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Die vierte große Kunstschau in der alten Druckerei begegnet ihren Besuchern mit vielen Sehenswerte

Gut gemacht „ART AHR“!

25.09.2017 - 15:20

Sinzig. Jeder kennt sie, jeder muss sich ihnen stellen, großen, kleinen, von Tag zu Tag, ein Leben lang – Entscheidungen. Noch nie konnte man im Land im Alltag und in der Politik so viel entscheiden wie heute.

Die „ART AHR“ hat genau dieses spannende Thema „Entscheidungen“ gewählt, um Bewerber zur Teilnahme an der Sinziger Kunstausstellung einzuladen. Anders als in den Vorjahren war der Teilnehmerkreis nicht auf Künstler im Kreis Ahrweiler beschränkt, sondern deutschlandweit konnten Kunstschaffende ihre Arbeiten einreichen. Das Ergebnis zeigt, die diesjährige vierte Auflage kann sich sehen lassen. Sie steckt voller Ideen, interessanter Techniken, bringt An- und Einsichten, die bereichern. Sie wirkt gebündelter und qualitätvoller als zuvor. Übrigens standen auch die Macher der ART AHR vor Entscheidungen. Denn erst im April wurde die Frage nach dem Austragungsort der aktuellen Präsentation geklärt. Anders als erwartet, standen wieder die Räumlichkeiten der alten Druckerei für die große Kunstschau zur Verfügung, wofür die Veranstalter, Christoph und Thomas Zimmermann sowie die Fotokünstler Anna und Roman Küffner der Eignerin Dr. Manijeh Pischnamazzadeh dankten und ihr Grußwort verlasen. Bürgermeister Wolfgang lobte, „was hier geleistet wurde, können nur Ehrenamtliche schaffen“. Zu den Gästen der Vernissage zählten auch am Vorabend der Wahl die drei Sinziger Bürgermeisterkandidaten und die frühere Landeswirtschaftsministerin Eveline Lemke.


Starke Bildfraktion


Aus über 50 Bewerbern fanden 22 Protagonisten in die Ausstellung. Darüber entschieden die Juroren Jutta Mattern, Arp-Museum; Astrid Fries und Anna Knerr, Ductus Koblenz; Horst Peter Vitt, Künstlerforum Remagen; Wolfgang Huste, Kunst- & Kulturnetzwerk Bad Neuenahr-Ahrweiler; Manfred Ruch, Bürgerforum Sinzig und das Künstlerehepaar Anna und Roman Küffner. Gewohnt stark vertreten unter den Ausstellern ist die Bildfraktion, einschließlich der Lichtbildner. Fotografin Heidi Capl etwa greift gekonnt die Schuhfrage auf. Kollegin Sabine Hartert illustriert die bedrängende Spirituosenauswahl einer Bar. Doch Irena Paskali zeigt ihre persönliche Aneignung und den Umgang mit Tradition, indem sie sich, drapiert mit den Mitgifthäkelarbeiten ihrer Oma fotografiert. In gezeichneten Motiven breitet Stephan Maria Glöckner geschickt die Gedanken und Gefühle eines darüber gesetzten Kopfes aus und Ulrike Barbara Niesen verdichtet Bildaussagen in Collageart. Grazil malt Stephane Manou Frauen wie grün gewandete Feen und den Tänzer Sergei Polunin im kühnen Sprung. Überhaupt überzeugen viele Maler in figürlicher Manier: Cornelia Harss, die Museumskunsteinkäufer als blasierte gekrönte Häupter auffährt, Jaqueline Kastenholz mit Gesichtslosen auf dem „Sprungturm“, Melanie Mertens mit Menschen in Bewegung und wie auf der Flucht in rätselhaften modernen Umgebungen. Robin Schmitt rückt nach Schnappschüssen reale Situationen theatralisch ins Bewusstsein, etwa schöne Männer, die beim Sonnen mit Gesichtsmaske ihre Jugend bewahren. Auch Michael Giefer und Alexandra Birschmann filtern das Besondere im Alltäglichen heraus.


