Allgemeine Berichte | 19.02.2026

Lichtstärke wird reguliert – Pilotphase in Daubach testet Bewegungsmelder

Halbzeit bei der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED

Halbzeit: Gut die Hälfte der rund 7.500 Straßenleuchten erstrahlt schon im neuen Licht. In der VG Montabaur läuft die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED auf vollen Touren.

Montabaur. Die Verbandsgemeinde (VG) Montabaur lässt derzeit flächendeckend alle 7.500 Straßenlaternen auf energiesparende LEDs umrüsten. Mindestens 50% Strom werden so eingespart. Das Projekt kommt trotz des winterlichen Wetters gut voran: Rund die Hälfte der Laternenmasten ist bereits mit neuen Leuchten ausgestattet. Während die Umrüstung weitergeht, wird bei den bereits montierten Leuchten die Lichtstärke deutlich reduziert, um die geplante Standardstärke zu erreichen. In einer Pilotphase werden in Daubach die Bewegungsmelder getestet.

Projektverlauf und Vorgehensweise

„Wir kommen planmäßig voran und haben jetzt die Hälfte aller Leuchten umgerüstet“, berichten die beiden Projektleiter Kay Bröhl und Rafael Platzek vom Team Straßenbau bei der VG-Verwaltung. In nahezu allen Ortsgemeinden sowie der Stadt und ihren Stadtteilen wurde schon gearbeitet. „In Daubach sind wir schon fertig, in Nomborn fangen wir erst im März an“, so die beiden Projektleiter. Der unterschiedliche Arbeitsstand in den Ortsgemeinden resultiert aus der besonderen Vorgehensweise: Die Straßenleuchten werden je nach Masthöhe umgerüstet und nicht Straße für Straße und Ort für Ort. Die neuen Leuchten werden ab Werk mit einer vorgefertigten Kabellänge geliefert, die jeweils zu einer bestimmten Masthöhe passt. Ansonsten müssten bei niedrigen Laternenmasten immer mehrere Meter Kabel abgeschnitten werden. Durch diese Vorgehensweise kann viel Kabelmüll vermieden werden.

Verschiedene Leuchtenmodelle

Bisher wurden nur sogenannte technische Leuchten verbaut, ab März beginnt die ausführende Firma Siteco damit, die historischen und dekorativen Leuchten zu installieren, insbesondere in Nomborn, Eitelborn und Gackenbach.

Adaptive Elemente sind keine Kameras

Alle neuen Leuchten sind „online“ mit der Zentrale in Montabaur verbunden und werden von dort gesteuert. „Das adaptive Element an der Leuchte ist keine Kamera. In der Kapsel ist lediglich ein Bewegungsmelder enthalten. Eine flächendeckende Videoüberwachung ist weder von der Verwaltung gewünscht noch wäre sie rechtlich zulässig“, stellt Sachgebietsleiter Kay Bröhl fest, nachdem zahlreiche Anfragen bei der Verwaltung eingegangen sind.

Lichtstärke und Steuerung

Nach Fastnacht beginnen die beiden Projektleiter damit, die Steuerung in Betrieb zu nehmen. Bei der Installation wurden die Leuchten auf 100% Leuchtleistung eingestellt. Nun werden im ersten Schritt alle bereits installierten Leuchten auf die vorgesehene Standardstärke reduziert. „Wenn wir die Lichtstärke auf unser Standardmaß reduziert haben, werden wir durch alle Straßen fahren und uns das ansehen. Dann können wir individuell nachsteuern, also einige Bereiche oder Straßen heller oder noch dunkler machen. Das müssen wir Schritt für Schritt ausprobieren. Die Anpassungen werden mit den Ortsbürgermeistern oder Ortsvorstehern abgestimmt.“

Helligkeitssensoren

Zusammen mit der Steuerung der Lichtstärke werden auch die Helligkeitssensoren freigeschaltet, die an ausgewählten Standorten installiert sind. Im System ist eine bestimmte Uhrzeit eingestellt, wann die Leuchten abends an- und morgens wieder ausgehen sollen. Das variiert nach Jahreszeit. Abweichend davon können die Helligkeitssensoren dafür sorgen, dass das Licht früher angeht, wenn es an trüben Tagen früher dunkel wird oder umgekehrt das Licht früher ausschalten, wenn es am morgen früh hell wird. „Auch das werden wir beobachten und bei Bedarf nachsteuern“, berichtet Rafael Platzek, der die Steuerung des Systems aufbaut.

Pilotphase in Daubach

Daubach ist als erste Ortsgemeinde in der VG komplett mit neuen LED-Leuchten ausgestattet. Hier wird in einer Pilotphase neben der neuen Lichtstärke bereits der nächste Schritt getestet: die adaptive Steuerung über Bewegungsmelder. Dabei werden nur die Straßen und Wege hell beleuchtet, die gerade genutzt werden. Die Steuerung ist so programmiert, dass jeweils ein ganzer Bereich angeschaltet wird, um sogenannte Lauflichter zu vermeiden. Wenn niemand mehr vorbeigeht oder – fährt, dimmt sich die Leuchte nach einigen Minuten automatisch auf etwa 10% ihrer Leistung herunter. Die Pilotphase in Daubach wird voraussichtlich bis Ende Februar dauern. „Wenn wir die Ergebnisse ausgewertet haben, werden wir die Einstellungen auf die anderen Ortsgemeinden übertragen und vor Ort überprüfen, ob es passt“, erläutern die beiden Fachmänner ihre Vorgehensweise

Neue Leuchte – trotzdem dunkel?

