In Koblenz-Niederberg entstand ein nagelneuer Kunstrasenplatz für die Sportler des TuS 1890 e.V.
Großspende ermöglicht Kunstrasentraum
Niederberg. Alle waren sie am vergangenen Samstag auf den Niederberg gekommen, um das symbolische Band durchzuschneiden. Auch wenn der Dauerregen kein einsehen hatte, mit den bedeutsamen Herren im schicken Anzug. Angefangen beim rheinland-pfälzischen Innen- und Sportminister Roger Lewentz persönlich, über den Oberbürgermeister der Stadt Koblenz David Langner oder auch dem Präsidenten des hiesigen Fußballverbandes Rheinland Walter Desch. Auch waren natürlich der Vorsitzende des „Vereins zur Förderung des Jugend und Seniorenfußball“ Niederberg Burkhard Lewer sowie auch der langjährige 1. Vorsitzende Jürgen Frensch im Stadion anwesend. Sie alle erklärten in Ihren Reden, vor trotz des schlechten Wetters großem Publikum, die große Bedeutsamkeit für diesen wichtigen Schritt. Auch sagten alle unisono, dass dieser nur möglich gewesen sei, da man dank einer Großspende aus der Eifel plötzlich so viel Eigenkapital hatte, um den Platz förmlich mit Eigenleistungen zu finanzieren.
So seien unabhängig der aus Gründen der Zukunftsperspektive wichtigen Modernisierungsmaßnahmen auf dem Platz, auch einige wirklich notwendige infrastrukturelle Arbeiten in der direkten Umgebung des Platzes von Nöten gewesen. So sei zum Beispiel eine Treppe zum Platz hin „Sanierungsbedürftig“ gewesen. Einer der dem Festakt ganz bescheiden ferngeblieben war, war jedoch der viel gelobte und gefeierte Investor selbst. Der mit dem Profisport assoziierte Event-Unternehmer aus der Eifel möchte auch gar keinen großen Lärm um seine Person wissen, da es Ihm hauptsächlich um die Sache geht. Die nachhaltige Förderung des Fußballs im Allgemeinen und der Jugend im Speziellen.
200.000 Euro wurden gespendet
„Das war für uns wie ein Wunder, dass da jemand kommt, und sagt: Hier habt ihr 200.000 Euro von mir“, sagt zum Beispiel der scheidende Präsident des Vereins Jürgen Frensch. Auch Carlos Rolim vom Arbeitskreis Fußball betonte, dass man es erst gar nicht glauben konnte, dass „uns irgendein Mensch aus heiterem Himmel 200.000 Euro schenkt!“
Dabei bestand offenbar zum Spender bereits im Vorfeld über privaten Weg ein ziemlich enger Kontakt, wie der Vorsitzende des Arbeitskreises weiß: „Ein Mitglied aus dem Arbeitskreis ist sehr gut mit der Familie des Spenders befreundet. Dieser hat es dann geschafft, offenbar auch mit viel Jammern, dass sich nun der Spender bereit erklärt hat, dass ganze Projekt in die Wege zu leiten und diese Spende zu leisten.“
Wunsch nach modernem Sportplatz
Ein Geldsegen, der wie gerufen kam. „Den Wunsch, einen modernen Sportplatz zu bekommen, gab es schon wirklich lange! Aber wir konnten es uns nicht leisten. Wir betreiben hier in Niederberg auch zwei vereinseigene Sporthallen für andere Abteilungen, die uns schon übers Jahr gerechnet viel Geld kosten. Ohne diese großzügige Spende hätten wir noch mindestens zehn Jahre auf den Baubeginn warten müssen“, erklärte der erste Vorsitzende Jürgen Frensch gegenüber BLICK aktuell.
