Konzert in der Linzer evangelischen Kirche
Großartiger Gesang mit PuraVoce
Linz. Nach einer coronabedingten zweijährigen Zwangspause trat das Linzer Ensemble PuraVoce wieder einmal vor heimischem Publikum auf. Das Konzert in der Linzer evangelischen Kirche unter dem Titel „Ach, die Liebe ...“ war sehr gut besucht und viele der Zuhörer hofften, dass es nicht wieder so lange dauern würde bis zum nächsten Auftritt dieses Ensembles. Zu Beginn des Konzertes sangen die fünf Frauen (Catharina Libske, Julia Leithäuser, Sabine Moshammer, Hanna und Lena Schmitz) mit ihrer Chorleiterin Sibylle Schoppmann „Ahi, che quest`occhi“ (Autsch, diese Augen) von Palestrina (16. Jahrhundert). Danach erklangen hauptsächlich Lieder aus dem Lochamer Liederbuch. Zum größten Teil waren es bekannte Lieder, jetzt mehrstimmig und in einem modernen Satz vorgetragen, sodass mancher Zuhörer mit den Lippen Text und Melodie verfolgte. Aufgelockert wurde das Konzert durch die Moderation von Sibylle Schoppmann, die zu einzelnen Werken bzw. Komponisten Erläuterungen gab. Und zwischendurch trugen die Sängerinnen von ihnen ausgesuchte Liebesgedichte vor. So wurde z.B. nach dem „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“ (Heine/Silcher) das Gedicht „Der Handstand auf der Loreley“ von Erich Kästner zitiert. Heiter endete das Konzert mit „Mein Schatz is a Jager“, einem Dreigesang aus Bayern, wobei sich die Sängerinnen mit Jodeln versuchten. Loriot hätte ihnen bestimmt danach das „Jodel-Diplom“ verliehen. Minutenlanger Beifall! Und erst nach zwei Zugaben durfte das Linzer Frauen-Ensemble den Altarraum verlassen und sich unter das begeisterte Publikum mischen.