Bei der Umrüstung kommt es hin und wieder vor, dass einzelne Leuchten abends nicht angehen, andere leuchten dafür auch tagsüber. „Im Rahmen der Bauabnahme werden diese Fehler behoben“, versprechen die Projektleiter Kay Bröhl und Rafael Platzek. „Wir können nicht an allen Orten gleichzeitig sein. Aber unser Steuerungssystem im Rathaus zeigt an, welche Leuchten korrekt arbeiten und wo es Probleme gibt. Darum kümmern wir uns Zug um Zug. Wir bitten um Geduld.“

Laternenmasten bitte freischneiden

Die Laternenmasten stehen überwiegend auf öffentlichem Grund, teils auch auf privaten Grundstücken. Einige Masten sind von Hecken oder Büschen eingeschlossen oder von Rankpflanzen und Bodendeckern umwuchert. Die Bürger werden gebeten, die Laternenmasten auf oder neben ihren Grundstücken zu kontrollieren und bei Bedarf freizuschneiden, damit die Monteure ungehindert die Klappe öffnen können. Dazu bitte den Bereich etwa 50 Zentimeter rechts und links vom Mast bis ein paar Zentimeter oberhalb der Klappe freischneiden; außerdem einen Arbeitsbereich von etwa einem Quadratmeter vor dem Mast freihalten.Pressemitteilung VG Montabaur

Die neuen Leuchten sind einem adaptiven Element ausgestattet, das die Steuerung ermöglicht. In der Kapsel befinden sich ein Bewegungsmelder, aber keine Kamera. Die Leuchten kommunizieren untereinander und mit der Zentrale im Rathaus in Montabaur.

Die neuen Leuchten sind einem adaptiven Element ausgestattet, das die Steuerung ermöglicht. In der Kapsel befinden sich ein Bewegungsmelder, aber keine Kamera. Die Leuchten kommunizieren untereinander und mit der Zentrale im Rathaus in Montabaur. Foto: VG Montabaur / Christina Weiß

Anwohner werden darum gebeten, dafür zur sorgen, dass die Klappen an den Laternenmasten frei zugänglich sind, damit die neuen Leuchten installiert werden können.

Anwohner werden darum gebeten, dafür zur sorgen, dass die Klappen an den Laternenmasten frei zugänglich sind, damit die neuen Leuchten installiert werden können. Foto: VG Montabaur / Christina Weiß

Halbzeit: Gut die Hälfte der rund 7.500 Straßenleuchten erstrahlt schon im neuen Licht. In der VG Montabaur läuft die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED auf vollen Touren. Foto: VG Montabaur / Christina Weiß

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag Imageanzeige
Stellenanzeige
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0354#
Rund ums Haus
Kleinanzeige Gartenpflege
Titelanzeige KW 25 Helene Theis
Anzeige Number One Sports
Empfohlene Artikel
Die Leiterin der Steuerabteilung des Finanzministeriums Dr. Phuong-Mai Pott beglückwünscht den frischgebackenen Steuerberater Marco Schmitz aus Montabaur zu seinem Erfolg, gemeinsam mit dem Präsidenten der Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz Walter Sesterhenn (r.).
13

Region. Im besonderen Ambiente des ClassicX Landhaus in Gensingen nahm die Steuerberaterkammer Rheinland-Pfalz (SBK) die neu bestellten Steuerberaterinnen und Steuerberater feierlich in den Berufsstand auf. Unter den insgesamt 81 Neubestellten war auch Marco Schmitz aus Montabaur, der mit großem persönlichem Einsatz, hoher fachlicher Kompetenz und erheblicher Ausdauer eine der anspruchsvollsten beruflichen Qualifikationen in Deutschland erlangt hat.

Weiterlesen

Foto: Pixabay.com
241

Region. Ob Sport, Kultur, Musik, Brauchtum, Soziales oder Engagement für die Gemeinschaft: Vereine sind das Herzstück unserer Region. Hinter jedem Verein stehen Menschen, die mit Leidenschaft, Zeit und Ideen das Miteinander bereichern. Genau diese Geschichten möchten wir sichtbar machen.

Weiterlesen

Neben Gabriele Wieland gratulierten auch die Vertreter der jeweiligen Verbands- und Ortsgemeinden.
1339

Region. Für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz zum Wohl ihrer Mitmenschen sind drei Bürger des Westerwaldkreises mit der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung war vom damaligen Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer verliehen worden. Im Rahmen einer Feierstunde im Kreishaus in Montabaur überreichte die Erste Kreisbeigeordnete Gabriele Wieland die Ehrennadeln...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Gerade bei heißen Temperaturen können sich schnell Maden in der Biotonne bilden.
1669

Biotonne im Sommer pflegen

Biotonne bei Hitze: Maden vermeiden

Kreis Neuwied. In den Sommermonaten können sich im feuchtwarmen Klima der Biotonne schnell unerwünschte Organismen bilden. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Neuwied fährt in den Sommermonaten eine wöchentliche Leerung der Biotonne, die das Problem deutlich reduziert. Sie gibt praktische Tipps, was Anwohner darüber hinaus tun können, um unerwünschter Organik vorzubeugen.

Von Laura Tries aus Neuwied

Weiterlesen

achtung baustelle
930

B 42 halbseitig gesperrt: Ampelanlage regelt Verkehr

Ab 18.06.: Hangsicherungsarbeiten zwischen Rheinbrohl und Niederhammerstein

Rheinbrohl/Niederhammerstein. Zwischen Rheinbrohl und Niederhammerstein sind an der B 42 nach einem Steinschlag dringend Hangsicherungsarbeiten notwendig. Diese Maßnahmen führen zu einer halbseitigen Sperrung der Bundesstraße vom 18. bis 20. Juni 2026. Der Verkehr wird in diesem Bereich mithilfe einer Ampelanlage geregelt, um den reibungslosen Ablauf trotz der Einschränkungen zu gewährleisten.

Weiterlesen