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Tourismus-Arbeitskreis Engers will Stadtteil attraktiver machen

Grauer Turm im rechten Licht

Grauer Turm im rechten Licht

Bald wird der Graue Turm in Engers angestrahlt werden. Foto: Thorsten Kretzer

10.10.2019 - 16:48

Neuwied. Die hohen Zahlen, die der Neuwieder Stadtteil Engers in Bezug auf die Übernachtungen liefert, verlangen auch eine innerörtliche Struktur, die den Gästen gerecht wird. Dazu gehören, neben der Verkehrsanbindung, auch das Vorhalten von entsprechendem Parkraum und die Aufenthaltsqualität.

Unter dieser Prämisse stehen auch die Projekte, denen sich der ‚Arbeitskreis Heimat + Tourismus Engers‘ gewidmet hat. Es ist eine lange Liste und sie erfordert einen permanent hohen Einsatz. Im Schnitt einmal im Monat treffen sich die Mitglieder zu ihren Besprechungen und es ist immer eine große Tagesordnung, die es gilt abzuarbeiten. Hinzu kommen Termine für regionale und überregionale Veranstaltungen, Abstimmungen mit der Stadtverwaltung oder beteiligten Stellen, wie Kreisverwaltung, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, der Villa Musica, der Landesmusikakademie, der Touristik-GmbH ‚Romantischer Rhein‘ und der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz, um nur einige zu nennen. „Erfreulich ist es jedoch,“ so betont der Arbeitskreis-Vorsitzende, Josef Kretzer, „dass die Mitglieder im Arbeitskreis gern Aufgaben übernehmen und somit einen wesentlichen Beitrag leisten, die Projekte am Laufen zu halten.“


Grauer Turm wird angestrahlt


Eine Maßnahme, die derzeit kurz vor der Vollendung steht, ist die Anstrahlung des Grauen Turms. Es besteht die berechtigte Hoffnung, dass noch in diesem Monat die erforderlichen Montagearbeiten abgeschlossen werden können und damit eine wesentliche Aufwertung der Engerser Rheinfront erfolgt.

Diesem Projekt sind viele Gespräche und Verhandlungen vorausgegangen. Josef Kretzer, der seit dem Jahre 2008, als das Historische Rathaus in Neuwied eine solche Anstrahlung erhielt, sich für die Einbeziehung dieses Bauwerkes in den Plan der Stadt, historische Gebäude ins rechte Licht zu rücken, einsetzte, konnte bei dem neuen Oberbürgermeister die Zustimmung erwirken, dass diese Maßnahme nun umgesetzt wird. Ausschussmitglied Adi Geil übernahm es dann, die weiteren Verhandlungen zu führen mit der Eigentümerin, dem Heinrich-Haus, der Unteren Denkmalpflegebehörde, den Stadtwerken und die beiden Probeanstrahlungen zu veranlassen. Zu der offiziellen Inbetriebnahme ergeht noch in der Presse eine Einladung an die Bevölkerung.


Diskussion um Prämiumwanderweg


Ein weiterer erfolgreicher Schritt wurde auch getan mit der Einrichtung eines ‚Zuweges‘ zum Rheinsteig. Dieser Premiumwanderweg Rheinsteig verzeichnet in unserer Region ein Aufkommen von rund 10.000 Wandergästen jedes Jahr. Diese werden jedoch, wenn sie rheinaufwärts wandern in Feldkirchen abgeleitet in den Westerwald und kommen hinter Neuwied in Sayn wieder in die Nähe des Rheins.

Schon bei der Vorstellung dieser Streckenführung im Jahre 2005 auf dem Hahnhof bei Monrepos durch Oberbürgermeister Nikolaus Roth, erhob Josef Kretzer lautstarken Einspruch dagegen, dass dieser Wanderweg, der dafür gedacht war, auch den anliegenden Kommunen Gäste zu bringen, die Innenstadt von Neuwied und den Stadtteil Engers weiträumig umgehen sollten. Leider blieb sein Einwand damals erfolglos, doch vergessen war er nicht.

