Lichtstärke wird reguliert – Pilotphase in Daubach testet Bewegungsmelder
Halbzeit bei der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED
Montabaur. Die Verbandsgemeinde (VG) Montabaur lässt derzeit flächendeckend alle 7.500 Straßenlaternen auf energiesparende LEDs umrüsten. Mindestens 50% Strom werden so eingespart. Das Projekt kommt trotz des winterlichen Wetters gut voran: Rund die Hälfte der Laternenmasten ist bereits mit neuen Leuchten ausgestattet. Während die Umrüstung weitergeht, wird bei den bereits montierten Leuchten die Lichtstärke deutlich reduziert, um die geplante Standardstärke zu erreichen. In einer Pilotphase werden in Daubach die Bewegungsmelder getestet.
Projektverlauf und Vorgehensweise
„Wir kommen planmäßig voran und haben jetzt die Hälfte aller Leuchten umgerüstet“, berichten die beiden Projektleiter Kay Bröhl und Rafael Platzek vom Team Straßenbau bei der VG-Verwaltung. In nahezu allen Ortsgemeinden sowie der Stadt und ihren Stadtteilen wurde schon gearbeitet. „In Daubach sind wir schon fertig, in Nomborn fangen wir erst im März an“, so die beiden Projektleiter. Der unterschiedliche Arbeitsstand in den Ortsgemeinden resultiert aus der besonderen Vorgehensweise: Die Straßenleuchten werden je nach Masthöhe umgerüstet und nicht Straße für Straße und Ort für Ort. Die neuen Leuchten werden ab Werk mit einer vorgefertigten Kabellänge geliefert, die jeweils zu einer bestimmten Masthöhe passt. Ansonsten müssten bei niedrigen Laternenmasten immer mehrere Meter Kabel abgeschnitten werden. Durch diese Vorgehensweise kann viel Kabelmüll vermieden werden.
Verschiedene Leuchtenmodelle
Bisher wurden nur sogenannte technische Leuchten verbaut, ab März beginnt die ausführende Firma Siteco damit, die historischen und dekorativen Leuchten zu installieren, insbesondere in Nomborn, Eitelborn und Gackenbach.
Adaptive Elemente sind keine Kameras
Alle neuen Leuchten sind „online“ mit der Zentrale in Montabaur verbunden und werden von dort gesteuert. „Das adaptive Element an der Leuchte ist keine Kamera. In der Kapsel ist lediglich ein Bewegungsmelder enthalten. Eine flächendeckende Videoüberwachung ist weder von der Verwaltung gewünscht noch wäre sie rechtlich zulässig“, stellt Sachgebietsleiter Kay Bröhl fest, nachdem zahlreiche Anfragen bei der Verwaltung eingegangen sind.
Lichtstärke und Steuerung
Nach Fastnacht beginnen die beiden Projektleiter damit, die Steuerung in Betrieb zu nehmen. Bei der Installation wurden die Leuchten auf 100% Leuchtleistung eingestellt. Nun werden im ersten Schritt alle bereits installierten Leuchten auf die vorgesehene Standardstärke reduziert. „Wenn wir die Lichtstärke auf unser Standardmaß reduziert haben, werden wir durch alle Straßen fahren und uns das ansehen. Dann können wir individuell nachsteuern, also einige Bereiche oder Straßen heller oder noch dunkler machen. Das müssen wir Schritt für Schritt ausprobieren. Die Anpassungen werden mit den Ortsbürgermeistern oder Ortsvorstehern abgestimmt.“
Helligkeitssensoren
Zusammen mit der Steuerung der Lichtstärke werden auch die Helligkeitssensoren freigeschaltet, die an ausgewählten Standorten installiert sind. Im System ist eine bestimmte Uhrzeit eingestellt, wann die Leuchten abends an- und morgens wieder ausgehen sollen. Das variiert nach Jahreszeit. Abweichend davon können die Helligkeitssensoren dafür sorgen, dass das Licht früher angeht, wenn es an trüben Tagen früher dunkel wird oder umgekehrt das Licht früher ausschalten, wenn es am morgen früh hell wird. „Auch das werden wir beobachten und bei Bedarf nachsteuern“, berichtet Rafael Platzek, der die Steuerung des Systems aufbaut.
Pilotphase in Daubach
Daubach ist als erste Ortsgemeinde in der VG komplett mit neuen LED-Leuchten ausgestattet. Hier wird in einer Pilotphase neben der neuen Lichtstärke bereits der nächste Schritt getestet: die adaptive Steuerung über Bewegungsmelder. Dabei werden nur die Straßen und Wege hell beleuchtet, die gerade genutzt werden. Die Steuerung ist so programmiert, dass jeweils ein ganzer Bereich angeschaltet wird, um sogenannte Lauflichter zu vermeiden. Wenn niemand mehr vorbeigeht oder – fährt, dimmt sich die Leuchte nach einigen Minuten automatisch auf etwa 10% ihrer Leistung herunter. Die Pilotphase in Daubach wird voraussichtlich bis Ende Februar dauern. „Wenn wir die Ergebnisse ausgewertet haben, werden wir die Einstellungen auf die anderen Ortsgemeinden übertragen und vor Ort überprüfen, ob es passt“, erläutern die beiden Fachmänner ihre Vorgehensweise
Neue Leuchte – trotzdem dunkel?
