Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz: Jugend musiziert digital
Großer Erfolg der Geschwister Klocke
Trotz schwieriger Corona-Bedingungen
Montabaur. Bei der Vorbereitung des etablierten Wettbewerbs „Jugend musiziert“ musste sich Annette Rohland als Leiterin des Regionalausschusses mit ungewöhnlichen Problemen herumschlagen: Wie organisiert man einen Musikwettbewerb unter Corona-Bedingungen? Wie bereitet man ein Programm vor, wenn der Unterricht nur online stattfinden darf? Wie probt man als Ensemble, wenn nur zwei Personen in einem Raum sein dürfen? Wie hält man den Mindestabstand ein, wenn man vierhändig Klavier spielt?
Früh war klar, dass es dieses Jahr bei „Jugend musiziert“ keine Auftritte vor Publikum, kein Fest der Musik geben konnte. Stattdessen reichten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Videos ein, die sie im heimischen Wohnzimmer aufgenommen hatten. Aber wieweit war überhaupt eine Vorbereitung möglich – ohne normalen Unterricht, ohne Proben? Immer wieder hofften alle auf sinkende Inzidenzwerte und damit vielleicht normalen Unterricht und gemeinsame Proben. Aber die dritte Welle kam dazwischen. Die Schülerinnen und Schüler mussten ihr Programm tatsächlich weitgehend alleine erarbeiten und aufnehmen.
Viele haben dennoch bis zum Bundeswettbewerb durchgehalten und beeindruckende Videos erstellt. Johanna und Jacob Klocke durften als Geschwister immerhin gemeinsam am Klavier sitzen und proben. Sie wurden mit einem ersten Preis und höchster Punktzahl (25 Punkte) für ihr Durchhaltevermögen belohnt.
Auch Charlotte Dohr an der Klarinette erreichte mit 25 Punkten die höchste Punktzahl. Mit 24 Punkten war Jette Just auf dem Fagott sehr erfolgreich – trotz der besonderen Probleme der Doppelrohrbläser, wo der Lehrer normalerweise auch für die Anpassung des Mundstücks dringend gebraucht wird.
Die 14 Bundespreise für die Region gingen zu einem großen Teil an Schülerinnen und Schüler des Landesmusikgymnasiums in Montabaur. Hier zeigt sich, dass sich die besondere musikalische Förderung auszahlt, die das Musikgymnasium bietet. Aber auch die Musikschulen tragen ihren Teil zu der hervorragenden Präsentation unserer Region bei dem bekanntesten Wettbewerb für den musikalischen Nachwuchs bei.
Zusätzlich zu den schon genannten waren noch Preisträger: Mariella HK Dapprich (Klavier, Dornburg), Jana Dissinger (Horn, Daubach), Nehir Ertopcu (Violoncello, Dernbach), Matthias Herrmann (Gesang, Polch), Jim Hetz (Klavier, Hennef), Anastasia Kalter (Klavier, Lonnig), Lisa Koenen (Blockflöte, Mönchengladbach), Leon Milajev (Klarinette, Montabaur), Luise Schupp (Gesang, Balduinstein), Lea Wagenbach (Klavier, Weroth), Leonhard Weinberger (Bass / E-Bass, Montabaur), Xanten Wolf (Posaune, Höhr-Grenzhausen) Lisa Wunderle (Gesang, Rheinbreitbach).