In einem Gespräch mit dem Fraktionsvorsitzenden der CDU im Stadtrat, Martin Hahn, über die touristische Zukunft der Stadt, brachte Kretzer auch dieses Anliegen wieder vor und stieß hier auf offene Ohren. Er wurde eingeladen, in einer Fraktionssitzung den Plan eines anerkannten ‚Zuweges‘ zu erläutern und die Fraktion brachte diesen Vorschlag in der Form eines Antrages im Stadtrat ein, der dann die einmütige Zustimmung aller Fraktionen erhielt. Zuvor hatte Josef Kretzer sich auch noch die Zustimmung des Rheinsteigbüros in Koblenz eingeholt und derzeit ist eine gemeinsame Begehung mit Vertretern des Amtes für Stadtmarketing, des Bauamtes, einem Wegepaten und des Rheinsteigbüros vorgesehen, die auch noch in diesem Monat stattfinden wird. Als Vertreter des Arbeitskreises hat Herbert Bender die Koordination zwischen Arbeitskreis und Stadtverwaltung übernommen und er wird, anhand eines bebilderten Plans die Beteiligten führen. Die Mittel für die Aufstellung der Wegeschilder sollen im Haushalt 2020 eingestellt werden und dann wird der ‚Zuweg‘ auch im offiziellen Kartenmaterial erscheinen und die Wandergäste können die Entscheidung treffen, ob sie 36 Kilometer in den Westerwald gehen sollen oder 12 Kilometer am Rhein entlang, über den Deichweg, durch das historische Engers, bis sie auf dem Friedrichsberg wieder den Anschluss an den Rheinsteig finden. Josef Kretzer schätzt, dass damit der Innenstadt und Engers jährlich mindestens ca. 5.000 Wandergäste zugeführt werden.


Skulpturen sollen wieder sichtbar werden


Auch für die kommende Sitzung des Arbeitskreises stehen wieder eine Reihe von wichtigen Maßnahmen auf der Tagesordnung, u. a. die Inwertsetzung des Ehrenhofes von Schloss Engers mit den seinerzeit hierfür geschaffenen Skulpturen, die derzeit auf der Festung Ehrenbreitstein eingelagert sind. Sie zurückzuholen oder evtl. Duplikate anzufertigen ist noch nicht denkmalpflegerisch entschieden. Es fand jedoch auf der Festung ein konstruktives Gespräch mit dem stellvertretenden Landeskonservator Dr. Markus Fritz von Preuschen, dem Geschäftsführer der ‚Villa Musica‘ Prof. Dr. Karl Böhmer statt, an dem auch Oberbürgermeister Jan Einig teilnahm, der auch im Interesse der Stadt sich für Schloss Engers stark machte. Der stellvertretende Landeskonservator wird nun eine Bestandsaufnahme der auf der Festung und in Schloss Engers befindlichen Skulpturen machen und nennt hierfür einen Zeitrahmen von drei Monaten. Josef Kretzer und Arbeitskreismitglied Anton Krüger fuhren zufrieden mit diesem vorläufigen Ergebnis nach Hause. Wichtig ist, dass die Sache auf einem guten Weg ist. Bis zur endgültigen Realisation werden sicher jedoch noch viele Gespräche und Verhandlungen notwendig sein. Diese jedoch will der Arbeitskreis mit Konsequenz führen.

Arbeitskreis

Heimat + Tourismus Engers

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Heinrich Heine:
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.

Koblenzer Schulen

juergen mueller:
Etwas anderes war von Herrn Roos auch nicht zu erwarten - zumindest öffentlich - als das man mit dem Krisenmanagement u.sogen.Stellschrauben,wenn überhaupt,das macht man dann unter sich aus.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
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