Bei der Umrüstung kommt es hin und wieder vor, dass einzelne Leuchten abends nicht angehen, andere leuchten dafür auch tagsüber. „Im Rahmen der Bauabnahme werden diese Fehler behoben“, versprechen die Projektleiter Kay Bröhl und Rafael Platzek. „Wir können nicht an allen Orten gleichzeitig sein. Aber unser Steuerungssystem im Rathaus zeigt an, welche Leuchten korrekt arbeiten und wo es Probleme gibt. Darum kümmern wir uns Zug um Zug. Wir bitten um Geduld.“
Laternenmasten bitte freischneiden
Die Laternenmasten stehen überwiegend auf öffentlichem Grund, teils auch auf privaten Grundstücken. Einige Masten sind von Hecken oder Büschen eingeschlossen oder von Rankpflanzen und Bodendeckern umwuchert. Die Bürger werden gebeten, die Laternenmasten auf oder neben ihren Grundstücken zu kontrollieren und bei Bedarf freizuschneiden, damit die Monteure ungehindert die Klappe öffnen können. Dazu bitte den Bereich etwa 50 Zentimeter rechts und links vom Mast bis ein paar Zentimeter oberhalb der Klappe freischneiden; außerdem einen Arbeitsbereich von etwa einem Quadratmeter vor dem Mast freihalten.Pressemitteilung VG Montabaur
Die neuen Leuchten sind einem adaptiven Element ausgestattet, das die Steuerung ermöglicht. In der Kapsel befinden sich ein Bewegungsmelder, aber keine Kamera. Die Leuchten kommunizieren untereinander und mit der Zentrale im Rathaus in Montabaur. Foto: VG Montabaur / Christina Weiß
Anwohner werden darum gebeten, dafür zur sorgen, dass die Klappen an den Laternenmasten frei zugänglich sind, damit die neuen Leuchten installiert werden können. Foto: VG Montabaur / Christina Weiß
Weitere Themen
Artikel melden
Grüne spenden Bäume für Koblenz – Erster Baum in Güls gepflanzt
- Boomerang : In Güls wird ein Bäumchen gepflanzt das dann Generationen brauch um was für die Umwelt zu tun. Dafür klopft man sich dann selbst auf die Schulter, um davon abzulenken das gegenüber 35 in (Worten FÜNFUNDDREI?IG)...
Europa unter Druck: Köbberling diskutiert mit Barley und Stich über den Schutz der Demokratie
- Boomerang : Die Demokratie schützen in dem man Meinungen zensiert, Parteien verbieten will, die Bevölkerung spaltet, anders denkende diffamiert, den Willen einer Mehrheit missachtet und für demokratiefeindlich erklärt, Berichterstattung nur einseitig zulässt.
Bahnhof Engers wird barrierefrei
- Gitta Meyer: Und wenn nur 2 ode 3 Menschen leicht an dem Zug ran und reinkommt ist es das wert. Ich habe einen Mann ,der behindert ist,und im Rollstuhl sitzt. Da sind mir die Mäuse egal. Es kann sich keiner vorstellen ,wenn.man nicht selbst betroffen ist.
- Hildegard DÖTSCH : Wurde im Vorfeld geprüft, wieviel beeinträchtige Menschen täglich den Bahnhof/ die Züge nutzen würden/wollen? Die Rodung bringt eine Vielzahl an Vögel, die in den Birken lebten in Bedrängnis. Auch Kleintiere, Eidechsen, Mäuse etc.
Allgemeine Berichte
Tambour-Corps Erpel erlebte tolle Session
Erpel. Die Session begann mit dem Auftritt bei der Prunksitzung der GEK, die in diesem Jahr auf 11x11 Jahre Bestehen zurückblickt. Das Corps begleitete Prinz Rainer I. und Prinzessin Sabine I. musikalisch in den Saal. Dieses Jahr traten die Aktiven dort zum ersten Mal im Kostüm auf und eine Abordnung verbrachte anschließend noch schöne Stunden bei einem tollen Programm.
Weiterlesen
Handelte es sich um die Abfallprodukte eines illegalen Drogenlabors?
19.02.: Kansister mit Chemikalien illegal entsorgt und in Brand gesetzt
Bornheim. Am späten Donnerstagabend, dem 19. Februar 2026, wurden Polizei und Feuerwehr zu einem Brandgeschehen in Bornheim gerufen, bei dem mehrere Kanister mit Chemikalien in Flammen standen. Ein aufmerksamer Zeuge hatte gegen 23:55 Uhr die Polizei alarmiert, nachdem er verdächtige Aktivitäten in der Unterführung unter der L 192 beobachtet hatte.
Weiterlesen
CDU Bad Hönningen lädt am 12. März um 19 Uhr auf Schloss Arenfels ein
Außenpolitische Diskussionsveranstaltung mit MdB Norbert Röttgen
Bad Hönningen. Der CDU-Stadtverband Bad Hönningen freut sich, mit Norbert Röttgen, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit Zuständigkeit für Auswärtiges, Verteidigung, interparlamentarische Konferenzen, Europarat und Menschenrechte, einen der profiliertesten Außenpolitiker Deutschlands für eine öffentliche Diskussionsveranstaltung gewonnen zu haben.
Weiterlesen
