Rang und Namen trifft sich beim Heimersheimer Schützenfest
Gute Stimmung am Ziegelfeld
Heimersheim. Samstagnachmittag, Punkt 14 Uhr im Ortskern von Heimersheim, stellen sich die grün-uniformierten Schützen vor ihrem Vereinslokal „Zum Stern“ zur Parade auf. Was folgt, ist die Begrüßung der Gastvereine St. Sebastianus Heppingen, St. Hubertus Löhndorf, St. Hubertus Westum, St. Sebastianus Sinzig, St. Sebastianus Kripp, St. Sebastianus Bodendorf und St. Hubertus Königsfeld durch Hauptmann Dirk Weber. Mit der gastgebenden Bruderschaft der St. Sebastianus Schützen aus Heimersheim bilden sie eine lange Reihe für die Parade, die nun nacheinander die Ehrengäste abschreiten. Hier hat sich versammelt, was in Schützenkreisen Rang und Namen hat. Bundesmeister des Bezirks Rhein-Ahr Siggi Belz sowie der Bezirkskönig historisch Helmut Beu und die Bezirkskönigin der sportlichen Sparte Helena Bollig, alle aus eigenen Reihen. Sie schritten als erste unter den Klängen des Spielmannszuges Löhndorf die Reihe ab. Anwesende und zufällig vorbeikommende Passanten folgten gebannt der Zeremonie. Denn nun salutierten die Schützen erneut. Dieses Mal für den Vorbeimarsch des amtierenden Schützenkönig Frank Weile, der Jungschützenprinzessin Colien Pokuta und des Junggesellenkönig Lukas Wershofen. Von den Vereinen aus dem Ort schritten Karnevalsprinz und Kinderprinzessin sowie der Beigeordnete der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler Peter Krämer die Front ab. Danach formierten sich alle zum Festzug und wie ein langer, grüner Lindwurm zog die Gesellschaft mit Gästen im Festzug durchs Dorf zum Heimersheimer Schützenplatz auf dem Ziegelfeld. Bei all der Fröhlichkeit und dem Wetteifer wird erst ehrenvoll der Toten gedacht und ein Salutschuss abgefeuert. Nun sind auch die letzten Bewohner von Heimersheim über das Schützenfest informiert. So nach und nach kommen immer mehr Gäste zu denen, die sich schon einen Platz auf der Wiese gesichert haben und lassen sich mit Würstchen und Kaffee nebst selbst gebackenem Kuchen verwöhnen. Sie dürfen beim Preisadler mit schießen, aber erst, gegen Ende der Veranstaltung. Doch jetzt werden schon die Lose verkauft und am Schießstand geht es um den Sieg beim Zugpreisschießen. Durch jeweils drei Schuss, den jeder Verein auf die Scheibe abschießt, wird der Sieger ermittelt. Beim Geldvogelschießen sind die Ziele weiße Gipsplättchen, Pfänder genannt. Die nächste Disziplin heißt „Serienschießen“ und ist für die jugendlichen Schützen, die ihre Treffgenauigkeit auf Scheiben unter Beweis stellen.
Orden sind der Lohn für die Siege beim Ehrenpreis. Hierbei werden die Schützen in fünf Gruppen gestaffelt. Es beginnt mit Jungschütze, Schütze, Altersklasse, Senioren und Senioren über 70 Jahre. Auf dem Regal werden die Preise für das Abschießen des Preisadlers, bei dem Jeder mit machen kann, immer weniger, bis der Letzte seine Trophäe mit nach Hause nehmen kann.
