Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, Sankt Elisabeth Mayen
"Hab ein Auge auf dein Herz"
Im Sankt Elisabeth-Krankenhaus ging es um Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker
Mayen. Auch bekannt als „stille Killer“ werden sie häufig unterschätzt, mit fatalen Folgen für viele Millionen Betroffene: Bluthochdruck, Diabetes und ein hoher Cholesterinspiegel können unerkannt und unbehandelt zu einer Gefahr für Herz und Gefäßsystem werden. Es kann zum Herzinfarkt, Schlaganfall oder plötzlichen Herztod kommen. Im Rahmen der bundesweiten Herzwochen der Deutschen Herzstiftung informierte der Chefarzt der Inneren Medizin im Sankt Elisabeth Mayen, Dr. Ralph Rüdelstein, mit seinem Team Betroffene und Interessierte zum Thema „Herz unter Stress“. Fast 100.000 Mitglieder zählt die Deutsche Herzstiftung. „Hab ein Auge auf dein Herz“, mahnte ein Plakat, während die Beauftragte der Herzstiftung zu Anfang auf die vielfältigen Aufgaben der gemeinnützigen Stiftung hinwies und ihr breites Aktivitätenfeld kurz anriss.
„Bluthochdruck ist deshalb so tückisch, weil man ihn erst bemerkt, wenn schon Schäden aufgetreten sind“, war eine der Kernaussagen bei den Vorträgen der Ärzte. Bei einem Körper in Ruhe sei schon 140/90 erhöht. Die Mediziner gingen auf die Risikofaktoren ein. Rauchen, Bewegungsmangel, Stress, Übergewicht und Alkohol, aber auch Nierenerkrankungen wurden genannt. Dabei wurde die oft enge Verknüpfung zwischen den einzelnen Leiden sehr deutlich und wie Risikofaktoren gleich mehrere davon negativ beeinflussen können. Schlaganfälle beispielsweise werden zu 80 Prozent durch hohen Blutdruck ausgelöst, der am Herzen zu Vorhofflimmern, Herzmuskelverdickung und Herzschwäche führen kann. Die Ärzte empfahlen die Langzeitblutdruckmessung über 24 Stunden und nannten den Einsatz von Betablockern „sehr gut“. Bei Cholesterin wurde empfohlen, die Werte unter 100 zu senken. Und gegen Diabetes sei die mediterrane Küche mit Fisch, Früchten und Öl besonders vorteilhaft. Damit jeder frühzeitig mit Hilfe des Lebensstils Risikovorsorge betreiben oder einer Erkrankung gegensteuern kann, gilt die Devise: Jeder sollte frühzeitig seine Risikofaktoren kennen. Infomaterial und Ratgeber zu den Herzwochen-Veranstaltungen unter www.herzstiftung.de.
Ärzte aus dem Sankt Elisabeth und die Vertreterin der Deutschen Herzstiftung machen sich stark für die Herzwochen in Mayen, von links: Dr. Ralph Rüdelstein, Karim Drissi, Maria Dahms (Deutsche Herzstiftung), Dr. Christian Georg Meyer, Arbana Kasami-Mailiki, Rainer Nottbohm, Bernd Olschowsky. Foto: Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein
