius und Hofkanzler Frank Spiegel. Wo war Prinz Willi 2.0 der närrische Reporter. Nadine verkündigte, dass sie ihn heute Morgen irgendwo verloren haben. Vielleicht ist er aber auch schon auf dem Weg hierher. Um das Warten zu verkürzen, hatte Ann-Kathrin Schowtjak und Jaqueline Schaust einen ausdruckstarken mit stellenweise akrobatischer Performance, kurzfristig einstudierten Tanz im Gepäck.

„Lieber Hofkanzler, geh doch mal schauen, ob du den Prinzen draußen schon sehen kannst“. „Ich habe ihn gefunden“, so die Antwort.

Dann ging die Türe auf, das närrische Volk erhob sich laut lachend von den Stühlen. Prinz Willi 2.0 hatte sich mächtig verändert. Mit Feenflügel, Zauberstab und pinkfarbenem Kleid, schwebte er zur Bühne. Er erklärte den Untertanen, dass es schon immer sein Traum war, einmal Marktkönigin zu sein. Nun sei er zu „Prinzessin Lillifee“ geworden.

„De Begge Peder“ alias Peter Beck aus Taunusstein zu Gast

Der Stargast an diesem Nachmittag „De Begge Peder“ alias Peter Beck aus Taunusstein sorgte dafür, dass die Lachmuskeln so richtig strapaziert wurden. Bestens bekannt ist er als notorisch meckernder Hausmeister. Mit Hornbrille, Arbeitskittel und gruselig schiefen Zähnen erzählte der hess(l)ischste aller Hausmeister im breitesten Dialekt von den Erlebnissen im Alltag.

„Aber habt ihr gemerkt, ich kann ein bisschen Englisch. Weil Subway und Starbuck wird ja mit U geschriebbe und mit A geschwätzt. Hat mir jemand erklärt, die kennt ihr bestimmt... ach, die Gabi Elstner. Die war nämlich im Bäckerladen und wollte einen „Muffin“ holen und zwei Donuts und da hat der Bäcker zu ihr gesagt, das wäre falsch, das wäre Englisch und da würd man das U wie das A schwätze. Da hat sie gesagt, es wäre gut, ‚Dann geben sie mir eben zwei Nassecke‘“. Den Karnevalisten trieb es vor lauter Lachen die Tränen in die Augen.

Dann kam der Auftritt von Olga Orange. Der Travestie-Künstler Thomas Rau aus Frankfurt war ein weiterer Höhepunkt und bracht nicht nur die Damenwelt zum Grölen. Mit Schnodderschnauze, schnellen Reaktionen auf die örtlichen Gegebenheiten und dem Einbeziehen des Publikums gelang ihm eine Punktlandung nach der anderen. Vor allem Berny Abt hatte es ihm angetan. Eine ganz plausible Erklärung für die Körperfülle bei Damen und Herren hatte sie: „Wenn sie zunehmen, liegt das am Haarwaschmittel. Denn auf der Flasche steht, dass es Volumen und Fülle gibt. Besser ist das Verwenden von Spülmittel, das auch hartnäckiges Fett beseitigt“.

Chris Ellis sorgte unter anderem mit dem „Zigeunerwagen“ für Stimmung. Dann kamen die Flöckchen, ein Gesangsduo aus Bergisch Gladbach. Es besteht aus Uwe Kraus und Markus Kierdorf und war ein weiteres Stimmungshighlight mit bekannten Karnevalsliedern wie „Zwei Dicke Freunde“, „Leev Marie“ und „Schätzje, schenk m’r e Foto“, hob die Menge von den Stühlen. Zurück am Rhein, erzählte Manfred Gniffke aus Koblenz, was man so alles als Stadtführer erlebt und zu berichten weiß. Er mahnte zu mehr Gelassenheit. Man solle sich über jeden Tag freuen, den der Herrgott uns schenkt und sich nicht über Dinge aufregen die sinnlos sind. „Lacht, singt und seid fröhlich, stimmt freudig mit mir ein, wie es meine Mutter schon getan ‚Heile, heile Gänsje is bald wiedder gut‘“.

Der letzte Programmpunkt waren die Roten Husaren aus Bad Ems, die mit Stimmungsliedern für ein tolles Finale mit buntem Bild sorgte.

Sitzungspräsident Frank Ackermann hatte mit einem hochkarätigen fünfstündigen Programm dafür gesorgt, die Sorgen und den Alltag zu vergessen. „Allen wohl und Niemand weh..., das ist das Motto der EKG“.

Die Showtanzgruppe „New Generation of Dufty Movies“ begeisterte mit ihrer Wildwest-Nummer abermals die Narrenschar.

Die Showtanzgruppe „New Generation of Dufty Movies“ begeisterte mit ihrer Wildwest-Nummer abermals die Narrenschar.

Prinz Willi 2.0 hatte sich mächtig verändert und kam als Prinz Lillifee.

Prinz Willi 2.0 hatte sich mächtig verändert und kam als Prinz Lillifee.

Olga Orange mit Berny Abt.

Olga Orange mit Berny Abt.

De Begge Pedder sorgte dafür, dass die Lachmuskeln so richtig strapaziert wurden.

De Begge Pedder sorgte dafür, dass die Lachmuskeln so richtig strapaziert wurden.

Die Roten Husaren aus Bad Ems sorgten mit Stimmungsliedern für ein tolles Finale.Fotos: MFU

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