Inspirierte Kombi-Lösungen


Offenbar lieben die Kreativen Kombi-Lösungen. Den Konsum-, Informations- und Religionszwang thematisiert Norbert Gramer im Mix aus Malerei und Spielpüppchen. Michael Gatzke verbindet Malerei und auf dem Boden positionierte Schiffsmodelle, um an die Seeschlacht von Salamis 480 vor Christus zu erinnern. Ebenso üppig wie anschaulich illustriert Bärbel Giebat einen Werkzusammenhang, wenn sie windschiefe Häuschen baut, die ihr dann als Motivvorlage für ihre Bilder dienen. Viele Gäste fühlten sich angezogen von Ute Schätzmüllers differenzierter Wandbespielung aus Skizzenbüchern, Figuren auf Papier und direkt auf die Wand gezeichnet. Man staunte, wie originell und witzig Diane Welke alle würdigt, die vor der Herausforderung „was koche ich heute?“ stehen. Sie sammelte Einkaufszettel, rahmte die banalen Erinnerungskrücken und fügte sie zu einer ganzen Bilderwand. Im Druck unter Körpereinsatz schuf Josiane Ginter eine grünhäutige Schöne mit großen Füßen. Abstrakt und in Schwarz-Weiß dagegen treibt Rosmarie Feuser mit Radierungen die Entwicklung des Druckstocks voran.


Schwefel in der Pfanne


Keine Malerei, aber doch sehr malerisch macht Objektkunst von Thomas Kuhn auf sich aufmerksam. Sein Pfannentrio mit gelbem Schwefel ist ein Hingucker, was insbesondere für jenes riesige Fallschirmgewand gilt, das Iris Brahm der im Dritten Reich geflohenen Koblenzer Künstlerin Jacqueline Diffring widmet. Dass schließlich in einer von zwei Arbeiten des Videokünstlers Dieter Wessinger fortwährend ein lakonisches „Ja“, ertönt, tut mit sparsamsten Mitteln kund, wie überbordende Fragen womöglich zu einem ebenso ermüdenden Antwort-Automatismus führen können. Jeder Besucher ist eingeladen, seine drei Lieblingskünstler zu benennen. Der erste Platz ist mit 500, der zweite mit 250 Euro dotiert. Die Ausstellung in der Mühlenbachstraße 40 ist bis 12. November geöffnet: samstags, sonntags und feiertags von 10 bis 18 Uhr. Am 12. Oktober beginnt um 18 Uhr die Finissage.

