Annegret Held stellt Roman in Rengsdorf vor
Gute Tradition wird weitergeführt
Rengsdorf. Dass Annegret Held ihr neues Buch in Rengsdorf vorstellt, ist schon zu einem traditionellen Akt geworden. Den führt nun die Ortsgemeinde Rengsdorf im Rahmen ihres Kulturprogramms 2017 fort und lädt die sympathische Schriftstellerin mit Westerwälder Wurzeln zu einer Lesung am Samstag, 7. Januar 2017 in den Buchladen in Rengsdorf ein. Im Gepäck hat sie ihr 2015 erschienenes Buch „Armut ist ein brennend Hemd“. Wie schon die Geschichte ihrer Großmutter „Apollonia“, die sie 2013 hier vorstellte, spielt auch dieses Werk in ihrer Westerwälder Heimat. Hier taucht sie noch tiefer in die Geschichte ihrer Familie ein und beschreibt das unendliche Elend der Menschen im Westerwald im 19. Jahrhundert. Das zwang diese sogar dazu, ihre Kinder an „Rattenfänger“ zu verkaufen, die sie in der Fremde als „Tanzmädchen“ auftreten oder niedrigste Dienstleistungen ausführen ließen. Und was geschah, wenn eines von ihnen nach Jahren mit einem unehelichen „Balg“ ins Dorf zurückkam?
Der Roman nimmt sich eines der in den üblichen Geschichtsdarstellungen nicht vorhandenen Kapitel der Regionalgeschichte an. Der Schriftstellerin Annegret Held gelingt es auch diesmal wieder, das Zeitkolorit mit zutiefst menschlichem Mitgefühl zu paaren. Der Leser wird gleichsam eingesogen in die damalige Zeit, vermag sie hautnah mitzuerleben.
Annegret Held liest am Samstag, 7. Januar 2017, um 15 Uhr, im Buchladen Rengsdorf. Karten sind im Vorverkauf sowie zur Veranstaltung erhältlich.
