Landesbühne Rheinland-Pfalz verabschiedet Intendant Lajos Wenzel und feiert Jubiläum
Großes Lob für die Landesbühne und für Intendant Lajos Wenzel
Auch weiterhin wird ein hervorragendes Kulturangebot bestehen
Neuwied. Die Landesbühne Rheinland-Pfalz hat in diesem Jahr gleich mehrfachen Grund zu feiern und verabschiedete am 11. Mai bei dieser Gelegenheit auch ihren verdienten Intendanten Lajos Wenzel, der als Intendant an das Theater Trier wechselt.
Vor rund 150 Ehrengästen, darunter Staatssekretär Prof. Jürgen Hardeck, Oberbürgermeister Jan Einig, Dr. Jörg Pohlmann, neuer Vorstandsvorsitzender der Stiftung Schlosstheater, und Fürstin Isabel zu Wied gingen Lajos Wenzel und Geschäftsführer Jürgen Nimptsch bei der Festveranstaltung zunächst auf die Geschichte der Landesbühne ein, die in diesem Jahr 85 Jahre alt wird und vor 45 Jahren ihr Domizil im Schlosstheater bezog. Sie erinnerten an den am 15. März 1949 mit nur einer Stimme Mehrheit gefassten Beschluss der Neuwieder Stadtrats, der Landesbühne eine neue Heimat zu geben, nachdem diese bis 1948 in Koblenz zuhause gewesen war. Am 30. Juni 1976 kündigte die Stadt Neuwied allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landesbühne aus finanziellen Gründen. Am 11. August 1976 errichteten elf Gründungsmitglieder die Stiftung Schlosstheater. In den ersten Vorstand der Stiftung wurde gewählt Wilhelm Fürst zu Wied und – heute als Gründungsväter immer noch dabei - Dr. Peter Barth und Dr. Hans-Georg Jungblut. Die Stiftung übernahm die Trägerschaft der neuzugründenden gemeinnützigen Gesellschaft und hatte das Ziel, im fürstlich wiedischen Schloss eine Spielstätte zu errichten. Die Baukosten wurden zur Hälfte vom Land Rheinland-Pfalz übernommen. Unternehmen und Privatpersonen spendeten reichlich und die Stadt Neuwied übernahm eine Mietvorauszahlung. Das Schlosstheater konnte schließlich am 20. Februar 1978 mit „Minna von Barnhelm“ eröffnet werden. 1979 übernahm Walter Ullrich die Landesbühne als Intendant; ihm folgte vor vier Jahren Lajos Wenzel.
Oberbürgermeister Jan Einig würdigte insbesondere die Verdienste der anwesenden Gründungsväter der Stiftung, Dr. Peter Barth und Dr. Hans Georg Jungblut. „Sie, verehrter Herr Dr. Barth, haben mitsamt Ihrer Unterstützerinnen und Unterstützer etwas bewirkt, was seit nunmehr fünf Jahrzehnten Bestand hat. Das ist eine außerordentliche Leistung. Ich danke Ihnen in aller Form für Ihre geleistete Arbeit und gratuliere zu Ihrer Wahl zum Ehrenvorsitzenden der Stiftung Schlosstheater.“ Neuer Vorstandsvorsitzender der Stiftung ist Dr. Jörg Pohlmann.
Staatssekretär Prof. Jürgen Hardeck dankte den Gründungsvätern und hob, auch im Namen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die starke Leistung von Intendant Lajos Wenzel hervor, der „das Theater binnen kürzester Zeit zum Fliegen“ gebracht und in Neuwied ein „kleines Theaterwunder“ bewirkt habe. Bereits in seiner ersten Spielzeithälfte konnte er mit einer durchschnittlichen Auslastung von über 95 Prozent punkten. Gemeinsam mit dem im Januar 2020 hinzugekommenen Geschäftsführer, dem ehemaligen Bonner Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, sorgte Wenzel für das Überleben der Landesbühne in den schweren Zeiten der Pandemie. „Ohne dieses Führungsduo, so viel könne man heute ohne jede Übertreibung sagen, gäbe es die Landesbühne heute nicht mehr“, so Hardeck. „Wenzel führte das Theater auf die Höhe der Zeit, veränderte dessen Repertoire komplett, gründete das „Junge Schlosstheater“ und schaffte es, dass sich Fachleute verwundert die Augen reiben, was er innerhalb von vier Jahren aus der verträumten Landesbühne gemacht hat.“ Hardeck schloss mit den Worten: „Namens der gesamten Landesregierung wünsche ich Ihnen, dass Sie in Trier nicht minder erfolgreich arbeiten können, wie hier in Neuwied. Lieber Herr Wenzel, Sie haben in wenigen Jahren hier in der Deichstadt etwas aufgebaut und bewirkt, auf das Sie stolz sein dürfen. Wir, das Land Rheinland-Pfalz, sind es mit Ihnen.“
Der starke Applaus der Festversammlung für die Landesbühne und auch die große Nachfrage nach Abonnements für die neue, vom zukünftigen Intendanten René Heinersdorff geplante Spielzeit zeigen, dass die Menschen in der Region Neuwied auch weiterhin auf ein hervorragendes Kulturangebot zurückgreifen können. „Wir können Zukunft“, so Heinersdorff und Nimptsch, das neue Duo.
Pressemitteilung Landesbühne
Rheinland-Pfalz gGmbH