HG

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Nitrat im Grundwasser

juergen mueller:
Pressemitteilung 22.01.2020 - Bereits im November 2019 wurden in einer einzigen Probe von Blütenpollen eines "Ingelheimer Bienenvolkes" sage u.schreibe "34 verschiedene Pestizide" festgestellt.Zuständige Ministerien wurden informiert u.um Stellungnahme/Handlung gebeten = 0.Landwirtschaftsminister WISSING/FDP habe seinen Einsatz für "weitere" Zulassungen von Pestiziden angekündigt.Umweltministerin HÖFKEN/GRÜNE "schweigt" - Mainzer Staatskanzlei/Ministerpräsidentin DREYER = KEINE Stellungnahme. KLÖCKNER plädiert für eine intensivere, chemiegestützte Landwirtschaft !!! Das Lügengebilde POLITIK stabilisiert sich weiter, ausgerichtet auf das Profitinteresse der Agrarindustrie,von dem wiederum die Politik profitiert, in dem sie offen zu ihrer Abhängigkeit steht.Und diese beschwert sich dann noch über mangelnden Respekt aus der Bevölkerung gegenüber jenen "Die Verantwortung übernehmen". Meine Frau fragte mich eben:"Wie war dein Tag"? Antwort:"Kotztüten sind alle"!
juergen mueller:
Frau Demut unterscheidet sich in nichts von anderen Politikern.Lügen,Täuschen,Tarnen.In den letzten 30 Jahren ist trotz der negativen Kenntnislage NICHTS passiert.Trotz freiwilliger Maßnahmen liegen die Nitratkonzentrationen nach wie vor weit über dem zulässigen Grenzwert.Unstrittig ist,dass die Nitrateinträge aus diffusen Quellen stammen = häufigste Ursache:"Landwirtschaftliche Flächennutzung" = Mineraldünger/Gülle aus Mastställen/Biogasanlagen.Ein ganzheitliches Verursacherprinzip betrachten?Sie reden Müll Frau Demut.Frau Klöckner ebenso mit ihrer Spezialisierung u.Intensivierung der Landwirtschaft.damit ist zu befürchten,dass die Akzeptanz von freiwilligen Maßnahmen sich rückläufig entwickelt (Frau Demut sollte sich einmal in der Landwirtschaft umhören,Nachdenken bevor sie redet). .In einigen Regionen ist das natürliche Abbauvermögen bereits vollständig erschöpft.Die Umsetzung rechtlicher Vorgaben ist vom politischen Willen abhängig u.der führt seit Jahrzehnten einen Dauerschlaf.
Helmut Gelhardt:
Frau Demut wirft hier Nebelkerzen! Die EU-Forderungen sind richtig und müssen zum Schutz der Menschen erfüllt werden! Unterstützen Sie die Landwirte (konventionelle und biologische Landwirtschaft) lieber gegen die unsinnigen Freihandelsabkommen wie zuletzt JEFTA (EU mit Japan) und das Mercosur-Freihandelsabkommen (EU mit Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay, Venezuela). Diese Freihandelsabkommen schädigen in der EU und den sog. Partnerländern extrem die Umwelt (z.B. Abholzung von Regenwald für noch mehr Massentierhaltung) und beeinträchtigen extrem die finanzielle Wettbewerbsfähigkeit im real existierenden Neoliberalismus (marktextremistischer Kapitalismus) aller Landwirte, die NICHT der Agrarindustrie zuzurechnen sind. Diese Landwirte sind Spielball der Agrarindustrie hier wie dort!Wer die Freihandelsabkommen befürwortet, opfert die Landwirte außerhalb der Agrarindustrie gerade den ungezügelten Profitinteressen dieser Agrarindustrie und er/sie opfert die Umwelt dem Mammon! 'C'
Wally Karl:
"Zum Thema St. Elisabeth Krankenhaus „haben wir uns bisher – ebenso wie CDU und Grüne – mit Stellungnahmen, Beschuldigungen, Ausmachen von Verantwortlichen bewusst zurückgehalten“ Genau, man kennt sich, man hilft sich. Wozu fragt man sich, sollen Bürger verschiedene Parteien wählen, wenn doch alle einer Meinung sind. Wo bleibt die gesunde Opposition? Wird so die viel beschworene Demokratie praktiziert? Im Grunde ist es die Kapitulation vor dem Machbaren. Das haben sich die Mayener Bürger nicht verdient.
Karsten Kocher:
Frau oder Herr Wally Karl, wenn man sich den bisherigen politischen Aktionismus des rheinland-pfälzischen AfD-Landesvorsitzenden Michael Frisch, auch aus seiner Zeit vor der AfD, genauer ansieht, dann paßt die Einstufung christlich-radikal schon. Und wenn man sich die aktuellen Beiträge des Vereins DEMOS e.V. zu den Herren Schäfer und Salka von der AfD Westerwald anschaut, dann zeigt es deutlich, wie stark sich das extrem rechte Gedankengut im AfD-Kreisverband Westerwald schon festgesetzt hat.
Wally Karl:
Die unqualifizierte Einstufung von AfD - Politikern als rechtsradikal ist einigen Kommentatoren noch nicht genug. Als Steigerung wird jetzt neu der völlig abstruse Begriff christlich - radikal verwendet, was immer das auch heißen soll. Aus dem Geschichtsverständnis heraus könnte man höchstens die Kreuzritter als christlich - radikal bezeichnen.
Wally Karl:
Für den geneigten Leser entsteht der Eindruck, das Patrick Baum sich beruflich mit Hass und Hetze beschäftigt. Nicht anders ist seine ständige einseitige Kommentierung zu erklären und wenn es dann noch um die AfD geht läuft er zur Hochform auf. Hatten wir nicht in dieser Gesellschaft beschlössen uns von Hass und Hetze zu distanzieren um eines friedlichen Zusammenlebens willen?
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