Jürgen Frensch der 27 Jahre als erster Vorsitzender aktiv war und bereits 1974 als Kassierer dem Vorstand beigetreten ist, erklärt zudem. „Der neue Platz bedeutet das wir Kindern und Jugendlichen ganz andere Angebote machen können. Aufgrund unseres bisherigen Hartplatzes war es, gerade im Jugendbereich immer schwieriger geworden, Jugendliche für unserem Verein zu begeistern. Was sich dann auch irgendwann bei den Mitgliederzahlen gezeigt hat. Jedoch merken wir jetzt schon wieder einen deutlichen Anstieg dieser, was direkt mit dem Platz in Verbindung steht.“
Oberbürgermeister David Langner ergänzt dazu: „Der neue Platz ist wunderbar geworden. Es ist ein Symbol von tollem Engagement was der Verein, aber auch die Sponsoren hier an den Tag gelegt haben. Ich wünsche mir das jetzt viele Menschen ganz tolle Erlebnisse auf diesem Platz haben werden und auch das der Jugendbereich hier weiter gefördert wird.
Eigentlich war der Verein noch gar nicht dran
Dabei war es gar nicht selbstverständlich, dass der neue Sportplatz trotz der großen Spende und dem damit vorhandenen großen Eigenkapital so schnell entstehen konnte, wie der Innenminister Roger Lewentz im Interview mit unserer Zeitung erklärte: „Der Verein wäre eigentlich noch gar nicht dran gewesen, da wir in letzter Zeit sehr viele ehemalige Hartplätze in Kunstrasenprojekte im Bereich Koblenz umwandeln konnten. Aber wenn ein Privatmann 200.000 Euro auf den Tisch legt und sagt, der Verein bekommt eine Spende von mir, dann muss die öffentliche Hand auch mitgehen. Das war zwar nicht sehr einfach, aber wir haben es hinbekommen. Das freut mich heute besonders!“
Auch ist der Minister darüber Glück dem Verein einen Zuschuss von 105.000 Euro zukommen zu lassen.
„Dieser Verein, mit dieser langen Tradition, steht für ein großes Stück Gesellschaft in diesem Stadtteil. Auch das Jürgen Frensch über 45 Jahre im Vorstand tätig ist, ist was Großartiges. Das zeigt, unser Vereinswesen funktioniert. Das zeigt: Dieser Verein lebt“, so der aus Oberlahnstein kommende Politiker abschließend.
Neben der Großspende und der Unterstützung aus der öffentlichen Hand hat der Verein auch ein drittes Finanzierungskonzept gehabt. Jeder Sponsor, Fan, Gönner etc. kann und konnte sich für 20 Euro einen Quadratmeter vom Platz kaufen. Dies wurde, wie man hört, bereits auch gut angenommen. Wobei nach wie vor noch Teile des Platzes zu haben sind.
Zwei weitere Projekte im Stadion
Neben dem Rasen gab es noch zwei weitere Projekte im Stadion, wie Frensch erklärt: „Das Vereinsheim selbst, worauf wir ebenfalls sehr Stolz sind, wurde ausschließlich von Mitgliedern , da muss man in erster Linie unseren Arbeitskreis Fußball nennen und von örtlichen Kleinbetrieben ohne externen Zuschuss renoviert und modernisiert.“ In diesem entstand nicht nur eine neue Theke, sondern auch wurden technische Modernisierungen vorgenommen und natürlich „von der Decke bis zum Boden“ alles erneuert.
Was auch wichtig war, da man das Vereinsheim auch nicht mehr Vermieten konnte. Ebenfalls wurden die Kabinen und weiteren Räume saniert und umgebaut. Einzig die Sanitärenanlagen warten noch auf eine Auffrischung. Dieser Umbau wird nun im Sommer noch nachgeholt werden.
Das andere notwendige Projekt war eine neue, barrierefreie Rampe von der Arenberger Straße kommend so wie eine kleine, aber feine „Haupttribüne“ am Erdwall gegenüber des Vereinsheim. So zu sagen als Infrastrukturprojekte der Stadt als Ergänzung zur notwendigen Renovierung der öffentlichen Treppenanlagen.
Roland Schäfges
Foto: Roland Schaefges
Viele Anwohner und Mitglieder des Vereins kamen zur Stadioneröffnung. Foto: Roland Schaefges
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