Allgemeine Berichte | 04.06.2018

Musikkabarett am Mons-Tabor-Gymnasium im 150. Jubiläumsjahr

Han’s Klaffl begeistert mit Kabarett

Ehemaliger Musiklehrer plaudert aus dem Nähkästchen und verschont nicht Schüler, nicht Kollegen

Han’s Klaffl kann das belehrende Wesen eines Pädagogen nicht ablgen – weder im Museum, noch im Supermarkt, noch beim Arzt. MTB

Montabaur. „Schulaufgabe: Ein schöner Abgang ziert die Übung“ war der Titel eines höchst amüsanten Kabarettabends mit Han’s Klaffl in der Aula des MTG.

Was passiert, wenn ein Musiklehrer nach 40 Dienstjahren aufgrund seiner Pensionierung sein Betätigungsfeld verliert…? Er lässt zunächst seine vergangenen Dienstjahre Revue passieren. Dabei werden natürlich die einen oder anderen Kollegen und auch die lieben Schüler durch den Kakao gezogen. Die Freude, dass ihm das ja nun alles egal sein kann, ist groß.

Bei der Schilderung des schulischen Alltags, der ihm ja so gar nicht fehlt, erntete Han’s Klaffl eine Lachsalve nach der anderen. Die anwesenden Lehrer hatten dabei durchaus das ein oder andere „Déjà-vu“-Erlebnis, aber auch die Beschreibung der großen und kleinen Schüler brachte das Publikum zum Lachen, weil alle sich dabei an die eigene Schulzeit erinnert fühlten.

Ein pensionierter Pädagoge braucht natürlich neue Betätigungsfelder – und findet sie auch. Fortan wird das Personal im Supermarkt beschult und Werbeslogans werden auf Ausdruck und Rechtschreibung überprüft. Auch im Wartezimmer seines Hausarztes bemüht sich der Akademiker, die Patienten aufzuklären und zu beraten und macht dabei selbst vor dem Arzt nicht halt. Diese Marotten eines altgedienten Pädagogen nahm Klaffl augenzwinkernd aufs Korn, und sich selbst dabei auf die Schippe: Fazit seiner Beschulung des Personals im Baumarkt, im Museum et cetera: Hausverbot!

Darüber hinaus widmete sich Klaffl aber auch den allgemeinen Missständen in der Schule. „Paradoxe Intervention“ wurde zum Wort des Abends. Genüsslich verriss er die bayerische Bildungspolitik und quittierte das Hin und Her um G8 oder G9 mit einem Kopfschütteln. Die Aufgabe der eisernen Verteidigung des Turboabiturs und das Rückrudern der bayerischen Regierung zu G9 kommentierte Klaffl so: „Die Bayern wenden ihre Zeit jetzt für ein neues Steckenpferd auf – die PKW-Maut!“ O-Ton Klaffl: „Die Bayern haben das Fleischrind, das Milchrind – und den Dobrindt!“

Untermalt von seinem virtuosen Kontrabassspiel besang Klaffl abschließend seinen bisherigen Ruhestand: „Mir geht’s gut.“ Doch beim Rückblick auf seine Schulzeit mit allen Höhen und Tiefen, dem Ärger mit mehr oder weniger hochbegabten Schülern und deren Eltern, Kollegen und Paragraphen schwang eine gehörige Portion Wehmut mit, und es wurde deutlich, dass sie ihm schon gelegentlich fehlt…

Bei dem Feuerwerk an wohlgesetzten Pointen blieb an diesem Abend kein Auge trocken. Immer wieder gab es spontanen Applaus. Ein zufriedenes Publikum, dessen Lachmuskeln sehr strapaziert worden waren, verließ die gut besuchte Aula des Mons-Tabor-Gymnasiums.

Pressemitteilung

Mons-Tabor-Gymnasium

Han’s Klaffl kann das belehrende Wesen eines Pädagogen nicht ablgen – weder im Museum, noch im Supermarkt, noch beim Arzt. Foto: MTB

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